Begriff: Körperschall
Körperschall
Körperschall ist Schall, der sich in einem Festkörper ausbreitet. Das umfasst verschiedene Phänomene wie Erschütterungen und Erdbeben, die Übertragung von Schwingungen in Gebäuden, Fahrzeugen, Maschinen usw. Ein elastischer Festkörper kann im Unterschied zum ruhenden Fluid neben Normalspannungen auch Schubspannungen aufnehmen. Deshalb können sich im allseitig unbegrenzten Festkörper Körperschallwellen nicht nur als Longitudinalwellen sondern auch als Transversalwellen unabhängig voneinander ausbreiten. In beiden Wellenarten ist die Schallgeschwindigkeit, so wie auch beim Luftschall, nicht abhängig von der Frequenz. Die Schallgeschwindigkeit in Festkörpern wird durch die Dichte, den Schubmodul und den Elastizitätsmodul beeinflusst.
Für die Praxis der Altbaumodernisierung ist die Schallausbreitung in dünnen Bauteilen, wie Platten und Balken von Interesse. Diese Bauteile sind begrenzte Festkörper mit schubspannungsfreier Oberfläche. Dadurch kommt es zur Kopplung zwischen Longitudinalwellen und Transversalwellen, wodurch weitere Arten von Körperschallwellen entstehen. Die bedeutendste Wellenart ist die Biegewelle, bei denen Biege-Verformungen auftreten. Die Schallgeschwindigkeit dieser Wellen ist frequenzabhängig (Dispersion). Biegewellen transportieren meistens deutlich mehr Schallenergie als die anderen Wellenarten und sind die wesentliche Ursache für die Abstrahlung von Luftschall.
Bauphysikalische Grundlagen: S-1 Akustische Grundbegriffe (1/4)
4. Erdberührte Bauteile: 4.1 Bestand
7. Treppen: 7.2.2 Elastische Entkopplungen und Lagerungen (1/2)
4. Erdberührte Bauteile: 4.2.1 Abdichtungen gegen aufsteigende Feuchte
6. Decken: Massivdecken (MD) (1/5)
6. Decken: Massivdecken (MD) (2/5)
6. Decken: Unterdecken und Deckenverkleidungen (3/4)
6. Decken: Beschwerung der Rohdecken (2/3)
7. Treppen: 7.2.2 Elastische Entkopplungen und Lagerungen (2/2)