7. Treppen

Bestand - Stahlbetontreppe

Stahlbetontreppen werden wegen ihrer Zweckmäßigkeit, ihren brandschutztechnischen Vorteilen und der Einfachheit in der Herstellung im Geschosswohnungsbau und in öffentlichen Gebäuden (wie z.B. in Büro- und Schulgebäuden) verwendet. Aus bauphysikalischer Sicht spielt bei Treppen der Schallschutz eine wichtige Rolle. Ob schalltechnische Schwachstellen vorhanden und Maßnahmen zur Verbesserung möglich sind, hängt von der Art der Konstruktion ab. Es wird grundsätzlich zwischen unterstützten und freitragenden Stufen unterschieden.

Die Unterstützung kann aus Mauerwerk, Wangen oder Platten bestehen. Beidseitig durch Mauerwerk unterstützte Stufen werden beim Hochführen der Wände mit eingemauert. Durch die kraftschlüssige Verbindung entsteht akustisch eine starke Körperschalleinleitung in die Seitenwände. Eine Verbesserung ist nur durch weiche oder durch elastisch gelagerte → Gehbeläge möglich,

<u>Bild 7.1-1</u>

Stahlbetontreppe


Bild 7.1-1 stellt eine typische Bestands-Stahlbetontreppe dar. Die Stufen werden mit Materialien verkleidet, die eine ausreichende Widerstandfähigkeit gegenüber mechanischer Abnutzung zeigen, wie keramische Platten und Natur- oder Kunststeinplatten. Diese werden üblicherweise in Mörtel verlegt, um eine feste Verbindung mit den Stahlbeton-Stufen zu gewährleisten. Dabei können getrennte Tritt- und Setzstufen oder Winkelstufen aus Betonwerkstein mit Metall- oder Kunststoffprofilen als Rutschsicherung verwendet werden. Die harte Oberflächen und die Verklebung erlauben eine ideale Körperschalleinleitung in den gesamten Baukörper. Auch vorgefertigte Block- oder Hohlstufen auf glatten Stahlbetonlaufplatten ohne Rohstufen aufgelegt sind anzutreffen.

Die weitaus meisten Geschosstreppen werden aus Stahlbeton in Ortbeton oder aus Fertigteilen hergestellt.
Einläufige oder zweiläufige Treppen mit Podest werden am häufigsten gebaut, doch erlaubt das Konstruieren mit Stahlbeton auch vielfältige Sonderformen. Statisch sind die Laufplatten, Wangen oder Holme der meisten Stahlbetontreppen entweder als Einfeldträger, die auf den Podesträndern aufgelagert sind, oder als geknickte Träger zu betrachten. Die Laufplatten spannen sich zwischen den Podestplatten (ggf. Trittschalldämmung).

Vorgefertigte Stahlbetontreppen werden zunehmend mit dem Ziel der Zeit- und Kosteneinsparung, sowie der Verbesserung der Ausführungsqualität eingesetzt. Sie können aus einzelnen Stufen bestehen, die wie Werksteinstufen verlegt bzw. eingespannt werden.
In Ortbeton hergestellte Laufplatten können insbesondere bei erforderlichem nachträglichem Treppeneinbau im Zuge einer Sanierung durch vorgefertigte schmale Stahlbetonbalken ersetzt werden, die nebeneinandergelegt den Lauf ergeben.


Wärme:
Treppen und Treppenräume in Einfamilienhäusern liegen meistens innerhalb des beheizten Bereiches und sind deshalb unkritisch hinsichtlich des Wärmeschutzes. Nur Treppen vom Erdgeschoss zum ersten Obergeschoss grenzen im Bereich des Kelleraufgangs an unbeheizte Räume. Im Bestand ist der Wärmeschutz dabei meist ungenügend.

Im Geschosswohnungsbau kommen oft unbeheizte und ungedämmte Treppenräume vor. Besonders kritisch sind Treppen, die in die Treppenraumwände und oder über das Podest in die Geschossdecke direkt einbinden. Dadurch entstehen Wärmebrücken zwischen Treppen und an beheizten Räumen angrenzenden Bauteilen.

Feuchte:
Treppen bilden feutetechnisch nur als Außentreppen eine Schwachstelle dar, falls mit erhöhter Feuchtebelastung zu rechnen ist. Kritische Bereiche können die Wärmebrücken darstellen, wenn Treppen in unbeheizte Treppenräumen an die angrenzenden Bauteilen einbinden.

<u>Schall:</u>
Massive Treppenläufe und Treppenpodeste müssen im Geschoßwohnungsbau die Anforderungen nach DIN 4109 erfüllen. Der bewertete Norm-Trittschallpegel L<sub>n,w</sub> darf 58 dB in keinem der der Treppe angrenzenden Räumen überschreiten. Bei erhöhten Anforderungen liegt der Grenzwert bei L<sub>n,w</sub> ≤ 46 dB. Für die Schallübertragung sind vor allem die Körperschallbrücken verantwortlich, die beim Einbinden der Treppenstufen oder -podeste in die angrenzende Bauteile entstehen. Diese sind nicht nur bei unbeheizten Treppenräumen, wie Wärmebrücken, sondern bei allen festen Verbindungen vorhanden.


<u>Maßnahmen:</u>

7.2.1

Beläge

-

Trittschalldämmung Holztreppe

-

Trittschalldämmung Stahlbetontreppe

7.2.2

Elastische Entkopplungen und Lagerungen

-

Elastische Entkopplung der Wangen

-

Systemlösung

7.2.3

Raumakustische Maßnahmen

-

Schallabsorbierende Dämmplatte an Treppenunterseite

 
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