Begriff: Bewehrung

Bewehrung

Eine Bewehrung oder Armierung ist die Verstärkung einer Bauteilschicht durch ein anderes, das eine höhere Druck- oder Zugfestigkeit beziehungsweise eine größere Haltbarkeit gegenüber weiteren Einflüssen der Umwelt (Wasser, Frost, chemische Stoffe usw.) besitzt. Bauphysikalisch haben besondere Bedeutung die Bewehrungen im Putz und im Estrich. Der Putz wird in kritischen Bereichen durch die Einlage von Kunststoff-Gewebematten oder auch durch Streckmetallgitter verstärkt. Diese Bewehrung verringert die Rissbildung, was besonders bei Wärmedämmverbundsystemen wichtig ist. Estriche werden ebenfalls zur Vermeidung von Rissen bewehrt, vor allem wenn rissempfindliche Bodenbeläge (z. B. Fliesen) darauf verlegt werden sollen. Es kommen einfache Stahl- oder Kunststoffgewebe zum Einsatz, in jüngster Zeit vermehrt eingestreute, kurze Fasern (Stahl, Glas oder Kunststoff). Auf ähnlichen Prinzipien beruht die Herstellung von glasfaserverstärkten Kunststoff- (GFK) und Faserzementplatten.


Folgende Ressourcen verweisen auf diesen Begriff:

Bauphysikalische Grundlagen: F-2 Feuchtetransport (Wasserdampfdiffusion)

6. Decken: Allgemeine Beschreibung (2/3)