3. Fenster und Türen
Bestand - Türen
Türen sind Ausbauelemente zum Verschließen von Wandöffnungen bei erhaltener Durchgangsmöglichkeit. Eine Tür dient in erster Linie dem Abgrenzen und Verbinden eines Raumes nach außen oder von anderen Räumen. Falls Türen sich in Außenwänden befinden, sind sie allen möglichen Witterungseinflüssen − Sonne, Regen, Schnee − und weiteren von außen wirkenden Einflüssen − Schall, Schwingungen, Erschütterungen − ausgesetzt und müssen auch die Innenräume vor diesen Einflüssen schützen. Sonderausführungen von Türen sind: Rauchschutz-, Strahlenschutz- (Röntgenräume) oder Brandschutztüren.
Da Türen einen Einschnitt in der Fassade darstellen, sind sowohl die Türblätter selbst, aber auch die Anschlüsse der Türzargen an die Leibung von besonderer bauphysikalischer Bedeutung. Bei der Verbindung des Türelements mit dem Bauwerk muss auf einen dichten, stabilen und elastischen Anschluss geachtet werden, der temperaturbedingte Dimensionsänderungen sowie minimale Bauwerkssetzungen zwängungsfrei durch entsprechende Fugenausbildung aufnehmen kann. In der Regel wird der Türstock mit Schrauben und/oder Montagewinkel aus korrosionsfreiem Material in die Leibung montiert. Der Fugenraum zwischen Rahmen und Leibung wird elastisch ausgefüllt und dampfdicht auf der inneren Seite des Bauteilanschlusses rundum abgedichtet. Außen muss die Fuge gegen Witterungseinflüsse, wie Wind und eindringende Feuchte abgedichtet werden. Die Abdichtung des Bauteilanschlusses sollte umlaufend in einer Ebene, jeweils zur Herstellung der Schlagregendichtheit in einer äußeren und zur Vermeidung von Tauwasser im Fugenbereich in einer inneren Ebene sein.
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Bild 3.1-12 zeigt die Raureifbildung an einer Außentür im Bestand. Deutlich zu sehen, wie sich bei winterlichen Außentemperaturen (< − 5 °C) und niedrigen Innentemperaturen (< 16 °C) an den dünneren Bauteilen, wie Verglasung und Türfüllung, Eiskristallen bilden. Dieses Phänomen lässt sich auf eine hohe relative Luftfeuchte im unbeheizten Kellerraum zurückführen. Um die Luftfeuchte zu senken, sollte der Keller im Winter gelüftet werden (Kellerlüftung). | |||
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Türen lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten unterscheiden, z.B.
- | nach der Anordnung im Gebäude | ||||||||||||
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- | nach Ausführung des Türfalz | ||||||||||||
- | nach Öffnungsarten
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Wärme:
Alte Türen stellen deutliche Schwachstellen in der Außenhülle eines Gebäudes dar. Der U-Wert von einschaligen Türblättern liegt nahe bei 3 W/(m²K). (Der Wärmedurchgangskoeffizient einer modernen Passivhaustür kann im Vergleich dazu einen Wert von unter 0,8 W/(m²K) erreichen.)
Neben dem Türblatt weisen aber auch der Rahmen und dessen Anschluss an das Mauerwerk Schwachpunkte auf. So sind alte Holzrahmen oftmals nur sehr dünn ausführt und direkt an die Wand, ohne jegliche Wärmedämmung dazwischen, angeschlossen. Aufgrund dieser wärmetechnisch mangelhaften Eigenschaften werden alte Türen auch als → Wärmebrücke bezeichnet, was im Winter negative Folgen mit sich bringen kann.
Feuchte:
Aufgrund der unzureichenden Wärmedämmung alter Türen besteht im Winter die Gefahr, dass sich → Oberflächentauwasser bildet. Dies tritt ein, wenn die Oberflächentemperatur der Türeninnenseite unter die Taupunkttemperatur der angrenzenden Raumluft sinkt ( → Feuchtetechnische Grundbegriffe).
Schall:
Die Schalldämmung von Türen hängt, abgesehen vom Schalleinfallswinkel, in erster Linie vom Aufbau des Türblatts ab. Es wird zwischen einschaligen und mehrschaligen Aufbauten unterschieden. Einen geringeren Einfluss haben Türblattgröße, Proportionen des Türblatts sowie dessen Verglasung.
Einschalige Türblätter sind aus einer oder aus mehreren, fest miteinander verbundenen nahezu homogenen Schichten hergestellt. Dabei können die einzelnen Schichten auch Hohlräume aufweisen, wie z.B. bei Röhrenspannplatten. Einige typische einschalige Türblatter sind in Bild ... dargestellt. Ihre Verwendung für den Bau von schalldämmenden Türen ist allerdings begrenzt, weil hierfür sehr große flächenbezogenen Massen erforderlich wären. Um beispielsweise ein bewertetes Schalldämm-Maß von R<sub>w</sub> = 37 dB zu erzielen, müsste die flächenbezogenen Masse etwa m' > 130 kg/m<sup><small>2</small></sup> betragen.
Es ist daher sinnvoll, bei hohen Schallschutzanforderungen mehrschalige Türblätter einzusetzten. Möglichst schwere aber biegeweiche Schalen sind dabei am vorteilhaftesten. Der Zwischenraum sollte mit einem schallabsorbierendem Material genügend geringer dynamischer Steifigkeit und ausreichend hohen längenspezifischen Strömungswiderständes gefüllt sein. Als Schalen kommen unter anderem Spanplatten oder Stahlblech zur Anwendung. Besonders günstig sind Schalen die aus mehreren biegeweichen, aber nicht starr und vollflächig, sondern möglichst nur punktförmig miteinander verbundenen Platten bestehen (z.B. geschlitzte Weichfaserplatten). Auch die früher übliche innenseitige Verkleidung von hochwertigen Türen mit einem Polster, das mit dickem Stoff oder Leder bezogen wurde, stellt eine Art zweischaliges Türblatt dar und bewirkt in der Regel eine, allerdings meist nur geringfügige, Erhöhung der Schalldämmung.
Aus → Tabelle AS-11 können typische bewertete Schalldämm-Maße verschiedener Türen entnommen werden.
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<u>Maßnahmen:</u>
<table><tr><td rowspan="6" valign="top" width="180">Hauseingangstür</td></tr><tr><td>Innenanschlag</td></tr><tr><td>Innenanschlag mit WDVS</td></tr><tr><td>stumpfer Anschlag</td></tr><tr><td>stumpfer Anschlag mit WDVS</td></tr><tr><td> </td></tr><tr><td rowspan="9" valign="top" width="180">Balkontür</td></tr><tr><td>Innenanschlag</td></tr><tr><td>Innenanschlag mit WDVS</td></tr><tr><td>stumpfer Anschlag</td></tr><tr><td>stumpfer Anschlag mit WDVS</td></tr><tr><td>Neuer, wärmegedämmter Einbaurollladen</td></tr><tr><td>Neuer Vorbaurollladen</td></tr><tr><td>Dacheinschnitt</td></tr><tr><td> </td></tr><tr><td>Wohnungseingangstür</td><td>Anschluss von Innentüren</td></tr><tr><td> </td></tr><tr><td>Zimmertür</td><td>Anschluss von Innentüren</td></tr></table>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top">
</a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Baukonstruktionen.html" target="_top">
</a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Objektbeispiele.html" target="_top">
</a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Grundlagen.html" target="_top">
</a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Glossar.html" target="_top">
</a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Rechentools.html" target="_top">
</a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Fotogalerie.html" target="_top">
</a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Planunterlagen.html" target="_top">
</a><td><td colspan="3"><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top"></a></td></tr><tr><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top">
</a></td></tr></table>


