Begriff: Differenzdruckverfahren
Differenzdruckverfahren
Der sogenannte Differenzdruckverfahren (Blower-Door-Test) dient zur Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden. Dabei wird durch einen in eine Gebäudehülle (früher in die Tür, heute meist in das Fenster) eingelassenen Ventilator innerhalb des Gebäudes zunächst ein konstanter Unterdruck dann ein Überdruck zwischen 10 und 100 Pa erzeugt und gehalten. Die durch Gebäudeundichtigkeiten stündlich ausströmende Luftmenge muss durch den Ventilator in das Gebäude hereingedrückt werden und wird gemessen. Aus den gesamten Ergebnissen und dem Luftvolumen des Gebäudes wird der Drucktestkennwert n50-Wert [1/h] errechnet. Dieser gibt an, wie hoch die Luftwechselrate bei einem Referenzdruck von 50 Pa ist. Der genaue Ablauf der Messung ist in DIN EN 13829 geregelt.