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Vier Schritte zur digitalisierten Lehre

Im Vorfeld aufbereiten bzw. aufzeichnen müssen Sie als Lehrpersonen in der Regel nichts. Die Materialien und beispielsweise Übungsblätter dürften in den meisten Fällen ohnhin bereits in digitaler Form vorliegen.
Aber: Sie können überlegen, ob Sie im Laufe des Semesters ggf. Musterlösungen, durch Sie vorgerechnete Aufgaben oder ergänzende Erklärungen zu manchen Aufgaben als Aufzeichnungen zur Verfügung stellen möchten.
Außerdem sollten Sie in der Vorbereitungsphase davon ausgehen, dass Sie sowohl mit synchronen (via Webex Meetings und Training) als auch mit asynchronen Materialien die Veranstaltung (mit einem Kursforum und Aufzeichnungen durch die Student*innen) durchgeführen werden. Asynchrone Anteile bieten nicht nur allen Beteiligten mehr zeitliche Flexibilität, sondern beugen auch möglichen Bandbreitenproblemen sowie Ungleichheiten bei der Hardwareausstattung der Teilnehmer*innen vor.
Falls doch inhaltliche Beiträge durch den Dozenten benötigt werden, können diese, wie in der Vorlesung beschrieben, durch unterschiedliche Methoden der Aufzeichnungen realisiert werden. Die inhaltlichen Beiträge gestalten sich wesentlich kürzer als bei den Vorlesungen, aber dennoch auch hier der Hinweis auf die detaillierten Anleitungen zu Aufzeichnungenvor allem im Büro/zu Hause in unserem Lernmodul.
Wichtig bei diesem Format ist der interaktive Charakter und, dass den Studierenden die Möglichkeit eines Rückkanals geboten wird, um die Ergebnisse aus Übungen, Referaten, Seminararbeiten, etc. zu sichern und gegebenenfalls neu zu diskutieren.
Unterteilen Sie Ihren Stoff bei Aufnahmen in kurze Themenblöcke von jeweils 10 bis maximal 20 Minuten.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert. 
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Gestalten Sie beispielsweise einmal Ihre ILIAS-Startseite mit 3 Bereichen (Kommunikation/ Materialien/ Probeklausur) oder im Kacheldesign:
Um den Kurs zu strukturieren, bieten sich Ordner und Objektblöcke (die sich auch kombinieren lassen) oder Gruppen an, je nachdem, ob Sie einen eher themenorientierten oder terminbezogenen Aufbau bevorzugen oder ob Sie den Student*innen die Gruppenarbeit ermöglichen möchten.
Für dieses Lehrformat bietet sich u.U. eine thematische Unterteilung an bzw. eine Unterteilung nach Gruppen. Mithilfe der Gruppen können Sie und die Student*innen untereinander an Materialien arbeiten oder diese austauschen und miteinander kommunizieren.
Sie können den Student*innen eine Arbeitsplattform in ILIAS zur Verfügung stellen, indem Sie Foren, Wikis, Chats und Etherpads in den Gruppen bereistellen, damit sich die Student*innen mithilfe dieser ILIAS-Objekte austauschen und kollaborieren können.
Über die Option Verfügbarkeit im »Kontextmenü« neben Ordnern können Sie diese mit einer zeitlich begrenzten Verfügbarkeit versehen, wenn z.B. Übungsblätter erst zum Zeitpunkt eines virtuellen Treffen zur Verfügung stehen sollen.
Das ILIAS-Objekt Übung dient für aufgabenbasierte Abgaben, vor allem von Dateien. Innerhalb einer Übung können mehrere, ggf. mit jeweils eigenem Start- und Abgabedatum versehene Aufgaben gestellt werden. Alle Abgaben lassen sich von den Lehrenden am Ende gesammelt herunterladen. Außerdem erlaubt die Übung Feedback sowohl durch die Lehrenden als auch in Form von Peer-Feedback und verfügt über einen Team-Modus. Und sie kann so konfiguriert werden, dass die Abgaben wahlweise nach Ablauf der Abgabefrist für alle Kursteilnehmer*innen einsehbar werden.
Die Übung eignet sich auch, aufgezeichnete Vorrechnungen von Studierenden einzusammeln und so u.U. die Zahl von Live-Sitzungen in Webex zu reduzieren.
Student*innen können dabei, außer auf Hörsaal-Aufzeichnungen, u.a. auf alle an der Uni Stuttgart angebotenen Aufzeichnungswerzeuge zurückgreifen.
Ordner werden häufig in ILIAS dazu verwendet, um eine Struktur (wochen- oder themenbasierend) im ILIAS Kurs zu erzeugen. Dadurch wird die Startseite des Kurses übersichtlicher, und Studierende haben einen schnelleren Zugriff auf die relevanten Materialien. Jegliches ILIAS Lernobjekt lässt sich einem Ordner zuordnen und darunter einsortieren. Eine Alternative zum Ordner ist die Sitzung, die aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes nicht mehr verwendet werden sollte.
Gruppen sind prinzipiell wie ILIAS-Ordner, jedoch mit fest zugewiesenen Mitgliedern. Kursmitglieder können verschiedenen Gruppen mit eigenen Inhalten zugewiesen werden, z.B. zur gemeinsamen Bearbeitung zugewiesener Literatur. Gruppe A ließt Literatur A, Gruppe B ließt Literatur B, anschließend gegenseitige Literaturvorstellung.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie eine Gruppe in ILIAS erstellen können:

>> ILIAS Anleitung zu Gruppen
Der Objekteblock dient zur Gruppierung von ILIAS-Objekten. Mehrere ILIAS-Objekte können unter einem „Block“ zusammengefasst werden. Diese werden dann durch größeren Abstand von anderen Objekten getrennt und erhalten eine Überschrift. So können z.B. wenige Zusatzmaterialien unter dem Block „Zusatzmaterialien“ statt in einem eigenen Ordner aufgeführt werden oder Ordner ine einem Block zusammengefasst werden.
                                                          
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Der ILIAS Chat dient zur synchronen Kommunikation und unterscheidet sich nicht wesentlich zu allgemein bekannten Chatsystemen. Die Teilnehmer können sich über eine Texteingabe  mit anderen austauschen und der Dozent kann im Nachgang den Chat exportieren. Der Chat bietet nicht so viele Funktionen (senden von Bildern, Videos. etc.) wie heutzutage bekannte Messenger wie WhatsApp.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie einen Chat in ILIAS einrichten können:

>> ILIAS Anleitung zum Chat
Textbearbeitungsfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. bearbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie mit ein Forum in ILIAS einrichten können:

>> ILIAS Anleitung zum Forum
Ein gutes Beispiel an einem Forum und zur Anschauung geeignet sind die Foren zur Digitalen Lehre om Sommersemester 2020 oder das Forum in diesem Kurs. 
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie ein Wiki in ILIAS erstellen können:

>> ILIAS Anleitung zum Wiki
Tipp: Sie finden unter dem Stichwort "Strukturierung von ILIAS-Kursen" in der Sammlung der Good Practice Beispiele mehrere Videos zu Kursen mit sinnvollen Strukturen.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.
Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln.
Stellen  Sie Ihre Inhalte in den Ordnern oder in den Gruppen bereit. Die wichtigsten Objekte hierfür sind:
  • Datei (für PDF, PowerPoint etc.)
  • Mediacast, alternativ Interatives Video (für eigene Video-Dateien)
  • Lernmodul ILIAS (für die Darstellung strukturierter Inhalte direkt in ILIAS/im Browser)
  • Weblink (für Verweise z.B. auf lizensierte UB-Angebote oder auch Webex-Meeting-Räume)
  • Wikis zum gemeinsamen Arbeiten an verlinkzen und strukurierten Texten
  • Etherpad zum gemeinsamen Arbeiten an einem Text
Vgl. auch unsere Toolbox zu den ILIAS-Werkzeugen.
Mit dem ILIAS Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Textbearbeitungsfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. bearbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map.
Mit dem interaktiven Video können Sie zu einem Video folgende Funktionen hinzufügen und dadurch die Interaktivität zwischen Studierenden und Dozenten erhöhen: (1) Kommentare (nach Personen filterbar, einzelne Stellen oder komplette Passagen im Video), (2) Fragen, (3) Sprungmarken (durch Kommentare, nach Beantwortung einer Frage)
>> Eine Anleitung finden SIe bei  e-Teaching.org
Das ILIAS Lernmodul ist wie ein Buch, mit der Möglichkeit nicht nur Text und Bild sondern auch Audio- und Videoinhalte einzufügen. Dadurch können Sie mit dem Lernmodul Ihre Inhalte multimedial aufbereiten und mit Links zu weiterführenden externen oder internen Materialien verlinken. Es lassen sich auch Fragen in ein Lernmodul einfügen, um das Wissen der Studierenden an einer bestimmten Stelle im Lernmodul zu überprüfen.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie ein Lernmodul in ILIAS erstellen:

>> ILIAS Anleitung zum Lernmodul
Eigene Erstellung und Veröffentlichung eines Webfeeds. Die Inhalte sind Mediedateien wie Videos oder Audiodateien und es kann zwischen einer Gallerie- oder Listenansicht gewählt werden. Sie können das Herunterladen der Dateien unterbinden und der Zugriff ist wahlweise für ausgewählte Benutzer oder öffentlich möglich.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie eine Mediacast in ILIAS erstellen können:

>> ILIAS Anleitung zu Mediacast
Die Weblinks oder mehrere Weblinks, die dann eine Websammlung ergeben, verweisen auf weiterführende Informationen und Materialien im Internet. Eine Websammlung kann thematisch sortiert und strukturiert werden. Neben externen Links zu anderen Webseiten, können auch ILIAS Objekte durch einen Link verknüpft werden. 
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie ein Wiki in ILIAS erstellen können:

>> ILIAS Anleitung zum Wiki
In dem ersten Schritt der Zusammenarbeit der Student*innen innerhalb von ILIAS und beim Zusammentragen der Ergebnisse aus den Arbeitsphasen, können Sie im ILIAS-Kurs mehrere Gruppen für die Student*innen anlegen. In den Gruppen können Sie für die Student*innen Foren, Wikis oder beispielsweise ein Etherpad anlegen, damit diese zusammenarbeiten und diskutieren können.
Um dann in einem nächsten Schritt gezielt und gebündelt aus den Arbeitsgruppen wieder eine Rückmeldung zu erhalten empfiehlt sich die Übung in ILIAS (hier ist auch ein Peer-Review unter den Student*innen möglich). In der Basisfunktion stellt die Übung eine 1 zu 1 Kommunikationen zwischen Dozent*innen und Student*innen dar, durch Peer-Review und Veröffentlichung der Ergebnisse für alle Teilnehmer im Nachhinein, lassen sich die Ergebnisse aus der Übung auch für alle Teilnehmer öffnen.
Sie können auch bei kleineren Seminaren Online-Meetings organisieren und hierfür Webex Meetings verwenden, um Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen zu erhalten und um mit den Student*innen synchron zusammenzuarbeiten. So können Sie in Webex Meetings gemeinsam einen Film schauen, eine Datei ansehen (leider nicht gemeinsam bearbeiten – hierfür bietet sich dann wieder Etherpad oder ein Conceptboard an), den Computer teilen oder auf einem Whiteboard zeichnen und schreiben.
In Webex Training können Sie ebenfalls Online-Meetings durchführen. Mithilfe von Webex Training und Webex Meeting können Sie online größere Gruppen in kleinere Gruppen aufteilen und mit sogenannten Break-out Räumen (Teilgruppen-Sitzungen) den Student*innen eigene online Arbeitsräume zur Verfügung stellen und dadurch online Gruppenarbeiten mit den Student*innen durchführen.
Sie haben schon Erfahrungen mit Webex Training und Break-out Räumen? Dann schreiben Sie einen kurzen Erfahrungsbericht in unserem Foren Digitale Lehre im Sommersemester 2020, damit wir und Ihre Kolleg*innen davon profitieren können.
Viel eher als bei anderen Lehrformaten mit größerer Teilnehmerzahl kann Cisco Webex Meetings ein wichtiges Werkzeug für die Durchführung virtueller Treffen sein.
Wichtig beim Einsatz von Webex sind klare Regeln für alle Teilnehmer*innen und eine ggf. aktive Moderation. Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon z.B. in der Regel besser stumm schalten. Und ohne ein Headset gibt es oft Probleme mit Hall und Echos; es reicht aber meist ein ganz einfaches Headset, wie bei Smartphone mitgeliefert wird.
Gerade für Studierende, die einen komplexen Zusanmenhang verdeutlichen möchten wie z.B. etwas vorrechnen, ist die Verwendung des Smartphone für die Webex-Sitzung ggf. eine einfache Möglichkeit dies zu tun: Statt an der Tafel schreibt man mit einem Stift auf Papier, auf das man die Kamera das Smartphone richtet. – Die Kameras von Smartphones sind den Webcams der meisten Computer weiter überlegen und ein Client für Webex Meetings ist sowohl für iOS als auch Android in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Virtual-Classroom-Sitzungen, egal ob mit Webex oder einem anderen, vergleichbaren Werkzeug, sind für alle Beteiligten sehr anstrengend. Sie sollten daher in Erwägung ziehen, die Zahl der Live-Sitzungen zu reduzieren und die Teilnehmer*innen ggf. einmal im Semester über eine Aufzeichnung vorrechnen zu lassen, die über eine Übung eingereicht werden können.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.
Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln.
Thema: Über dieses Forum

Liebe Studierende,

in diesem Forum haben Sie – als optionales Angebot – die Möglichkeit, untereinander eigenständig Lerngruppen zu dieser Lehrveranstaltung zu gründen, zu suchen und zu finden.

Wenn Sie sich gefunden haben, können Sie für Ihre Lerngruppe als Austauschplattform auch eine Arbeitsgruppe im studentischen Bereich im Magazin von ILIAS einrichten. Auf diese Kategorie haben wir Lehrenden übrigens grundsätzlich keinen Zugriff –  es sei denn, Sie laden uns explizit in Ihre ILIAS-Gruppe ein.

So richten Sie eine Gruppe ein:
  • Öffnen Sie (z.B. in einem neuen Browsertab) den »Studentischen Bereich« (<https://ilias3.uni-stuttgart.de/goto_Uni_Stuttgart_cat_1250.html>).
  • Klicken Sie dort auf die Schaltfläche »Neues Objekt hinzufügen« und auf die einzige Option, »Gruppe«.
  • Geben Ihrer der Gruppe einen sinnvollen Namen.
  • Als Typ ist die »Standardgruppe« in der Regel die richtige Wahl.
  • Nach dem Anlegen finden Sie sich im Einstellungen-Reiter der Gruppe wieder. Hier können Sie ggf. den Gruppenbeitritt anders einstellen. »Direkter Beitritt« ist standardmäßig ausgewählt.
  • Andere Mitglieder Ihrer Lerngruppe können Sie über den gleichnamigen Reiter der Gruppe direkt hinzufügen.
  • Wenn Sie hier im Forum auf eine bestehende Gruppe verweisen möchten, nutzen Sie dazu bitte den »Link zu dieser Seite« vom Seitenfuß des Inhalts-Reiters oder vom Info-Reiter der Gruppe (und nicht den Link aus der Adressliste Ihres Browsers).
Wichtig: Bitte sprechen Sie sich innerhalb Ihrer Lerngruppe ab, wer ggf. die ILIAS-Gruppe anlegt, damit es nicht am Ende mehrer ILIAS-Gruppen für ein und dieselbe Lerngruppe gibt.

Bitte gehen Sie in diesem Forum respektvoll miteinander um – und mißbrauchen es nicht für Zwecke jenseits dieser Lehrveranstaltung.

Darüber hinaus werde ich mich / werden sich meine Kolleginnen und Kollegen und ich hier weitgehend heraushalten.

Sollten Sie eine Lerngruppen suchen, aber keine finden, sprechen Sie mich / uns direkt an (z.B. per Mail) – wir unterstützen Sie!

Viel Erfolg und frohen Wissenszuwachs!
Das ILIAS-Objekt Übung dient für aufgabenbasierte Abgaben, vor allem von Dateien. Innerhalb einer Übung können mehrere, ggf. mit jeweils eigenem Start- und Abgabedatum versehene Aufgaben gestellt werden. Alle Abgaben lassen sich von den Lehrenden am Ende gesammelt herunterladen. Außerdem erlaubt die Übung Feedback sowohl durch die Lehrenden als auch in Form von Peer-Feedback und verfügt über einen Team-Modus. Und sie kann so konfiguriert werden, dass die Abgaben wahlweise nach Ablauf der Abgabefrist für alle Kursteilnehmer*innen einsehbar werden.
Die Übung eignet sich auch, aufgezeichnete Vorrechnungen von Studierenden einzusammeln und so u.U. die Zahl von Live-Sitzungen in Webex zu reduzieren.
Student*innen können dabei, außer auf Hörsaal-Aufzeichnungen, u.a. auf alle an der Uni Stuttgart angebotenen Aufzeichnungswerzeuge zurückgreifen.
Für die synchrone Kommunikation Ihnen in ILIAS auch das Objekt Chatraum zur Verfügung.
Wichtig: Vor allem Textchats funktionieren am besten mit einer kleineren Zahl von Teilnehmern. Ansonsten wird es für alle Beteiligten sehr anstrengend, Fragen gehen unter und Sie kommen bei der Beantwortung nicht hinterher.
Im Abschnitt Zusätzliche Funktionen in den Kurseinstellungen könne Sie die Neuigkeiten aktivieren. Danach lässt sich im gleichnamigen Unterreiter der Einstellungen die Timeline einschalten. Dort können Sie auch direkt aktuelle Ankündigungen für die Teilnehmer*innen hineinschreiben.
Lernstandskontrolle geschieht bei diesem Lehrformat zwar implizit und forwährend, Lehrende sollten bei reiner Online-Durchführung einige Faktoren bedenken:
  • Häufige Webex-/Virtual-Classroom-Sitzungen (ggf. in zahlreichen Veranstaltungen) sind für alle Beteiligten anstrengend, der Lerneffekt bei Student*innen dürfte im Laufe des Semester rapide sinken.
  • Sie können nicht bei allen Teilnehmer*innen von einem durchgehend hohen technischen Standard ausgehen; nicht jede(r) Student*in verfügt über daheim über einen schnellen Internetanschluss und/oder Endgeräte der neuesten Generation.
  • Verschiedenste Aspekte fortgesetzter sozialer Isolation in Folge der aktuellen COVID-19-bedingten Gesamtsituation machen das Lernen für Student*innen ggf. erheblich schwieriger als zu ›normalen‹ Präsenzzeiten.
Passen Sie Anforderungen und auch Bearbeitungszeiten daher bedarfsgerecht an und experimentieren Sie ggf. mit asynchronen Formaten als Alternative zu einem reinen Live-Übungsbetrieb.
Die wichtigesten ILIAS Objekte, um die Lernstände abzufragen sind:
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Darstellung von Daten in einer tabellarischen Form. Beispielsweise als Vorgabe einer Eingabemaske zur Protokollierung von Tätigkeiten der Kursmitglieder. Rechteverwaltung nach Kategorie Tutor, Administrator und Kursmitglied mit Attributen „Eintragen“, „Anzeigen“, „Inhalt bearbeiten“.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie eine Datensammlung in ILIAS erstellen können:

>> ILIAS Anleitung zum Datensammlung
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Hier finden Sie eine offizielle Anleitung von ILIAS wie Sie ein Wiki in ILIAS erstellen können:

>> ILIAS Anleitung zum Wiki

Didaktische Grundbausteine

Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
In Seminaren ändert sich die Rolle des Lehrenden vom Inputgeber in Richtung Moderator. Dieses Format lebt von der Interaktion und dem inhaltlichen Austausch zwischen allen Beteiligten. Dies auf ein digitales Szenario zu übertragen ist eine Herausforderung. Die Aufgabe der Lehrperson ist es, die Grundlage für den inhaltlichen Austausch zu schaffen, indem sie Materialien auf ILIAS zur Verfügung stellt. Eine klare Anleitung, wie mit den Materialien gearbeitet werden soll, wie das Endergebnis aussehen soll und was von den Studierenden erwartet wird, ist wichtig.
Lehrziele (Learning Outcomes) werden als zukünftige, beobachtbare Handlungen der Studierenden formuliert, z.B. "Die Studierenden können die Merkmale demokratischer und diktatorischer Staaten benennen und auf ausgewählte westliche Staaten anwenden. Sie vergleichen einzelne Staaten hinsichtlich ihrer Regierungsformen." Der wesentliche Nutzen von Lehr-/Lernzielen im digitalen Szenario ist die klare Verständigung über die Ziele der Lehrveranstaltung. Die Prüfung sollte die geforderte Kompetenz der Studierenden sichtbar machen und die Gestaltung der Lehrimpulse auf die Zielerreichung ausgerichtet sein. Lehrziele sind ein Kommunikationsmittel und eine Lernhilfe!
Handreichung Lernziele formulieren
Ein guter Impuls für anschließendes, studentisches Lernen, sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Er sollte aus einer Einleitung (ca. 2–5 Min.), einem Hauptteil und einem Ende (ca. 2–5 Min.) bestehen und jeweils auf die größeren Zusammenhänge des Seminars verweisen. Dieser Impuls kann ein Vortrag sein, aber auch andere Formen annehmen. Idealerweise fordert er die Studierenden im Anschluss zu einer konkreten Lerntätigkeit auf, die der eigenständigen Verarbeitung der gerade neu eingeführten Inhalte dient. Diese Lerntätigkeiten sollten tendenziell auf die Prüfung ausgerichtet sein, aber natürlich muss nicht alles geprüft werden, was auch behandelt wird.
Handreichung Didaktischer Dreischritt
Sofern Sie eine Präsentation anfertigen oder einen Vortrag aufzeichnen, können einige einfache Prinzipien dabei helfen, die Auffassung der Inhalte durch die Studierenden zu erleichtern.
Sechs Prinzipien der Visualisierung
Gestaltung von PowerPoint-Folien
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie die Studierenden unterstützen, die Ziele des Seminars zu erreichen?
Um Lernen zu ermöglichen, ist es hilfreich, wenn Sie für inhaltliche und formale Fragen einzelner Studierender zur Verfügung stehen. Da Studierende von den Fragen anderer profitieren, bietet es sich an, über das Forum Fragen zu stellen und zu beantworten. Aber auch die Chat-Funktion für eine synchrone Kommunikation unterstützt die Studierenden. Damit die Studierenden Arbeitsgruppen bilden können, steht auf ILIAS die Funktion Gruppe mit verschiedenen Werkzeugen (Mailverteiler, Foren, Chats etc.) zur Verfügung. Unerlässlich ist es, um Interkation auch zwischen den Studierenden zu ermöglichen, dass die Studierenden nicht in der Anonymität verschwinden, sondern miteinander in Kontakt gebracht werden.
Im digitalen Lehrformat erfolgen die Anweisungen überwiegend asynchron, virtuell und vergleichsweise anonym. Im Gegensatz zur Präsenzlehre ist es daher umso wichtiger, dass Aufgaben und Lernaktivitäten klar und unmissverständlich kommuniziert werden. Verbinden Sie daher jede Arbeitsaufgabe oder jede Anregung mit einer klaren Anweisung:
  1. Wer ist durch die Aufgabe angesprochen?
  2. Was soll gemacht werden?
  3. Mit wem wird zusammengearbeitet?
  4. Welche Zeit steht zur Verfügung oder ist vorgesehen?
  5. Welches Ergebnis wird erwartet?
  6. Wie wird mit dem Ergebnis weitergearbeitet; wozu dient es?
Anleiten von Arbeitsaufträgen
Ein Seminar lebt von direkter Kommunikation, die im rein digitalen Lehrformat nicht möglich ist. Dennoch gibt es Möglichkeiten zur Kollaboration. Studierende können sich in kleinen Gruppen direkt über Inhalte austauschen (z.B. Webex), sie können gemeinsam an einem Produkt arbeiten (z.B. ILIAS Wiki, gemeinsame Hausarbeiten, Essays etc.) und Ergebnisse letztlich auch digital kommunizieren (z.B. ein aufgezeichnetes Referat oder eine animierte Präsentation). Zentral ist die Klarheit über die erwarteten Ergebnisse und Arbeitsweisen, denn auf weiten Strecken liegt die Lerntätigkeit in Eigenverantwortung. Um einer lernhinderlichen Selbstüberlassung vorzubeugen, sollten Lehrende als BeraterInnen leicht erreichbar sein.
Die Tätigkeiten, zu denen Sie Ihre Studierenden über virtuelle, inhaltliche Impulse und Aufgaben anhalten wollen, sollten direkt auf die Lehr-/Lernziele bezogen werden. Wenn Sie möchten, dass Studierende die Inhalte nicht nur oberflächlich bearbeiten, dann sollten Sie Aufgaben formulieren, die zu anderen Tätigkeiten anleiten (z.B. selbst recherchieren oder ein Essay verfassen). Das hat auch einen Fairnessaspekt, denn nur solche Tätigkeiten, die von den Studierenden auch transparent verlangt werden, sollten in der Prüfung gefordert sein. Zwischen den virtuellen Impulsen, den Arbeitsaufgaben, den Lerntätigkeiten der Studierenden und der Prüfung sollte also ein Gleichgewicht bestehen.
Welche digitalen Tools unterstützen Sie dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) zwischen Ihnen und den Studierenden zu ermöglichen? Durch welche Tools ermöglichen Sie den Studierenden untereinander fachlich zu kommunizieren?
Die Kommunikation sowohl über die Inhalte als auch über das Lernen an sich hilft den Studierenden sich trotz des im Vergleich zur Präsenzlehre eher anonymen Szenarios motiviert zu bleiben. Bieten Sie verschiedene Möglichkeiten an, wie Studierende Sie erreichen können (Webex, E-Mail, ILIAS-Forum und -Chat). Tragen Sie außerdem Sorge dafür, dass die Studierenden untereinander im Gespräch bleiben und Lerngruppen bilden.
Mit- und untereinander zu lernen stellt ein großes Potential für den Lernerfolg dar. Neben der Möglichkeit, sich virtuell in Lerngruppen für den direkten Austausch zu versammeln oder Fragen im Forum asynchron zu diskutieren, können Peer-Verfahren auch konkreter und stärker formalisiert verwendet werden. Die Herausforderung besteht hierbei in der Organisation der Peers, beispielsweise von Paaren aus Feedbackgeber und Feedbacknehmer. ILIAS bietet grundsätzlich viele Möglichkeiten dies zu koordinieren.
  1. Peer-Feedback: Sie organisieren die Bearbeitung von Aufgaben und Lerneinheiten so, dass alle Studierenden z.B. zwei anderen KommilitonInnen schriftlich Feedback zu den Ergebnissen geben.
  2. Peer-Review: Sie regen Studierende dazu an, dass man sich wechselseitig Arbeitsaufgaben korrigiert und zum Beispiel vor einer Pflichtabgabe wechselseitige Reviews schreibt. Reviews an KommilitonInnen können auch selbst wiederum Pflichtabgaben sein.
  3. Peer-Grading: Sie koordinieren eine anonymisierte Notenvergabe unter Studierenden. Der Lerneffekt ist insbesondere dann gegeben, wenn die Studierenden die tatsächlichen Bewertungsschemata bekommen und sozusagen aus der Sicht von Lehrenden auf die Zwischenleistungen oder Übungsaufgaben ihrer KommilitonInnen blicken.
Peer-Feedback-Broschüre
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch Ihre Studierenden ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Da die wöchentlichen Seminartreffen wegfallen und der Kontakt zu den Studierenden schwerer herzustellen ist, wird eine Lernstandskontrolle umso wichtiger. So signalisieren Sie den Studierenden, dass Sie sie nicht alleine lassen und als Ansprechpartner und Experte zur Verfügung stehen. Die Lernstandskontrolle kann neben fachlichen Fragen im Seminar vor allem auch den Arbeitsprozess betreffen. Was brauchen die Studierenden, um gut alleine oder in virtuellen Gruppen zusammenarbeiten zu können? Wie können Sie als Lehrperson dabei unterstützen? Wie schätzen sie den eigenen Arbeitsfortschritt und die Zusammenarbeit ein? Dies sind hilfreiche Fragen, anhand derer Sie bei Bedarf nachsteuern können.
Zeitnahes Feedback zu Studienleistungen ist wichtig für den Lernerfolg. Digitale Medien bieten hierzu eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben Tests und Übungen in ILIAS können auch Foren dazu genutzt werden, die größten Schwierigkeiten der Studierenden oder deren größten Sorgen bei der Prüfungsvorbereitung zu erfragen und somit sichtbar zu machen. Die Ausgabe von Lösungsblättern zu prüfungsnahen Aufgaben ermöglichen die Selbstbeurteilung. Auch können Umfragen hervorragende Mittel sein, um mehr über den Lernstand zu erfahren.
Das Sichtbarmachen von Lernständen ist eine ganz zentrale Methode:
  1. Lehrende können sich rückversichern, ob es Studierenden in den Gruppen- und Selbstlernphasen gelingt die Aufgaben mit Blick auf die Lehrziele zu bearbeiten oder ob es inhaltliche sowie formale Verständnisschwierigkeiten gibt.
  2. Studierende können sich selbst an Maßstäben messen, die Lehrende anlegen und die auch das Prüfungsniveau fair abbilden (strukturelles Wissen über den eigenen Wissensstand).
  3. Die gesamte Studierendengruppe erhält einen sichtbaren Eindruck davon, welche Probleme häufig sind und wo der eigene Leistungsstand einzuordnen ist. Das gibt Handlungssicherheit für das eigene Lernhandeln und entlastet auch, denn meistens sind Studierende mit ihren Problemen nicht allein.
Wenn Sie im Verlauf oder am Ende des Semesters von Studierenden schriftliche Leistungen einfordern (z.B. Protokolle, Essays, Konspekte oder Hausarbeiten), können Sie Studierenden anbieten, eine Vorab-Version oder die Gliederung zu kommentieren. Das verschafft beiden Seiten Sicherheit, ob die Arbeit in die richtige Richtung geht.

Als Classroom Assessment Techniques lässt sich das Prinzip der Sichtbarmachung auch verallgemeinern und auf andere Lernprozesse ausweiten.
Classroom Assessment Techniques

Praxisbeispiele

„Ich habe bereits in der Vergangenheit gemischte Präsenz- und Remote-Teilnahme an einem mathematischen Seminar ermöglicht, beispielsweise bei Studierenden, die parallel auf der Ferienakademie waren. In der Praxis war ein Aufbau mit zwei Laptops vollkommen ausreichend: Mit einem wurde mittels Videokonferenz der Blickkontakt zwischen den "Standorten" sichergestellt, und auf dem anderen habe ich die Folien der remote Vortragenden per Beamer gezeigt. Die Regieanweisungen ('Bitte nächste Folie') sorgten stellenweise für Schmunzeln, der Vortrag und die Diskussion waren aber ohne Schwierigkeiten möglich. Bei 10 Studierenden reichte sogar der etwas blechern tönende Laptop-Lautsprecher.“

—Mathematik
„Wir haben für insgesamt drei Proseminare (ca. 80 Studierende) in zwei Modulen insgesamt 23 Lerneinheiten erarbeitet. Jede der 23 Lerneinheiten enthält Videos, vertonte Präsentationen, Handouts, Pflichtlektüre, weitere Literaturempfehlungen sowie mindestens einen oder manchmal auch zwei Arbeitsaufträge, die mit Tests oder Uploads (inkl. Feedbackschleifen) abgeschlossen werden müssen. Sprechstunden werden via Webex angeboten. Alle Lerneinheiten können völlig individuell und nach eigenem Lerntempo absolviert werden. Eine Bindung an feste Sitzungstermine gibt es nicht. Der Aufwand pro Lerneinheit ist im Durchschnitt so gestaltet, dass man pro Woche ein bis zwei Lerneinheiten abarbeiten kann. Der Workload pro Woche liegt je nach Intensivität und natürlich auch den Voraussetzungen zwischen 5-7 Stunden."

—Christian Winkle und Jonas Scherr, Alte Geschichte
„In einem vergangenen Seminar zur Rolle des Subjekts in der Staatstheorie habe ich Studierende gebeten, die erarbeiteten Inhalte gemeinsam in einem Wiki zu exzerpieren und somit eine Art problemorientiertes Nachschlagewerk selbst zu erstellen. Die theoretischen Ansätze wurden nach Epochen gegliedert und in studentischen Gruppen selbstorganisiert aufbereitet. Jede thematische Gruppe hatte einen Kern von Quellentexten, die ihnen als Startpunkt dienten. Darüber hinaus war es ihnen frei gestellt, weitere Primär- oder Sekundärquellen einzubeziehen.Das Semester war so gegliedert, dass es nach einer ca. einstündigen Einführung in das Seminarkonzept zur Gruppenbildung kam. Anschließend gab es zwei Wochen Zeit für die Eigenorganisation und das Rezipieren der ersten Texte. Dann fanden wöchentlich sogenannte 'Board Meetings' statt, in denen ich mich persönlich mit einer Vertreterin oder einem Vertreter aus allen Gruppen getroffen habe. Dort wurden zentrale Probleme diskutiert und ich konnte als Lernberater unterstützen. Die Dokumentationsfunktion des Wiki diente als Nachweis der individuellen Bearbeitung. So konnte am Ende auch eine individuelle Benotung erfolgen.“

—Thorsten Braun, Soziologie

Aufruf an Dozent*innen

Wir suchen gelungene Beispiele für die Digitalisierung von Lehre – aus dem Sommersemester 2020, aber selbstverständlich auch davor und darüber hinaus. Haben sie ein erfolgreiches Beispiel? Dann erzählen Sie uns bitte kurz davon. Am besten in unserem Lehrformate-Forum. Dort finden Sie auch bereits ein Beispiel.

Beratung und Support

Haben Sie Fragen hierzu? Benötigen Sie Beratung und Support?
Wir laden Sie herzlich ein, sich im Forum Digitale Lehre im Sommersemester 2020 mit uns und anderen Kolleginnen und Kollegen aus der Lehre auszutauschen.
Oder Sie schreiben uns eine E-Mail:

Feedback zu den digitalen Lehrformaten

Wir werden diese Übersicht fortwährend erweitern und verbessern. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Bitte schreiben Sie uns: elearning@tik.uni-stuttgart.de