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(Seminaristische) Gruppenübung
- Die Gruppenübungen ist ein interaktives Format, bei dem während der Präsenzzeit die Lerninhalte (je nach Fach an der Tafel) besprochen werden. Häufig bereiten die Studierenden Hausaufgaben vor, die s…
Die Gruppenübungen ist ein interaktives Format, bei dem während der Präsenzzeit die Lerninhalte (je nach Fach an der Tafel) besprochen werden. Häufig bereiten die Studierenden Hausaufgaben vor, die sie in der Übung vorstellen oder gemeinsam bearbeiten. Die Lehrperson, auch in der Person einer Tutorin oder eines Tutors, korrigiert und beantwortet Fragen. (Studentische) Tutor*innen sind häufig als Lernberater*innen präsent.
Während in einigen Gruppenübungen zu Beginn eine Einführung durch die Lehrperson sattfindet, bei der die Aufgabenstellung erläutert wird, wird in anderen Übungen vor allem auf das Bearbeiten der Aufgaben in Kleingruppen gesetzt. Eine weitere Differenzierung kann sein, dass Teilleistungen in Form von Testaten bewertet werden. Teilweise wird votiert, was bedeutet, dass die Studierenden zum Vorrechnen an der Tafel verpflichtet werden.
Vier Schritte zur digitalisierten Lehre
Im Vorfeld aufbereiten bzw. aufzeichnen müssen Sie als Lehrpersonen in der Regel nichts. Die Materialien und beispielsweise Übungsblätter dürften in den meisten Fällen ohnhin bereits in digitaler Form vorliegen.
Aber: Sie können überlegen, ob Sie im Laufe des Semesters ggf. Musterlösungen, durch Sie vorgerechnete Aufgaben oder ergänzende Erklärungen zu manchen Aufgaben als Aufzeichnungen zur Verfügung stellen möchten.
Außerdem sollten Sie in der Vorbereitungsphase davon ausgehen, dass Sie sowohl mit synchronen (via Webex Meetings und Training) als auch mit asynchronen Materialien die Veranstaltung (mit einem Kursforum und Aufzeichnungen durch die Student*innen) durchgeführen werden. Asynchrone Anteile bieten nicht nur allen Beteiligten mehr zeitliche Flexibilität, sondern beugen auch möglichen Bandbreitenproblemen sowie Ungleichheiten bei der Hardwareausstattung der Teilnehmer*innen vor.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert.
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Gestalten Sie beispielsweise einmal Ihre ILIAS-Startseite mit 3 Bereichen (Kommunikation/ Materialien/ Probeklausur) oder im Kacheldesign:
Um den Kurs zu strukturieren, bieten sich Ordner, Objektblöcke (die sich auch gut kombinieren lassen) und Sitzungen an.
Sowohl Ordner als auch Sitzungen lassen sich für eine wochen-/terminbasierte Struktur nutzen. Möchten Sie den Kurs hingegen thematisch strukturieren, sollten Sie auf Ordner (ggf. in Kombination mit Objektblöcken) setzen.
Die Kurs- und Ordner-Seiten selbst lassen sich in die Gestaltung mit einbeziehen.
Für dieses Lehrformat bietet sich u.U. eher eine termin-/wochengebundene Unterteilung an. Über die Option Verfügbarkeit im »Kontextmenü« neben Sitzungen oder Ordnern können Sie diese mit einer zeitlich begrenzten Verfügbarkeit versehen, wenn Übungblätter z.B. in einer bestimmten Frist oder zu einem virtuellen Treffen zur Verfügung stehen sollen.
Ordner werden häufig in ILIAS dazu verwendet, um eine Struktur (wochen- oder themenbasierend) im ILIAS Kurs zu erzeugen. Dadurch wird die Startseite des Kurses übersichtlicher, und Studierende haben einen schnelleren Zugriff auf die relevanten Materialien. Jegliches ILIAS Lernobjekt lässt sich einem Ordner zuordnen und darunter einsortieren. Eine Alternative zum Ordner ist die Sitzung, die aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes nicht mehr verwendet werden sollte.
Einsatzmöglichkeiten
- Dateien zu einem bestimmten Thema gesammelt und übersichtlich anbieten, z. B. Übungsklausuren oder Übungsblätter
Stellen Sie Ihre Inhalte in den Ordnern oder Sitzungen bereit. Die wichtigsten Objekte hierfür sind:
- Datei (für PDF, PowerPoint etc.)
- Mediacast, alternativ Interatives Video (für eigene Video-Dateien)
- Lernmodul ILIAS (für die Darstellung strukturierter Inhalte direkt in ILIAS/im Browser)
- Weblink (für Verweise z.B. auf lizensierte UB-Angebote oder auch Webex-Meeting-Räume)
Vgl. auch unsere Toolbox zu den Werkzeugen in ILIAS.
Mit dem ILIAS-Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Einsatzmöglichkeiten
- Materialien aus der Lehrveranstaltung zur Verfügung stellen (z. B. Folien, Übungen, ...) und zum Download anbieten
Mithilfe von Opencast lassen sich Videoaufzeichnungen einer Vorlesung erstellen. Der Vortrag kann im Hörsaal oder mit Opencast Studio auch am eigenen Computer aufgezeichnet werden. Wir empfehlen kurze, thematische Lehrsequenzen, die den Studierenden strukturiert zum Selbststudium zur Verfügung gestellt werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Einbinden von Vorlesungsaufzeichnungen
- Videos annotieren und analysieren
Viel eher als bei anderen Lehrformaten mit größerer Teilnehmerzahl kann Cisco Webex Meetings ein wichtiges Werkzeug für die Durchführung virtueller Treffen sein.
Wichtig beim Einsatz von Webex sind klare Regeln für alle Teilnehmer*innen und eine ggf. aktive Moderation. Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon z.B. in der Regel besser stumm schalten. Und ohne ein Headset gibt es oft Probleme mit Hall und Echos; es reicht aber meist ein ganz einfaches Headset, wie bei Smartphone mitgeliefert wird.
Gerade für Studierende, die einen komplexen Zusanmenhang verdeutlichen möchten wie z.B. etwas vorrechnen, ist die Verwendung des Smartphone für die Webex-Sitzung ggf. eine einfache Möglichkeit dies zu tun: Statt an der Tafel schreibt man mit einem Stift auf Papier, auf das man die Kamera das Smartphone richtet. – Die Kameras von Smartphones sind den Webcams der meisten Computer weiter überlegen und ein Client für Webex Meetings ist sowohl für iOS als auch Android in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Virtual-Classroom-Sitzungen, egal ob mit Webex oder einem anderen, vergleichbaren Werkzeug, sind für alle Beteiligten sehr anstrengend. Sie sollten daher in Erwägung ziehen, die Zahl der Live-Sitzungen zu reduzieren und die Teilnehmer*innen ggf. einmal im Semester über eine Aufzeichnung vorrechnen zu lassen, die über eine Übung eingereicht werden können.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommikation mit den und Einbindung der Student*innen bietet sich zu allererst das Forum an, dass viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.
Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln.
Bei diesem Veranstaltungstyp können Sie neben einem Kursforum für Fragen z.B. noch ein weiteres Forum zur Lerngruppenfindung anbieten. Eine Vorschlag für einen Einstiegstext dazu finden Sie hier:
Liebe Studierende,
in diesem Forum haben Sie – als optionales Angebot – die Möglichkeit, untereinander eigenständig Lerngruppen zu dieser Lehrveranstaltung zu gründen, zu suchen und zu finden.
Wenn Sie sich gefunden haben, können Sie für Ihre Lerngruppe als Austauschplattform auch eine Arbeitsgruppe im studentischen Bereich im Magazin von ILIAS einrichten. Auf diese Kategorie haben wir Lehrenden übrigens grundsätzlich keinen Zugriff – es sei denn, Sie laden uns explizit in Ihre ILIAS-Gruppe ein.
So richten Sie eine Gruppe ein:
- Öffnen Sie (z.B. in einem neuen Browsertab) den »Studentischen Bereich« (<https://ilias3.uni-stuttgart.de/goto_Uni_Stuttgart_cat_1250.html>).
- Klicken Sie dort auf die Schaltfläche »Neues Objekt hinzufügen« und auf die einzige Option, »Gruppe«.
- Geben Ihrer der Gruppe einen sinnvollen Namen.
- Als Typ ist die »Standardgruppe« in der Regel die richtige Wahl.
- Nach dem Anlegen finden Sie sich im Einstellungen-Reiter der Gruppe wieder. Hier können Sie ggf. den Gruppenbeitritt anders einstellen. »Direkter Beitritt« ist standardmäßig ausgewählt.
- Andere Mitglieder Ihrer Lerngruppe können Sie über den gleichnamigen Reiter der Gruppe direkt hinzufügen.
- Wenn Sie hier im Forum auf eine bestehende Gruppe verweisen möchten, nutzen Sie dazu bitte den »Link zu dieser Seite« vom Seitenfuß des Inhalts-Reiters oder vom Info-Reiter der Gruppe (und nicht den Link aus der Adressliste Ihres Browsers).
Bitte gehen Sie in diesem Forum respektvoll miteinander um – und mißbrauchen es nicht für Zwecke jenseits dieser Lehrveranstaltung.
Darüber hinaus werde ich mich / werden sich meine Kolleginnen und Kollegen und ich hier weitgehend heraushalten.
Sollten Sie eine Lerngruppen suchen, aber keine finden, sprechen Sie mich / uns direkt an (z.B. per Mail) – wir unterstützen Sie!
Viel Erfolg und frohen Wissenszuwachs!
Das ILIAS-Objekt Übung dient für aufgabenbasierte Abgaben, vor allem von Dateien. Innerhalb einer Übung können mehrere, ggf. mit jeweils eigenem Start- und Abgabedatum versehene Aufgaben gestellt werden. Alle Abgaben lassen sich von den Lehrenden am Ende gesammelt herunterladen. Außerdem erlaubt die Übung Feedback sowohl durch die Lehrenden als auch in Form von Peer-Feedback und verfügt über einen Team-Modus. Und sie kann so konfiguriert werden, dass die Abgaben wahlweise nach Ablauf der Abgabefrist für alle Kursteilnehmer*innen einsehbar werden.
Die Übung eignet sich auch, aufgezeichnete Vorrechnungen von Studierenden einzusammeln und so u.U. die Zahl von Live-Sitzungen in Webex zu reduzieren.
Student*innen können dabei, außer auf Hörsaal-Aufzeichnungen, u.a. auf alle an der Uni Stuttgart angebotenen Aufzeichnungswerzeuge zurückgreifen.
Für die synchrone Kommunikation Ihnen in ILIAS auch das Objekt Chatraum zur Verfügung.
Wichtig: Vor allem Textchats funktionieren am besten mit einer kleineren Zahl von Teilnehmern. Ansonsten wird es für alle Beteiligten sehr anstrengend, Fragen gehen unter und Sie kommen bei der Beantwortung nicht hinterher.
Im Abschnitt Zusätzliche Funktionen in den Kurseinstellungen könne Sie die Neuigkeiten aktivieren. Danach lässt sich im gleichnamigen Unterreiter der Einstellungen die Timeline einschalten. Dort können Sie auch direkt aktuelle Ankündigungen für die Teilnehmer*innen hineinschreiben.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Der ILIAS Chat dient zur synchronen Kommunikation und unterscheidet sich nicht wesentlich zu allgemein bekannten Chatsystemen. Die Teilnehmer können sich über eine Texteingabe mit anderen austauschen und der Dozent kann im Nachgang den Chat exportieren. Der Chat bietet nicht so viele Funktionen (senden von Bildern, Videos. etc.) wie heutzutage bekannte Messenger wie WhatsApp.
Einsatzmöglichkeiten
- direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern
Lernstandskontrolle geschieht bei diesem Lehrformat zwar implizit und forwährend, Lehrende sollten bei reiner Online-Durchführung einige Faktoren bedenken:
- Häufige Webex-/Virtual-Classroom-Sitzungen (ggf. in zahlreichen Veranstaltungen) sind für alle Beteiligten anstrengend, der Lerneffekt bei Student*innen dürfte im Laufe des Semester rapide sinken.
- Sie können nicht bei allen Teilnehmer*innen von einem durchgehend hohen technischen Standard ausgehen; nicht jede(r) Student*in verfügt über daheim über einen schnellen Internetanschluss und/oder Endgeräte der neuesten Generation.
- Verschiedenste Aspekte fortgesetzter sozialer Isolation in Folge der aktuellen COVID-19-bedingten Gesamtsituation machen das Lernen für Student*innen ggf. erheblich schwieriger als zu ›normalen‹ Präsenzzeiten.
Passen Sie Anforderungen und auch Bearbeitungszeiten daher bedarfsgerecht an und experimentieren Sie ggf. mit asynchronen Formaten als Alternative zu einem reinen Live-Übungsbetrieb.
- E-Portfolios
- Datensammlungen
- Wikis
- Übungen
Didaktische Grundbausteine
Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
Während der seminaristischen Gruppenübung ist die Lehrperson zwar Experte bzw. Expertin für die Inhalte, jedoch sind es die Studierenden, die z.B. an der Tafel Aufgaben vorrechnen und sich zu den Fachinhalten austauschen. Die Lehrperson hält sich eher im Hintergrund, achtet vor allem auf den Rahmen und greift bei Bedarf steuernd ein. Tutorinnen und Tutoren erfüllen also Moderations- oder Beratungsaufgaben. Beispielsweise organisieren sie die studentischen Vorträge, geben Feedback oder helfen in Einzel- oder Gruppengesprächen bei Schwierigkeiten weiter. In einigen Gruppenübungen geht die Beratung jedoch auch darüber hinaus, etwa wenn Klausurstrategien oder die Bewältigung des Studiums allgemein Thema werden. Auch im digitalen Szenario ist es die Aufgabe der Lehrperson, Lernmaterialien zur Verfügung zu stellen, Hilfestellungen zu geben und, wenn nötig, korrigierend einzugreifen.
Insbesondere schriftliche Kommunikation ist anfällig für Missverständnisse und Schieflagen. Daher empfiehlt es sich gerade auch in Foren oder Chats wertschätzendes Feedback zu geben und entsprechende Regeln zu beachten, damit Feedback angenommen werden kann:
- Feedback nur dann geben, wenn es gewollt ist. Im Zweifelsfall Feedback besser persönlich geben und nicht öffentlich (Forum). Zu Beginn sollte mit Studierenden vereinbart werden, dass Feedback zu Fragen oder Aufgaben für alle zugänglich ist.
- Feedback subjektiv, aus der Ich-Perspektive, formulieren und generalisierte Aussagen („man macht das so nicht“) vermeiden. Wenn es sich um objektive Maßstäbe handelt (falsch/richtig), gilt es wertneutral auf die Gründe für falsche Ergebnisse oder schlechte Leistungen zu verweisen.
- Feedback am besten konkret geben, nicht verallgemeinert. Im digitalen Format sind unter Umständen links zu Quellen und Materialien direkt verknüpfbar, an denen weiter gelernt werden kann.
- Feedback sollte auch positive Dinge hervorheben und nicht nur auf Negatives beschränkt sein.
Ein zentraler Aspekt von Gruppenübungen ist oft (aber nicht immer) die Korrektur von freiwilligen oder verpflichtenden Übungsaufgaben, die von den Studierenden bearbeitet und von Tutorinnen und Tutoren bearbeitet werden. Dieses Szenario lässt sich in ILIAS durch die Vergabe von entsprechenden Rollen unterstützen. Tutor*innen können dann eingereichte Abgaben sichten und Dateien mit Feedback hochladen.
In größeren Veranstaltungen, bei denen mehrere Übungsgruppen mit meist identischem Inhalt angeboten werden, ist eine Koordination zwischen den einzelnen Tutor*innen bei der digitalen Lehre besonders wichtig. Eine regelmäßige Tutorenbesprechung, unter Beteiligung der Lehrenden, kann helfen, Beobachtungen zum Lernstand zu aggregieren, insbesondere, da Studierende bevorzugt Probleme zunächst bei Tutor*innen ansprechen.
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie die Studierenden unterstützen die Ziele der Gruppenübung und der zugehörigen Lehrveranstaltungen zu erreichen?
Das Ziel ist es, dass Studierende ihr Wissen selbstständig anwenden und vertiefen. Je nach Ausgestaltung der seminaristischen Gruppenübung werden Aufgaben im Vorfeld der Gruppenübung als Hausaufgabe vorbereitet und in der Sitzung besprochen und vertieft oder die Erarbeitung findet während der Sitzung statt.
Lernvorlieben von Studierenden unterscheiden sich. Manche Studierende bevorzugen es alleine zu arbeiten, andere tun sich in Kleingruppen zusammen. In beiden Fällen bedarf es einer Ansprechperson, die bei Fragen zur Verfügung steht oder Denkanstöße gibt. Um quasi auch digital präsent zu sein, empfiehlt es sich daher Räume zu schaffen, wo sich sowohl Studierende als auch die Lehrperson zur Gruppenübungszeit treffen.
Im digitalen Lehrszenario sollten Sie versuchen auch Studierende, die eher ein Lernen im Selbststudium präferieren, in Gruppenaktivitäten einzubinden. Es muss zumindest sichergestellt sein, dass niemand verloren geht, weil Kommunikationshürden bestehen. Auch Selbstlerner können und sollten sich regelmäßig über ihren Lernstand versichern. Sie können als Lehrperson etwa regelmäßig zur Reflexion des eigenen Lernstandes anregen und entsprechende Aufgaben anbieten.
Im digitalen Format ist es das Ziel eine virtuelle Situation zu schaffen, die gemeinsames Lernen der Studierenden und die Beratung durch TutorInnen erlaubt. Die Aufgabe des Lehrenden ist es in der ersten Gruppenübung den Studierenden zu ermöglichen Lerngruppen zu bilden. Dafür steht auf ILIAS die Funktion "Gruppe" zur Verfügung. Durch die eher geringe Teilnehmerzahl können synchrone Verfahren, wie Webex oder Chats, funktionieren. Der Einsatz von Foren kann parallel erfolgen. So können Probleme mit Übungsaufgaben im Forum gesammelt werden und zu einem fixen Termin gibt der Tutor in Webex gezielte Antworten auf die wichtigsten Probleme. Nachrangige und sehr individuelle Probleme können im Forum oder synchronen Gesprächen (Sprechstunden) bearbeitet werden, sofern es die Ressourcen zulassen. Auch die Möglichkeit eines geteilten Desktops (Webex) kann es TutorInnen erlauben, zentrale Probleme live und für alle sichtbar im Detail zu erläutern.
Wie kaum ein anderes Format setzt die Gruppenübung an der Schnittstelle zwischen Präsenz- und Selbstlernen an. Sie unterstützt Studierende dabei, ihren eigenen Lernprozess zu reflektieren und zu steuern. Da im virtuellen Lehrformat der persönliche Kontakt stark beschnitten ist, sollte große Aufmerksamkeit auf die erfolgreiche Kommunikation gelegt werden. Lehrende in den Gruppenübungen können regelmäßig zur Reflexion auf das eigene Lernverhalten („Wie lernt ihr am besten? Wie gut geht es voran? Wie gut fühlt ihr euch vorbereitet?“) oder Lernhindernisse („Was bereitet die größten Probleme?“) anregen. Motivation ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die soziale Eingebundenheit kann durch Chat und Videokonferenz sowie verlässliche und respektvolle Kommunikation im Forum erhöht werden. Manchen Studierenden hilft es auch, konkrete Pflichttermine zu haben, auf denen sie hinarbeiten müssen (z.B. das Votiersystem). Auch das lässt sich durch Übungen in ILIAS umsetzen.
Anregungen zu Motivationsbedingungen
Welche digitalen Tools unterstützen Sie und Ihre Studierenden dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) untereinander zu ermöglichen? Durch welche Tools ermöglichen Sie den Studierenden untereinander fachlich zu kommunizieren?
Durch den Wegfall der face-to-face Interaktionen ist es schwerer den Kontakt zu den Studierenden herzustellen. Da dieser aber Kernbestand der seminaristischen Gruppenübung ist, bedarf es Alternativen. Durch erhöhte Präsenz im Forum Ihrerseits und vor allem durch das aktive Bilden von Lerngruppen können Sie dies etwas auffangen. Setzen Sie das Zeitfenster Ihrer Gruppenübung als verbindlichen Termin, zudem Sie ansprechbar sind und sich per Webex oder ILIAS-Chat mit den Studierenden in Verbindung setzen.
Mit- und untereinander zu lernen stellt ein großes Potential für den Lernerfolg dar. Neben der Möglichkeit, sich virtuell in Lerngruppen für den direkten Austausch zu versammeln oder Fragen im Forum asynchron zu diskutieren, können Peer-Verfahren auch konkreter und stärker formalisiert verwendet werden. Die Herausforderung besteht hierbei in der Organisation der Peers, beispielsweise von Paaren aus Feedbackgeber und Feedbacknehmer. ILIAS bietet grundsätzlich viele Möglichkeiten dies zu koordinieren.
- Peer-Feedback: Sie organisieren die Bearbeitung von Aufgaben und Lerneinheiten so, dass alle Studierenden z.B. zwei anderen KommilitonInnen schriftlich Feedback zu den Ergebnissen geben.
- Peer-Review: Sie regen Studierende dazu an, dass man sich wechselseitig Arbeitsaufgaben korrigiert und zum Beispiel vor einer Pflichtabgabe wechselseitige Reviews schreibt. Reviews an KommilitonInnen können auch selbst wiederum Pflichtabgaben sein.
- Peer-Grading: Sie koordinieren eine anonymisierte Notenvergabe unter Studierenden. Der Lerneffekt ist insbesondere dann gegeben, wenn die Studierenden die tatsächlichen Bewertungsschemata bekommen und sozusagen aus der Sicht von Lehrenden auf die Zwischenleistungen oder Übungsaufgaben ihrer KommilitonInnen blicken.
Peer-Feedback-Broschüre
Austausch- und Kooperationsmöglichkeiten in der Online-Lehre aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch Ihre Studierenden ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Formatives Feedback, also die fortlaufende Rückmeldung zum eigenen Lernstand, ist wichtiger Bestandteil der seminaristischen Gruppenübung. Durch die gemeinsame Bearbeitung von Aufgaben und die Unterstützung durch die Lehrperson (oft studentische Tutor*innen) erhalten die Studierenden unmittelbares Feedback. Die Gruppe motiviert unter Umständen trotz Schwierigkeiten an einer Aufgabe dran zu bleiben. Damit dies auch im digitalen Format gelingen kann, sollten Sie sich regelmäßig über die Arbeit in den Kleingruppen informieren und die Studierenden auch bei Schwierigkeiten den Arbeitsprozess betreffend, unterstützen. Musterlösungen, die im Chat oder per Webex besprochen werden, können auf der Inhaltsebene hilfreich sein, noch zielführender ist jedoch Studierende in Webex-Meetings durch das Teilen von Inhalten ihre eigenen Ergebnisse vorstellen und diskutieren zu lassen.
Da Gruppenübungen oft begleitend für Großvorlesungen stattfinden, sind Sie beim Einholen einzelner Lernstände auf die enge Zusammenarbeit mit Tutor*innen angewiesen. Die Lernstandskontrollen müssen also auf die Gruppen heruntergebrochen werden. Setzen Sie regelmäßige Gruppenleitertreffen an oder richten Sie eine eigene Gruppe in ILIAS hierfür ein. Auch durch die Bereitstellung von niederschwelligen Lernstandserhebungen (Classroom Assessment Techniques) können Sie ein Fazit aus allen Gruppenübungen ziehen.
Classroom Assessment Techniques
(Seminaristische) Vortragsübung
- Vortragsübungen finden häufig als Großveranstaltungen bis zu 500 Studierenden statt. Abhängig vom Fach besteht der Hauptinhalt im Vorrechnen von Aufgaben an der Tafel oder mit PowerPoint-Unterstützun…
Vortragsübungen finden häufig als Großveranstaltungen bis zu 500 Studierenden statt. Abhängig vom Fach besteht der Hauptinhalt im Vorrechnen von Aufgaben an der Tafel oder mit PowerPoint-Unterstützung, meist durch den Lehrenden, teilweise aber auch durch die Studierenden. Zwischendurch bekommen die Studierenden die Gelegenheit eigenständig Aufgaben zu rechnen. Am Ende der Veranstaltung nutzen Studierende gerne die Möglichkeit mit dem Lehrenden bilateral Fragen zu klären.
Seminaristische Vortragsübungen unterscheiden sich von reinen Vortragsübungen hauptsächlich in der Gruppengröße. Sie finden mit bis ca. 30 Studierenden in Seminar-/Übungsräumen statt. Meistens wird die Aufgabenstellung durch die Lehrperson vorgestellt, Studierende bearbeiten diese selbst, rechnen in Kleingruppen und können Fragen stellen. Der/die Lehrende steht beratend zur Seite und unterstützt bei der Bearbeitung der Aufgaben. Die Lösung der Aufgaben wird im Plenum besprochen und steht meistens zusätzlich digital zur Verfügung.
Vier Schritte zur digitalisierten Lehre
Im Vorfeld aufbereiten bzw. aufzeichnen müssen Sie als Lehrpersonen in der Regel nichts. Die Materialien und beispielsweise Übungsblätter dürften in den meisten Fällen ohnhin bereits in digitaler Form vorliegen.
Aber: Sie können überlegen, ob Sie im Laufe des Semesters ggf. Musterlösungen, durch Sie vorgerechnete Aufgaben oder ergänzende Erklärungen zu manchen Aufgaben als Aufzeichnungen zur Verfügung stellen möchten.
Außerdem sollten Sie in der Vorbereitungsphase davon ausgehen, dass Sie sowohl mit synchronen (via Webex Meetings und Training) als auch mit asynchronen Materialien die Veranstaltung (mit einem Kursforum und Aufzeichnungen durch die Student*innen) durchgeführen werden. Asynchrone Anteile bieten nicht nur allen Beteiligten mehr zeitliche Flexibilität, sondern beugen auch möglichen Bandbreitenproblemen sowie Ungleichheiten bei der Hardwareausstattung der Teilnehmer*innen vor.
Falls doch inhaltliche Beiträge durch den Dozenten benötigt werden, können diese, wie in der Vorlesung beschrieben, durch unterschiedliche Methoden der Aufzeichnungen realisiert werden. Die inhaltlichen Beiträge gestalten sich wesentlich kürzer als bei den Vorlesungen, aber dennoch auch hier der Hinweis auf die detaillierten Anleitungen zu Aufzeichnungenvor allem im Büro/zu Hause in unserem Lernmodul.
Wichtig bei diesem Format ist der interaktive Charakter und, dass den Studierenden die Möglichkeit eines Rückkanals geboten wird, um die Ergebnisse aus Übungen, Referaten, Seminararbeiten, etc. zu sichern und gegebenenfalls neu zu diskutieren.
Unterteilen Sie Ihren Stoff bei Aufnahmen in kurze Themenblöcke von jeweils 10 bis maximal 20 Minuten.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert.
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Gestalten Sie beispielsweise einmal Ihre ILIAS-Startseite mit 3 Bereichen (Kommunikation/ Materialien/ Probeklausur) oder im Kacheldesign:
Um den Kurs zu strukturieren, bieten sich Ordner und Objektblöcke (die sich auch kombinieren lassen) oder Gruppen an, je nachdem, ob Sie einen eher themenorientierten oder terminbezogenen Aufbau bevorzugen oder ob Sie den Student*innen die Gruppenarbeit ermöglichen möchten.
Für dieses Lehrformat bietet sich u.U. eine thematische Unterteilung an bzw. eine Unterteilung nach Gruppen. Mithilfe der Gruppen können Sie und die Student*innen untereinander an Materialien arbeiten oder diese austauschen und miteinander kommunizieren.
Sie können den Student*innen eine Arbeitsplattform in ILIAS zur Verfügung stellen, indem Sie Foren, Wikis, Chats und Etherpads in den Gruppen bereistellen, damit sich die Student*innen mithilfe dieser ILIAS-Objekte austauschen und kollaborieren können.
Über die Option Verfügbarkeit im »Kontextmenü« neben Ordnern können Sie diese mit einer zeitlich begrenzten Verfügbarkeit versehen, wenn z.B. Übungsblätter erst zum Zeitpunkt eines virtuellen Treffen zur Verfügung stehen sollen.
Das ILIAS-Objekt Übung dient für aufgabenbasierte Abgaben, vor allem von Dateien. Innerhalb einer Übung können mehrere, ggf. mit jeweils eigenem Start- und Abgabedatum versehene Aufgaben gestellt werden. Alle Abgaben lassen sich von den Lehrenden am Ende gesammelt herunterladen. Außerdem erlaubt die Übung Feedback sowohl durch die Lehrenden als auch in Form von Peer-Feedback und verfügt über einen Team-Modus. Und sie kann so konfiguriert werden, dass die Abgaben wahlweise nach Ablauf der Abgabefrist für alle Kursteilnehmer*innen einsehbar werden.
Die Übung eignet sich auch, aufgezeichnete Vorrechnungen von Studierenden einzusammeln und so u.U. die Zahl von Live-Sitzungen in Webex zu reduzieren.
Student*innen können dabei, außer auf Hörsaal-Aufzeichnungen, u.a. auf alle an der Uni Stuttgart angebotenen Aufzeichnungswerzeuge zurückgreifen.
Ordner werden häufig in ILIAS dazu verwendet, um eine Struktur (wochen- oder themenbasierend) im ILIAS Kurs zu erzeugen. Dadurch wird die Startseite des Kurses übersichtlicher, und Studierende haben einen schnelleren Zugriff auf die relevanten Materialien. Jegliches ILIAS Lernobjekt lässt sich einem Ordner zuordnen und darunter einsortieren. Eine Alternative zum Ordner ist die Sitzung, die aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes nicht mehr verwendet werden sollte.
Einsatzmöglichkeiten
- Dateien zu einem bestimmten Thema gesammelt und übersichtlich anbieten, z. B. Übungsklausuren oder Übungsblätter
Der ILIAS Chat dient zur synchronen Kommunikation und unterscheidet sich nicht wesentlich zu allgemein bekannten Chatsystemen. Die Teilnehmer können sich über eine Texteingabe mit anderen austauschen und der Dozent kann im Nachgang den Chat exportieren. Der Chat bietet nicht so viele Funktionen (senden von Bildern, Videos. etc.) wie heutzutage bekannte Messenger wie WhatsApp.
Einsatzmöglichkeiten
- direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Gruppen sind prinzipiell wie ILIAS-Ordner, jedoch mit fest zugewiesenen Mitgliedern. Kursmitglieder können verschiedenen Gruppen mit eigenen Inhalten erhalten, z.B. zur gemeinsamen Bearbeitung von Literatur. Gruppe A ließt Literatur A, Gruppe B ließt Literatur B, anschließend gegenseitige Literaturvorstellung.
Einsatzmöglichkeiten
- Bereich für Gruppenarbeiten innerhalb eines Kurses anbieten
- Studierende gemeinsam mit anderen Studierenden arbeiten und kommunizieren sowie Materialien teilen und austauschen lassen
- Kommunikation und Austausch nur innerhalb der eigenen Gruppe ermöglichen (Geschlossene Gruppen)
Der Objekteblock dient zur Gruppierung von ILIAS-Objekten. Mehrere ILIAS-Objekte können unter einem „Block“ zusammengefasst werden. Diese werden dann durch größeren Abstand von anderen Objekten getrennt und erhalten eine Überschrift. So können z.B. wenige Zusatzmaterialien unter dem Block „Zusatzmaterialien“ statt in einem eigenen Ordner aufgeführt werden oder Ordner ine einem Block zusammengefasst werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Bestehende Kursmaterialien in Objektgruppen zusammenfassen und nach Wunsch neu anordnen
- Kurs übersichtlicher gestalten
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Feedback individuell geben, ohne dass andere Studierende im Kurs es sehen
- Reflexion, Recherche, zusammengefasste Wissenssammlung in Dokumenten oder Bildern ermöglichen
- Zentrale Sammelstelle aller Abgaben für eine Aufgabe verwenden
Stellen Sie Ihre Inhalte in den Ordnern oder Sitzungen bereit. Die wichtigsten Objekte hierfür sind:
- Datei (für PDF, PowerPoint etc.)
- Mediacast, alternativ Interatives Video (für eigene Video-Dateien)
- Lernmodul ILIAS (für die Darstellung strukturierter Inhalte direkt in ILIAS/im Browser)
- Weblink (für Verweise z.B. auf lizensierte UB-Angebote oder auch Webex-Meeting-Räume)
Vgl. auch unsere Toolbox zu den Werkzeugen in ILIAS.
Mit dem ILIAS-Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Einsatzmöglichkeiten
- Materialien aus der Lehrveranstaltung zur Verfügung stellen (z. B. Folien, Übungen, ...) und zum Download anbieten
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Mit dem interaktiven Video können Sie zu einem Video folgende Funktionen hinzufügen und dadurch die Interaktivität zwischen Studierenden und Dozenten erhöhen:
Einsatzmöglichkeiten
- Vertiefte Auseinandersetzung mit Videos mithilfe der Frage- und Kommentarfunktion ermöglichen
- Kommentare (nach Personen filterbar, einzelne Stellen oder komplette Passagen im Video)
- Fragen im Video
- Sprungmarken (durch Kommentare, nach Beantwortung einer Frage)
Das ILIAS Lernmodul ist wie ein Buch, mit der Möglichkeit nicht nur Text und Bild sondern auch Audio- und Videoinhalte einzufügen. Dadurch können Sie mit dem Lernmodul Ihre Inhalte multimedial aufbereiten und mit Links zu weiterführenden externen oder internen Materialien verlinken. Es lassen sich auch Fragen in ein Lernmodul einfügen, um das Wissen der Studierenden an einer bestimmten Stelle im Lernmodul zu überprüfen.
Einsatzmöglichkeiten
- Inhalte in "Buchform" mit Kapiteln und Seiten zu einem Thema übersichtlich darstellen
- Inhalte multimedial aufarbeiten
Eigene Erstellung und Veröffentlichung eines Webfeeds. Die Inhalte sind Mediendateien wie Videos oder Audiodateien und es kann zwischen einer Gallerie- oder Listenansicht gewählt werden. Sie können das Herunterladen der Dateien unterbinden und der Zugriff ist wahlweise für ausgewählte Benutzer oder öffentlich möglich.
- Direktes Streamen (Abspielen) von Audio- oder Video-Dateien ermöglichen
Die Weblinks oder mehrere Weblinks, die dann eine Websammlung ergeben, verweisen auf weiterführende Informationen und Materialien im Internet. Eine Websammlung kann thematisch sortiert und strukturiert werden. Neben externen Links zu anderen Webseiten, können auch ILIAS Objekte durch einen Link verknüpft werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Einzelne Links oder ganze Linksammlungen bereitstellen
- Interne Links auf bestimmte Objekte in ILIAS zur Verfügung stellen
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
In dem ersten Schritt der Zusammenarbeit der Student*innen innerhalb von ILIAS und beim Zusammentragen der Ergebnisse aus den Arbeitsphasen, können Sie im ILIAS-Kurs mehrere Gruppen für die Student*innen anlegen. In den Gruppen können Sie für die Student*innen Foren, Wikis oder beispielsweise ein Etherpad anlegen, damit diese zusammenarbeiten und diskutieren können.
Um dann in einem nächsten Schritt gezielt und gebündelt aus den Arbeitsgruppen wieder eine Rückmeldung zu erhalten empfiehlt sich die Übung in ILIAS (hier ist auch ein Peer-Review unter den Student*innen möglich). In der Basisfunktion stellt die Übung eine 1 zu 1 Kommunikationen zwischen Dozent*innen und Student*innen dar, durch Peer-Review und Veröffentlichung der Ergebnisse für alle Teilnehmer im Nachhinein, lassen sich die Ergebnisse aus der Übung auch für alle Teilnehmer öffnen.
Sie können auch bei kleineren Seminaren Online-Meetings organisieren und hierfür Webex Meetings verwenden, um Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen zu erhalten und um mit den Student*innen synchron zusammenzuarbeiten. So können Sie in Webex Meetings gemeinsam einen Film schauen, eine Datei ansehen (leider nicht gemeinsam bearbeiten – hierfür bietet sich dann wieder Etherpad oder ein Conceptboard an), den Computer teilen oder auf einem Whiteboard zeichnen und schreiben.
In Webex Training können Sie ebenfalls Online-Meetings durchführen. Mithilfe von Webex Training und Webex Meeting können Sie online größere Gruppen in kleinere Gruppen aufteilen und mit sogenannten Break-out Räumen (Teilgruppen-Sitzungen) den Student*innen eigene online Arbeitsräume zur Verfügung stellen und dadurch online Gruppenarbeiten mit den Student*innen durchführen.
Anleitungen zu Webex Trainings
Viel eher als bei anderen Lehrformaten mit größerer Teilnehmerzahl kann Cisco Webex Meetings ein wichtiges Werkzeug für die Durchführung virtueller Treffen sein.
Wichtig beim Einsatz von Webex sind klare Regeln für alle Teilnehmer*innen und eine ggf. aktive Moderation. Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon z.B. in der Regel besser stumm schalten. Und ohne ein Headset gibt es oft Probleme mit Hall und Echos; es reicht aber meist ein ganz einfaches Headset, wie bei Smartphone mitgeliefert wird.
Gerade für Studierende, die einen komplexen Zusanmenhang verdeutlichen möchten wie z.B. etwas vorrechnen, ist die Verwendung des Smartphone für die Webex-Sitzung ggf. eine einfache Möglichkeit dies zu tun: Statt an der Tafel schreibt man mit einem Stift auf Papier, auf das man die Kamera das Smartphone richtet. – Die Kameras von Smartphones sind den Webcams der meisten Computer weiter überlegen und ein Client für Webex Meetings ist sowohl für iOS als auch Android in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Virtual-Classroom-Sitzungen, egal ob mit Webex oder einem anderen, vergleichbaren Werkzeug, sind für alle Beteiligten sehr anstrengend. Sie sollten daher in Erwägung ziehen, die Zahl der Live-Sitzungen zu reduzieren und die Teilnehmer*innen ggf. einmal im Semester über eine Aufzeichnung vorrechnen zu lassen, die über eine Übung eingereicht werden können.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommikation mit den und Einbindung der Student*innen bietet sich zu allererst das Forum an, dass viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.
Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln.
Bei diesem Veranstaltungstyp können Sie neben einem Kursforum für Fragen z.B. noch ein weiteres Forum zur Lerngruppenfindung anbieten. Eine Vorschlag für einen Einstiegstext dazu finden Sie hier:
Liebe Studierende,
in diesem Forum haben Sie – als optionales Angebot – die Möglichkeit, untereinander eigenständig Lerngruppen zu dieser Lehrveranstaltung zu gründen, zu suchen und zu finden.
Wenn Sie sich gefunden haben, können Sie für Ihre Lerngruppe als Austauschplattform auch eine Arbeitsgruppe im studentischen Bereich im Magazin von ILIAS einrichten. Auf diese Kategorie haben wir Lehrenden übrigens grundsätzlich keinen Zugriff – es sei denn, Sie laden uns explizit in Ihre ILIAS-Gruppe ein.
So richten Sie eine Gruppe ein:
- Öffnen Sie (z.B. in einem neuen Browsertab) den »Studentischen Bereich« (<https://ilias3.uni-stuttgart.de/goto_Uni_Stuttgart_cat_1250.html>).
- Klicken Sie dort auf die Schaltfläche »Neues Objekt hinzufügen« und auf die einzige Option, »Gruppe«.
- Geben Ihrer der Gruppe einen sinnvollen Namen.
- Als Typ ist die »Standardgruppe« in der Regel die richtige Wahl.
- Nach dem Anlegen finden Sie sich im Einstellungen-Reiter der Gruppe wieder. Hier können Sie ggf. den Gruppenbeitritt anders einstellen. »Direkter Beitritt« ist standardmäßig ausgewählt.
- Andere Mitglieder Ihrer Lerngruppe können Sie über den gleichnamigen Reiter der Gruppe direkt hinzufügen.
- Wenn Sie hier im Forum auf eine bestehende Gruppe verweisen möchten, nutzen Sie dazu bitte den »Link zu dieser Seite« vom Seitenfuß des Inhalts-Reiters oder vom Info-Reiter der Gruppe (und nicht den Link aus der Adressliste Ihres Browsers).
Bitte gehen Sie in diesem Forum respektvoll miteinander um – und mißbrauchen es nicht für Zwecke jenseits dieser Lehrveranstaltung.
Darüber hinaus werde ich mich / werden sich meine Kolleginnen und Kollegen und ich hier weitgehend heraushalten.
Sollten Sie eine Lerngruppen suchen, aber keine finden, sprechen Sie mich / uns direkt an (z.B. per Mail) – wir unterstützen Sie!
Viel Erfolg und frohen Wissenszuwachs!
Das ILIAS-Objekt Übung dient für aufgabenbasierte Abgaben, vor allem von Dateien. Innerhalb einer Übung können mehrere, ggf. mit jeweils eigenem Start- und Abgabedatum versehene Aufgaben gestellt werden. Alle Abgaben lassen sich von den Lehrenden am Ende gesammelt herunterladen. Außerdem erlaubt die Übung Feedback sowohl durch die Lehrenden als auch in Form von Peer-Feedback und verfügt über einen Team-Modus. Und sie kann so konfiguriert werden, dass die Abgaben wahlweise nach Ablauf der Abgabefrist für alle Kursteilnehmer*innen einsehbar werden.
Die Übung eignet sich auch, aufgezeichnete Vorrechnungen von Studierenden einzusammeln und so u.U. die Zahl von Live-Sitzungen in Webex zu reduzieren.
Student*innen können dabei, außer auf Hörsaal-Aufzeichnungen, u.a. auf alle an der Uni Stuttgart angebotenen Aufzeichnungswerzeuge zurückgreifen.
Für die synchrone Kommunikation Ihnen in ILIAS auch das Objekt Chatraum zur Verfügung.
Wichtig: Vor allem Textchats funktionieren am besten mit einer kleineren Zahl von Teilnehmern. Ansonsten wird es für alle Beteiligten sehr anstrengend, Fragen gehen unter und Sie kommen bei der Beantwortung nicht hinterher.
Im Abschnitt Zusätzliche Funktionen in den Kurseinstellungen könne Sie die Neuigkeiten aktivieren. Danach lässt sich im gleichnamigen Unterreiter der Einstellungen die Timeline einschalten. Dort können Sie auch direkt aktuelle Ankündigungen für die Teilnehmer*innen hineinschreiben.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Der ILIAS Chat dient zur synchronen Kommunikation und unterscheidet sich nicht wesentlich zu allgemein bekannten Chatsystemen. Die Teilnehmer können sich über eine Texteingabe mit anderen austauschen und der Dozent kann im Nachgang den Chat exportieren. Der Chat bietet nicht so viele Funktionen (senden von Bildern, Videos. etc.) wie heutzutage bekannte Messenger wie WhatsApp.
Einsatzmöglichkeiten
- direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern
Lernstandskontrolle geschieht bei diesem Lehrformat zwar implizit und forwährend, Lehrende sollten bei reiner Online-Durchführung einige Faktoren bedenken:
- Häufige Webex-/Virtual-Classroom-Sitzungen (ggf. in zahlreichen Veranstaltungen) sind für alle Beteiligten anstrengend, der Lerneffekt bei Student*innen dürfte im Laufe des Semester rapide sinken.
- Sie können nicht bei allen Teilnehmer*innen von einem durchgehend hohen technischen Standard ausgehen; nicht jede(r) Student*in verfügt über daheim über einen schnellen Internetanschluss und/oder Endgeräte der neuesten Generation.
- Verschiedenste Aspekte fortgesetzter sozialer Isolation in Folge der aktuellen COVID-19-bedingten Gesamtsituation machen das Lernen für Student*innen ggf. erheblich schwieriger als zu ›normalen‹ Präsenzzeiten.
Passen Sie Anforderungen und auch Bearbeitungszeiten daher bedarfsgerecht an und experimentieren Sie ggf. mit asynchronen Formaten als Alternative zu einem reinen Live-Übungsbetrieb.
- E-Portfolios
- Datensammlungen
- Wikis
- Übungen
Didaktische Grundbausteine
Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
Die Vortragsübung kann durch kurze Aufzeichnung erfolgen, die das Vorgehen bzw. den Lösungsweg der Aufgaben darstellen. Lautes Aussprechen der Gedankengänge und verständliches Erklären, kann dabei als Vortragsmethode genutzt werden. Übungsaufgaben und je nach Verfügbarkeit auch Musterlösungen liegen den Studierenden dann digital vor. Tatsächlich profitiert der Lernprozess aus gewisser Perspektive vom digitalen Szenario, da es den Studierenden möglich ist in ihrer eigenen Geschwindigkeit den Herleitungen und Darstellungen anhand der Aufzeichnungen zu folgen. Das Verfahren des Cognitive Apprenticeship hat sich als guter Ansatz hierfür bewährt.
Das Cognitive Apprenticeship bezeichnet eine Adaption berufspädagogischer Konzepte auf instruktionslastige Lehre an der Hochschule (Vorträge, Vorlesungen, "Frontalunterricht"). Im Kern geht es darum, komplexe Zusammenhänge unter "lautem Denken" so zu erklären und vorzuführen, dass Studierende die genauen Beweggründe und normalerweise eher impliziten Denkschritte nachvollziehen können. Dann folgt eine Verarbeitungsphase, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sich die Lehrperson zunehmend zurückzieht und Studierende selbst ausführen. Der allgemeine Ablauf ist:
- Modeling (Vorführen)
- Scaffolding (unterstützte Eigentätigkeit)
- Fading (Nachlassen der Unterstützung
- Coaching (betreutes Beobachten)
- Im Ganzen geht es also nicht nur um einen speziellen, sehr ausführlichen, Vortragsstil, sondern auch um nachfolgende Verarbeitungsschritte. Im digitalen Szenario lassen sich alle Schritte gut reproduzieren. Der eigentliche Vortrag wird aufgezeichnet. Anschließend können sich Studierende mit Übungsaufgaben und der Aufzeichnung versuchen. In ILIAS kann über Foren sowohl innerhalb von Lerngruppen als auch mit der Lehrperson über zentrale Fragen und Probleme diskutiert werden. Auch Online-Sprechstunden sind für Detailfragen denkbar.
- Je nach Struktur des Inhalts und der Geschwindigkeit, mit der neue Themen eingeführt werden, wird das Fading und Coaching mehr oder weniger Raum einnehmen können. Es wird aber bis zum Ende der Lehrveranstaltung wichtig sein, dass immer wieder Gelegenheit besteht, Unverstandenes und Probleme sichtbar zu machen.
- Scaffolding, Fading und Coaching können auch durch Tutor*innen im digitalen Szenario unterstützt werden, um die Betreuung zu verbessern. Zudem können Sie als Lehrperson auch spontan auf Themenwünsche und besondere probleme flexibel reagieren, indem Sie beispielsweise ein besonderes Thema aufzeichnen.
Handreichung zum Cognitive Apprenticeship (Universität Köln)
Informationsdarbietung aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Fremdes Material nutzen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Eigenes Material erstellen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Lehrvideos erstellen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie die Studierenden dabei unterstützen, die Vorlesungsziele zu erreichen?
Wie oben erläutert, sollten nach Vortragsaufzeichnungen Aufgaben folgen, an denen Studierende die präsentierten Inhalte nachvollziehen und Übungen selbstständig lösen können. In ILIAS stehen Foren für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Sie können auch in Gruppen eingebunden werden, je nachdem, welche Organisationsform Sie wählen. Das besondere im Cognitive Apprenticeship (siehe oben) ist die Möglichkeit, dass Studierende im Nachvollzug der Aufzeichnung verstehen können, wie die Expertin oder der Experte seine Entscheidungen trifft und begründet, die ihn zur Lösung eines Problems führen. Insofern besteht die Lernaktivität in diesem Szenario nur zu einem Teil aus den formalen Inhalten des Fachs. Es gibt auch einen informellen Teil, der aus Routine- und Expertenwissen besteht, das normalerweise von Lehrenden nicht mehr explizit hervorgehoben wird.
Die erstrebenswerte Lernaktivität besteht also darin, dass Studierende ein Problem anhand von Lernmaterialien (Bücher, Formelsammlungen, Skripte etc.) eigenständig oder in Gruppen bearbeiten und dabei den aufgezeichneten Vortrag nutzen, um die Detailschritte der Expertin oder des Experten nachzuvollziehen. Eine Online-Bibliothek für Anschauungsmaterial (Musterlösungen, weitere Beispiele oder Aufzeichnungen) kann hilfreich sein.
- Wer ist durch die Aufgabe angesprochen?
- Was soll gemacht werden?
- Mit wem wird zusammengearbeitet?
- Welche Zeit steht zur Verfügung oder ist vorgesehen?
- Welches Ergebnis wird erwartet?
- Wie wird mit dem Ergebnis weitergearbeitet; wozu dient es?
Die Tätigkeiten, zu denen Sie Ihre Studierenden über virtuelle, inhaltliche Impulse und Aufgaben anhalten wollen, sollten direkt auf die Lehr-/Lernziele bezogen werden. Das hat auch einen Fairnessaspekt, denn nur solche Tätigkeiten, die von den Studierenden auch transparent verlangt werden, sollten in der Prüfung gefordert sein. Die Vortragsübung ist meist einem Studienmodul zugeordnet und bezieht sich unmittelbar auf eine Vorlesung oder auf Gruppenübungen. Eine klare Verortung ist hier hilfreich: Zeigen die Aufzeichnungen / Vorträge klausurtaugliche Verfahren, oder zielen sie eher auf spätere Forschungs- oder Berufspraxis ab?
Welche digitalen Tools unterstützen Sie dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) zwischen Ihnen und den Studierenden zu ermöglichen? Durch welche Tools ermöglichen Sie den Studierenden untereinander fachlich zu kommunizieren?
Die Vortragsübung erlaubt normalerweise ein direktes Nachfragen während oder im Anschluss an den erfolgten Vortrag. Das würde man im Cognitive Apprenticeship der Phase des Scaffolding zurechnen (siehe oben). Diese unmittelbare Kommunikation kann im Szenario mit Aufzeichnungen nur begrenzt realisiert werden. Mit Webex steht jedoch die Möglichkeit zur Verfügung, in Sprechstunden Detailfragen zu klären. Bei sehr großen Veranstaltungen sind asynchrone Verfahren zu bevorzugen, insbesondere Gruppen und Foren in ILIAS. Der Vorteil besteht darin, dass sich Studierende wechselseitig helfen können und Probleme für alle gelöst werden, wodurch auch Beratungsaufwand reduziert wird. Tutor*innen können ebenfalls als Berater*innen im Scaffolding, Fading und Coaching mitwirken.
Mit- und untereinander zu lernen stellt ein großes Potential für den Lernerfolg dar. Neben der Möglichkeit, sich virtuell in Lerngruppen für den direkten Austausch zu versammeln oder Fragen im Forum asynchron zu diskutieren, können Peer-Verfahren auch konkreter und stärker formalisiert verwendet werden. Die Herausforderung besteht hierbei in der Organisation der Peers, beispielsweise von Paaren aus Feedbackgeberin und Feedbacknehmerin. ILIAS bietet grundsätzlich viele Möglichkeiten dies zu koordinieren.
- Peer-Feedback: Sie organisieren die Bearbeitung von Aufgaben und Lerneinheiten so, dass alle Studierenden z.B. zwei anderen Kommiliton*innen schriftlich Feedback zu den Ergebnissen geben.
- Peer-Review: Sie regen Studierende dazu an, sich wechselseitig Arbeitsaufgaben zu korrigieren und zum Beispiel vor einer Pflichtabgabe wechselseitige Reviews zu schreiben. Reviews an KommilitonInnen können auch selbst wiederum Pflichtabgaben sein.
- Peer-Grading: Sie koordinieren eine anonymisierte Notenvergabe unter Studierenden. Der Lerneffekt ist insbesondere dann gegeben, wenn die Studierenden die tatsächlichen Bewertungsschemata bekommen und sozusagen aus der Sicht von Lehrenden auf die Zwischenleistungen oder Übungsaufgaben ihrer Kommiliton*innen blicken.
Peer-Feedback-Broschüre
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch Ihre Studierenden ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Folgt man weiter der Idee des Cognite Apprenticeship, dann sollte Feedback im Anschluss an das Modeling (den Vortrag) möglichst eng erfolgen. Der erste Schritt hierzu ist sicherlich das Bereitstellen adäquater Übungsaufgaben, an denen die Inhalte und Verfahren der Vortragsübung nachvollzogen und geübt werden können. Der Fokus liegt dann auf Selbstlernen und Selbstkontrolle. Darüber hinaus ist es aber wichtig, dass virtuelle Räume bestehen, in denen Erfolge, Misserfolge und Probleme mit den fachlichen Inhalten (oder auch der Organisation) besprochen werden können. Neben den oben genannten Peer-Verfahren gelten für die Vortragsübung die selben Grundsätze für das Sichtbarmachen von Lernständen, wie bei anderen Formaten.
Da seminaristische Vortragsübungen aus kleineren Gruppen bestehen, können zur Kontrolle der Aufgabe sowie für ein formatives Feedback die Studierenden ihre Ergebnisse als Scan einreichen. Der Lehrende korrigiert die Aufgaben und gibt schriftliches Feedback auf den Dokumenten der Studierenden oder vereinbart eine Videokonferenz via Webex um gesammelt Probleme aufzugreifen.
Feedbackmöglichkeiten in der Online-Lehre aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Zeitnahes Feedback zu Studienleistungen ist wichtig für den Lernerfolg. Digitale Medien bieten hierzu eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben Tests (LINK?) und Übungen (LINK?) in ILIAS können auch Foren (LINK) dazu genutzt werden, die größten Schwierigkeiten der Studierenden oder deren größten Sorgen bei der Prüfungsvorbereitung zu erfragen und somit sichtbar zu machen. Die Ausgabe von guten und schlechten Beispiellösungen (z.B. alte Essays) ermöglichen die Selbstbeurteilung. Auch können Umfragen (LINK?) hervorragende Mittel sein, um mehr über den Lernstand zu erfahren. Das Sichtbarmachen von Lernständen ist eine ganz zentrale Methode:
- Lehrende können sich rückversichern, ob es Studierenden in den Gruppen- und Selbstlernphasen gelingt die Aufgaben mit Blick auf die Lehrziele zu bearbeiten oder ob es inhaltliche sowie formale Verständnisschwierigkeiten gibt.
- Studierende können sich selbst an Maßstäben messen, die Lehrende anlegen und die auch das Prüfungsniveau fair abbilden (strukturelles Wissen über den eigenen Wissensstand).
- Die gesamte Studierendengruppe erhält einen sichtbaren Eindruck davon, welche Probleme häufig sind und wo der eigene Leistungsstand einzuordnen ist. Das gibt Handlungssicherheit für das eigene Lernhandeln und entlastet, denn meistens sind Studierende mit ihren Problemen nicht allein.
Classroom Assessment Techniques
Betreuung studentischer Arbeiten
- Die häufigsten studentischen Arbeiten sind Hausarbeiten, Bachelor und Master-Arbeiten. Die Studierenden bearbeiten in Einzelarbeit ein Thema und werden dabei von einer Lehrperson betreut (Mitarbeiter…
Die häufigsten studentischen Arbeiten sind Hausarbeiten, Bachelor und Master-Arbeiten. Die Studierenden bearbeiten in Einzelarbeit ein Thema und werden dabei von einer Lehrperson betreut (Mitarbeiter*in oder Professor*in). Das Thema kann rein in Textform oder praktisch (Versuch, Werkstatt, Modell) bearbeitet werden. Das Ergebnis einer studentischen Arbeit ist zumeist eine schriftliche Arbeit, in welcher Forschungsergebnisse in wissenschaftlicher Form zusammengetragen werden. In allen Fällen ist die Aufgabe der Lehrperson deutlich unterschieden von sonstigen Unterrichtsformen. Die Betreuung und Begleitung im Schreibprozess oder in der Datenerhebung und Auswertung steht häufig im Mittelpunkt.
Vier Schritte zur digitalisierten Lehre
Bei diesem Lehrformat muss zwingend eine persönliche und vertrauliche Kommunikation stattfinden und daher eignen sich nur diejenigen ILIAS-Objekte, die eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen den Student*innen und Dozent*innen gewährleisten. Eine Aufzeichnung von Inhalten findet normalerweise nicht statt. Vorstellbar wäre lediglich die Dokumenation komplexer Inhalte zur Vor- oder Nachbereitung von persönlichen Treffen mithilfe einer Dokumentenkamera.
Student*innen können natürlich auf die gleiche Auswahl an Anwendungen zugreifen, um komplexe Inhalte und Erläuterungen aufzuzeichnen. Daher auch hier der Hinweis auf die detaillierten Anleitungen zu Aufzeichnungen in unserem Lernmodul
Falls Sie eine Aufzeichnung Ihrer handschriftlichen Notizen erstellen möchten wie beispielsweise die Herleitung einer Aufgabe dokumentieren, können Sie eine Dokumentenkamera verwenden.
Sie finden unter dem Stichwort "Elektronischer Tafelanschrieb" auch Good Practice Beispiele von Lehrenden der Universität Stuttgart.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert.
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Gestalten Sie beispielsweise einmal Ihre ILIAS-Startseite mit 3 Bereichen (Kommunikation/ Materialien/ Probeklausur) oder im Kacheldesign:
LEIDER KEINE GUTE IDEE --> Beiträge erwünscht :)
Prinzipiell ist die Struktur eines ILIAS-Kurses bei der Betreuung studentischer Arbeiten einfach gestaltet. Der ILIAS-Kurs wird genutzt um Termine für Besprechungen zu planen und Materialien für die Besprechungen (auch zur Vor- und Nachbereitung einer Besprechung) zur Vefügung zu stellen.
Mit dem ILIAS-Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Einsatzmöglichkeiten
- Materialien aus der Lehrveranstaltung zur Verfügung stellen (z. B. Folien, Übungen, ...) und zum Download anbieten
Eigene Erstellung und Veröffentlichung eines Webfeeds. Die Inhalte sind Mediendateien wie Videos oder Audiodateien und es kann zwischen einer Gallerie- oder Listenansicht gewählt werden. Sie können das Herunterladen der Dateien unterbinden und der Zugriff ist wahlweise für ausgewählte Benutzer oder öffentlich möglich.
- Direktes Streamen (Abspielen) von Audio- oder Video-Dateien ermöglichen
Um wiederum die 1 zu 1 Kommunikation zu garantieren, bietet sich ein Online Meeting mit dem Student*innen an. Hierfür stehen momentan einige Produkte von Cisco zur Verfügung und in diesem Fall empfiehlt sich Webex Meetings.
Viel eher als bei anderen Lehrformaten mit größerer Teilnehmerzahl kann Cisco Webex Meetings ein wichtiges Werkzeug für die Durchführung virtueller Treffen sein.
Wichtig beim Einsatz von Webex sind klare Regeln für alle Teilnehmer*innen und eine ggf. aktive Moderation. Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon z.B. in der Regel besser stumm schalten. Und ohne ein Headset gibt es oft Probleme mit Hall und Echos; es reicht aber meist ein ganz einfaches Headset, wie bei Smartphone mitgeliefert wird.
Gerade für Studierende, die einen komplexen Zusanmenhang verdeutlichen möchten wie z.B. etwas vorrechnen, ist die Verwendung des Smartphone für die Webex-Sitzung ggf. eine einfache Möglichkeit dies zu tun: Statt an der Tafel schreibt man mit einem Stift auf Papier, auf das man die Kamera das Smartphone richtet. – Die Kameras von Smartphones sind den Webcams der meisten Computer weiter überlegen und ein Client für Webex Meetings ist sowohl für iOS als auch Android in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Virtual-Classroom-Sitzungen, egal ob mit Webex oder einem anderen, vergleichbaren Werkzeug, sind für alle Beteiligten sehr anstrengend. Sie sollten daher in Erwägung ziehen, die Zahl der Live-Sitzungen zu reduzieren und die Teilnehmer*innen ggf. einmal im Semester über eine Aufzeichnung vorrechnen zu lassen, die über eine Übung eingereicht werden können.
Lernstandskontrolle geschieht bei diesem Lehrformat zwar implizit und forwährend, Lehrende sollten bei reiner Online-Durchführung einige Faktoren bedenken:
- Häufige Webex-/Virtual-Classroom-Sitzungen (ggf. in zahlreichen Veranstaltungen) sind für alle Beteiligten anstrengend, der Lerneffekt bei Student*innen dürfte im Laufe des Semester rapide sinken.
- Sie können nicht bei allen Teilnehmer*innen von einem durchgehend hohen technischen Standard ausgehen; nicht jede(r) Student*in verfügt über daheim über einen schnellen Internetanschluss und/oder Endgeräte der neuesten Generation.
- Verschiedenste Aspekte fortgesetzter sozialer Isolation in Folge der aktuellen COVID-19-bedingten Gesamtsituation machen das Lernen für Student*innen ggf. erheblich schwieriger als zu ›normalen‹ Präsenzzeiten.
Passen Sie Anforderungen und auch Bearbeitungszeiten daher bedarfsgerecht an und experimentieren Sie ggf. mit asynchronen Formaten als Alternative zu einem reinen Live-Übungsbetrieb.
Das wichtigeste ILIAS-Objekt, um den Student*innen eine persönliche Rückmeldung zu geben, ist das Objekt Übung. Eine Alternative stellt der Blog oder das Portfolio in ILIAS dar, wobei durch die Flexibilität der Übung diese zu bevorzugen ist.
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Feedback individuell geben, ohne dass andere Studierende im Kurs es sehen
- Reflexion, Recherche, zusammengefasste Wissenssammlung in Dokumenten oder Bildern ermöglichen
- Zentrale Sammelstelle aller Abgaben für eine Aufgabe verwenden
Didaktische Grundbausteine
Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
Im Wesentlichen kann eine Betreuung schriftlicher Arbeiten oder laufender Projekte von Studierenden ohne Einschränkungen in ein rein digitales Szenario übertagen werden. ILIAS und Webex bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Kommunikation und zum Feedback. Anstelle des persönlichen Kontakts vor Ort, tritt die Absprache per Telefon, E-Mail und Webex. Dokumente können für Feedback vertraulich über ILIAS hochgeladen und kommentiert zurückgesendet werden. Ihre erste Aufgabe ist es, den Studierenden alle notwendigen organisatorischen sowie inhaltlichen Rahmenbedingungen zukommen zu lassen (Fristen, erwartete Zwischenleistungen).
Im digitalen Lehrformat erfolgen die Anweisungen überwiegend asynchron, virtuell und vergleichsweise anonym. Das betrifft bei eigenständigen, studentischen Arbeiten vor allem die Vorabsprachen und die kontinuierliche Betreuung. Es gelten im Prinzip die gleichen Grundsätze, wie bei allen Arten von Arbeitsaufträgen in der Lehre. Wichtig ist eine unmissverständliche und leicht verfügbare Information über das, was erwartet wird und welche Rahmenbedingungen dabei gelten:
- Wer ist an der studentischen Arbeit beteiligt? – Sind Arbeiten in Tandems, Teams oder Einzelarbeit erlaubt?
- Was soll gemacht werden? – Welches Endprodukt wird angestrebt? Welche Form und welchen Umfang soll es haben?
- Mit wem wird zusammengearbeitet? – Wer ist im weitesten Sinne an der Arbeit beteiligt? Gibt es Projektpartner? Welche Rollen sind wie verteilt; was kann man von Ihnen als Betreuer*in erwarten, was erwarten Sie von den Studierenden? Hierzu gehören auch verpflichtende oder freiwillige Betreuungs-/Beratungsgespräche.
- Welche Zeit steht zur Verfügung oder ist vorgesehen? – Neben der Abgabefrist ist es hilfreich die Studierenden zu realistischen Etappenzielen anzuhalten und Zeitpläne in einem frühen Stadium mit Feedback zu versehen.
- Welches Ergebnis wird erwartet? – Welche Qualität ist befriedigend, nicht ausreichend oder ausgezeichnet? Musterbeispiele vergangener Semester können helfen, den Anforderungsgrad einzuschätzen.
- Wie wird mit dem Ergebnis weitergearbeitet; wozu dient es? – Neben der formalen Eignungsfeststellung einer Prüfung können hier auch weitere Dinge dazugehören, wie beispielsweise eine Publikation, ein Abschlussvortrag etc. Im weitesten Sinn kann sich eine studentische Arbeit auch sinnvoll auf den Studiengang und dessen weiteren Verlauf insgesamt beziehen lassen.
- In manchen Fällen benötigen Studierende Zugang zu technischen Anlagen oder spezieller Software, um ihre Arbeiten abzuschließen. Remote-Zugriffe auf Simulationsrechner oder spezielle Software für Studierende sind auf Antrag möglich (an wen kann man sich hier wenden? - Link). Zahlreiche Lizenzen erlauben zudem eine Installation auf privaten Rechnern (LINKS Lizenzen der Uni). Die Bereitstellung von Forschungsdaten kann und sollte ausschließlich über ILIAS oder DaRUS (LINK) erfolgen, um den Anforderungen des Datenschutz zu genügen. Ob es vertretbar ist, dass Studierende Forschungsdaten daheim am privaten PC auswerten, muss individuell entschieden werden. Im Zweifelsfall kann eine entsprechende Vertraulichkeitsvereinbarung abgeschlossen werden.
- Schwieriger wird es bei notwendigem Zutritt zu Laboren, Werkstätten oder auch Zugängen zu öffentlichen Plätzen, Gruppen oder Gebäuden (etwa für Interviews, teilnehmende Beobachtungen etc.). In diesem Fall können derzeit nur individuelle Lösungen gefunden werden. Eine generelle Auskunft ist nicht möglich. Es ist sehr wichtig die sich wandelnde Lage bezüglich der Durchsetzung der Infektionsschutzrichtlinien zu beobachten und im Zweifelsfall frühzeitig Abschlussarbeiten neu auszurichten, Fristen mittels Ausnahmeregelungen zu verlängern oder Rücktritte aus besonderem Grund zu beantragen.
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie den/die Studierende dabei unterstützen, die Lernziele zu erreichen?
Studentische Arbeiten, die ausschließlich auf der Rezeption von Literatur oder der Arbeit mit lokal verfügbaren, elektronischen Daten basieren, sind unverändert im digitalen Szenario möglich. Wenn es sich um Teamarbeiten handelt, gelten die Möglichkeiten analog für die Betreuung von Projektgruppen (LINK zur entsprechenden Kachel). Die Lernaktivität der Studierenden wird vornehmlich im Selbststudium stattfinden. Eine größere Hürde kann dabei der Zugang zu Hilfsmitteln und Daten sein (siehe oben). Bezogen auf das Selbststudium ist auch der Zugang zu Literatur wichtig (LINK zu Lösungen der UB).
Neben der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit ist das selbstständige Arbeiten ein eigenes, wichtiges Lernziel. Bei der Betreuung einer studentischen Arbeit empfiehlt es sich, die Betreuung zu Beginn enger zu gestalten und im Verlauf weniger werden zu lassen. Unterstützen Sie den/die Studierende im Lernprozess, indem Sie zu Beginn eigene Lernziele formulieren lassen. Was soll inhaltlich das Ergebnis der Arbeit sein, aber auch welche Ziele steckt sich der/die Studierende in Bezug auf den Lernprozess? Die schriftliche Formulierung der Ziele und das gemeinsame darüber sprechen, schafft Verbindlichkeit und ermöglicht es Zwischenbilanzen zu ziehen und ggf. Anpassungen vorzunehmen. Z. B. durch ein Lerntagebuch wird dies möglich.
- Orientierung der Arbeit, Themenklärung und Umfang
- Recherche und Materialbearbeitung
- Strukturierung des Materials, Entwurf einer finalen Gliederung
- Rohfassung schreiben
- Überabreitung und Abschluss
Ein starkes Mittel, um den Fortschritt einer studentischen Arbeit zu reflektieren und kontinuierlich im Blick zu behalten, ist die Führung eines regelmäßigen Lerntagebuchs oder Arbeitsjournals. Je nachdem, wie intensiv im nicht-digitalen Lehrszenario das Verhältnis von Studierenden und Betreuer*innen ist, kann es Sinn machen, dieses stark formalisierte Werkzeug verpflichtend einzusetzen. Verschiedene Grade sind hier denkbar, die zwischen monatlichen Zwischenberichten und wöchentlichen Berichten liegen. Auch nicht verpflichtend kann ein Lerntagebuch oder Arbeitsjournal helfen, die eigene wissenschaftliche Arbeit zu reflektieren und parallele Arbeiten effizient zu organisieren. Es ist also auch ein Lernangebot.
Beispiel eines Arbeitsjournals (Wocheneintrag)
Welche digitalen Tools unterstützen Sie dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) zwischen Ihnen und dem/der Studierenden zu ermöglichen?
Durch den Wegfall des persönlichen Kontakts ist es schwieriger eine stabile Beziehung zwischen Betreuendem und Studierendem aufzubauen. Diese ist jedoch für viele Studierende motivationsfördernd bei der Bearbeitung einer mehrwöchigen Arbeit. Dadurch, dass bei der Betreuung einer studentischen Arbeit in den meisten Fällen nur bilaterale Absprachen erfolgen, sind Webex-Meetings, die die persönliche Sprechstunde ersetzen, ein geeignetes Medium. Regelmäßige Terminvereinbarungen lohnen sich, um im Kontakt zu sein. Die auch bisher stattgefundene Kommunikation per E-Mail verändert sich nicht. Für weitere Anregungen siehe auch die Informationen zur Sprechstunde und Betreuung von Projektarbeiten.
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch der/die Studierende ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Formatives Feedback, also eine Rückmeldung im Laufe der Bearbeitungszeit, gehört bei den meisten Instituten zum standardisierten Betreuungsprozess. Hilfreich für den/die Studierende ist es, sowohl zum Inhalt, als auch zur Arbeitsweise oder sogar zur Zusammenarbeit ein Feedback zu erhalten. Besonders wenn das selbstständige Arbeiten ein Bewertungskriterium ist, braucht der Studierende eine Rückmeldung dazu, ob er diesbezüglich auf dem richtigen Weg ist.
Eine Lernstandskontrolle bei studentischen Arbeiten nimmt die Form von Zwischenstandskontrollen ein. Formell oder informell geht es darum die verschiedenen Entwicklungsstadien der studentischen Arbeit jeweils mit einem Feedback abzusichern, damit die begrenzte Bearbeitungszeit am Ende nicht wegen zu großer Nachbearbeitungen ausgeht. Textfeedback oder auch Feedback zu Videos, Artefakten, Graphiken, Quellcode oder digitalen Entwürfen (z.B. für Konstruktionslehre oder Design) lassen sich problemlos über ILIAS abwickeln. Entsprechende Einreichungen ("Übungen" LINK) ermöglichen eine transparente Organisation von Einreichungen und dem Rücksenden von Feedbackdateien.
Mündliche Prüfungen
- Gruppengröße
Gruppengröße
Ursprüngliche Prüfungsform
Steckbrief zum digitalen Lösungsvorschlag
Klein
Mündliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die mündliche Prüfung findet inhaltlich wie gewohnt statt, wird technisch jedoch per Videokonferenzschaltung durchgeführt.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20)
Vorteile
Kaum Veränderungen im Prüfungsablauf
Nachteile
Das Funktionieren der Technik muss vor und während der Prüfung gewährleistet sein.
Technische Anforderung
Einsatz einer entsprechenden Software (siehe Link unten), Hardware (z.B. Notebook mit Webcam und integriertem Mikrofon oder Headset) und einer stabilen Internetverbindung (sowohl bei den Dozierenden als auch bei den Studierenden)
Dinge, die zu beachten sind
- Der Ablauf der Prüfung unter diesen besonderen Umständen sollte frühzeitig und klar mit den Studierenden besprochen werden (ca. drei Wochen vorher).
- Ein zweiter Dozent/eine zweite Dozentin muss anwesend sein und sollte sich einerseits um die Technik kümmern und andererseits das obligatorische Protokoll führen.
- Eine Video-Aufzeichnung der Prüfung (durch Dozierende oder Studierende) ist nicht zulässig.
- Die Funktionsfähigkeit der Technik sollte rechtzeitig vor der Prüfung getestet werden.
- Am Prüfungstermin selber sollten die teilnehmenden Personen mindestens 10 Minuten vor Prüfungsbeginn die Videokonferenz starten, um Audio- und Bildübertragung zu testen und bei Bedarf Probleme zu beheben.
- Es sollte ein Plan B bei technischen Problemen vorbereitet und vereinbart werden, z.B. dass die Prüfung bei technischen Problemen als Telefongespräch weitergeführt wird oder dass die Prüfung abgebrochen und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird.
Informationen / Links
Klein
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden unterziehen ein literarisches, künstlerisches oder wissenschaftliches Werk einer schriftlichen kritischen Würdigung
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20)
Vorteile
Aus den Rezensionen wird üblicherweise recht deutlich, ob die Studierenden den entsprechenden Text bzw. den/die/das XXX verstanden und die wichtigsten fachlichen Inhalte, aber auch die wissenschaftlichen Grenzen adäquat diskutieren können.
Nachteile
- Hoher Betreuungs- und Bewertungsaufwand
- Es werden belastbare Beurteilungskriterien benötigt.
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
Klein
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden erstellen ein logisches Netzwerk zentraler Begriffe eines Textes oder mehrerer Texte.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat, offene Fragen in einer schriftlichen Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20) [ist auch für grössere Veranstaltungen möglich, dann ist der Feedbackaufwand für die Lehrperson aber hoch]
Vorteile
- Die Aufgabe für die Studierenden ist anspruchsvoll, das Ergebnis jedoch übersichtlich.
- Die Studierenden müssen bei dieser Prüfungsform unter Beweis stellen, dass sie einen Themenkomplex übersichtlich und inhaltlich stringent darstellen können.
- Sie müssen Zusammenhänge verstehen und sich eine eigene Strukturlogik erarbeiten – das ist anspruchsvoll, aber sehr lernwirksam.
Nachteile
Aufgrund der hohen Ergebnisoffenheit ist auch die Beurteilung anspruchsvoll.
Technische Anforderung
PowerPoint bzw. Freeware (siehe unten) und E-Mail oder ILIAS-Objekt Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
Klein
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden fassen ihre Argumente und Analysen in einem Essay zusammen
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20)
Vorteile
Der Prüfungsmodus ist ähnlich wie bei den beiden analogen Pendants. Das Produkt ist allerdings besser zu bewerten, denn es wird schriftlich eingereicht und beinhaltet explizit das Vertreten eines bestimmten Standpunktes.
Nachteile
Die Bewertung von Essays ist anspruchsvoll und bedingt, dass ein differenziertes Beurteilungsraster vorliegt.
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt Übung (siehe Anleitung unten)
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung für dieses Assessment sollte frühzeitig und klar mit den Studierenden besprochen werden: Die Argumentation in Bezug auf die hinzugezogene Literatur sollte im Vordergrund stehen.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
Groß
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden bearbeiten einen Praxisfall bzw. praxisnahen Fall auf systematische Weise.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung, schriftliche Prüfungen
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Ideal zur Überprüfung von anwendungsorientierten und praxistauglichen Vorlesungsinhalten.
Vorteile
Gute Open Book-Kompatibilität, Reduktion der Betrugsmöglichkeiten
Nachteile
Hoher Korrekturaufwand, Bedingung ist ein differenziertes Beurteilungsraster
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Der Fall sollte anspruchsvoll, d.h. nicht mit blossen »Wissensrecherchen« lösbar sein:
- Es sollten mehrere Lösungen möglich sein, die die Studierenden abwägen können und sollen.
- Die Studierenden sollten fachspezifische Vorgehens- weisen bei der Erarbeitung der Lösung nutzen und ggf. sogar variieren müssen, um den Fall zu lösen.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
Groß
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden bearbeiten einen Praxisfall.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für Gruppen verschiedener Grösse, insb. auch Kleingruppenarbeit bei grossen Prüfungskohorten
Vorteile
Hoher Praxisbezug
Nachteile
Praktische Tätigkeiten wie Untersuchungen von Patienten/innen oder Experimente können nicht geübt werden.
Technische Anforderung
Webex Text- und Videomaterial zum Fall, E-Mail oder ILIAS-Objekt Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Auf der Basis einer möglichst detaillierten und realitätsnahen Dokumentation eines Praxisfalls analysieren die Studierenden vorbereitend, was das Problem beim Praxisfall sein könnte.
- Sie treffen sich in Webex und analysieren das Problem unter Moderation der Lehrperson.
- Dann sammeln sie ihr Vorwissen zum Thema und klären, welche Informationen ihnen fehlen, um das Problem zu klären bzw. zu lösen.
- Sie recherchieren diese Informationen in Einzelarbeit und treffen sich dann wieder in Webex, um die Ergebnisse zusammenzustellen und das Problem zu klären oder zu lösen.
Informationen / Links
Groß
Mündliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden analysieren die Ursachen eines Problems mithilfe einer grafischen Darstellung.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen
Vorteile
Die Studierenden können ihre analytischen und argumentativen Fähigkeiten zeigen.
Nachteile
Die ad-hoc-Argumentationsfähigkeit kann nicht in gleichem Masse geprüft werden wie in einer mündlichen Prüfung (z.B. kann die Lehrperson nicht direkt nachfragen). Ausserdem können die Studierenden sich bei der Arbeit Informationen aus der Literatur und dem Internet beschaffen.
Technische Anforderung
PowerPoint-Vorlage bzw. Fill-in-Dokument, ILIAS-Objekt Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Die Studierenden erhalten die Beschreibung eines Problems und analysieren dieses. Sie tragen mögliche Ursachen (und bei Bedarf die Argumente, die für diese Ursachen sprechen) in ein von der Lehrperson vorbereitetes Dokument ein und laden dieses hoch.
- Die Problemstellung muss angesichts der Open-book- und Open-internet-Situation bei digitalisierten Prüfungen so anspruchsvoll sein, dass die Studierenden mögliche Ursachen nicht einfach »googeln« können. Darüber hinaus sollte die Zeit für die Bearbeitung beschränkt sein.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
Groß
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden geben mit einer Zusammenfassung von Arbeitsdokumenten (Textzusammenfassungen, Rezensionen, …) einen Überblick über ihr Selbstlernen
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen geeignet, bei denen die Studierenden (Zwischen-)Produkte erstellen müssen
Vorteile
Die Lehrperson kann den Arbeitsprozess der Studierenden sehen, auch wenn ein mündliches Nachfragen nicht möglich ist.
Nachteile
Der Aufwand für das Feedback ist vergleichsweise hoch.
Technische Anforderung
Dokumentvorlage und E-Mail oder ILIAS-Objekt
Portfoliovorlage in Kombination mit der ILIAS-Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden. Eine Vorlage, die die erforderlichen Inhalte des Portfolios anzeigt, ist hilfreich. Statt eines Textes kann auch ein Wiki o.Ä. erstellt werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
Praktische Prüfungen und weitere Formen
- Gruppengröße
Gruppengröße
Ursprüngliche Prüfungsform
Steckbrief zum digitalen Lösungsvorschlag
Groß
Offene Fachdiskussion mit einem vorgegebenen Text
Grundsätzliche Idee
Aus einem vorgegebenen Text müssen Studierende ein Stichwort (Keyword) auswählen und schriftlich begründen, warum dieser Begriff in diesem fachlichen Kontext von besonderem Interesse / von besonderer Relevanz ist. Anhand der Begründung können Dozierende ermitteln, inwiefern die Studierenden das Thema verstanden und erschlossen haben.
Analoges Pendant
Offene Fachdiskussion mit einem vorgegebenen Text
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Grundlagenprüfungen, insbesondere im Einführungsstudium
Vorteile
Die reine Nennung bzw. Auswahl des Stichwortes wäre recht aussagelos. Die schriftliche Begründung liefert einen guten Eindruck darüber, inwiefern die Studierenden den fachlichen Kontext verstanden haben und den Bezug zwischen einem Text und der eigenen Disziplin herstellen können.
Nachteile
- Die Auswahl des vorgegebenen Textes ist anspruchsvoll. Dieser muss vielfältige, interessante und relevante Anknüpfungspunkte zum Fach haben, aber nicht zu direkt sein.
- Eine grobe Einschätzung über die Qualität ist sehr einfach möglich (pass / fail). Eine präzise Abstufung (Notenskala, Punktesystem) über die Qualität ist nur möglich, wenn explizite Beurteilungskriterien vorhanden sind.
Technische Anforderung
Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren.
Dinge, die zu beachten sind
- Diese Vorgehensweise sollte bereits während des Semesters mindestens einmal eingeübt werden, damit die Studierende lernen, worauf es den Dozierenden ankommt.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»:https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Klein
Praxisprojekt
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden planen ein Projekt schriftlich und entwickeln Lösungsvorschläge für mögliche Probleme, die bei der Umsetzung auftreten könnten.
Analoges Pendant
Praxisprojekt
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20) [ist auch für grössere Veranstaltungen möglich, dann ist der Feedbackaufwand für die Lehrperson aber hoch]
Vorteile
Die reine Nennung bzw. Auswahl des Stichwortes wäre recht aussagelos. Die schriftliche Begründung liefert einen guten Eindruck darüber, inwiefern die Studierenden den fachlichen Kontext verstanden haben und den Bezug zwischen einem Text und der eigenen Disziplin herstellen können.
Nachteile
- Hoher Betreuungs- und Korrekturaufwand
- Es werden belastbare Beurteilungskriterien benötigt
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Diese Vorgehensweise sollte bereits während des Semesters mindestens einmal eingeübt werden, damit die Studierende lernen, worauf es den Dozierenden ankommt.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»:https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Praktische Prüfung, mündliche Prüfung, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden bearbeiten einen Praxisfall bzw. praxisnahen Fall auf systematische Weise.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung, schriftliche Prüfungen
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Ideal zur Überprüfung von anwendungsorientierten und praxistauglichen Vorlesungsinhalten.
Vorteile
Gute Open Book-Kompatibilität, Reduktion der Betrugsmöglichkeiten
Nachteile
Hoher Korrekturaufwand, Bedingung ist ein differenziertes Beurteilungsraster
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Der Fall sollte anspruchsvoll, d.h. nicht mit blossen «Wis- sensrecherchen» lösbar sein:
- Es sollten mehrere Lösungen möglich sein, die die Studierenden abwägen können und sollen.
- Die Studierenden sollten fachspezifische Vorgehensweisen bei der Erarbeitung der Lösung nutzen und ggf. sogar variieren müssen, um den Fall zu lösen.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der
- Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»:https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Praktische Prüfung, mündliche Prüfung, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden bearbeiten einen Praxisfall.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung, schriftliche Prüfungen
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für Gruppen verschiedener Grösse, insb. auch Kleingruppenarbeit bei grossen Prüfungskohorten
Vorteile
Hoher Praxisbezug
Nachteile
Praktische Tätigkeiten wie Untersuchungen von Patienten/innen oder Experimente können nicht geübt werden.
Technische Anforderung
Webex, Text- und Videomaterial zum Fall, E-Mail oder ILIAS- Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Auf der Basis einer möglichst detaillierten und realitätsnahen Dokumentation eines Praxisfalls analysieren die Studieren- den vorbereitend, was das Problem beim Praxisfall sein könnte.
- Sie treffen sich in Webex und analysieren das Problem unter Moderation der Lehrperson.
- Dann sammeln sie ihr Vorwissen zum Thema und klären, welche Informationen ihnen fehlen, um das Problem zu klären bzw. zu lösen.
- Sie recherchieren diese Informationen in Einzelarbeit und treffen sich dann wieder in Zoom, um die Ergebnisse zusammenzustellen und das Problem zu klären oder zu lösen.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»:https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Praktische Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden nehmen eine praktische Handlung auf Video auf und reichen sie als Prüfungsleistung ein.
Analoges Pendant
Praktische Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen, bei denen theoretische Inhalte praktisch angewandt werden müssen
Vorteile
- Die Studierenden können trotz «Fernlehre» in praktischen Fähigkeiten geprüft werden.
- Über das Annotation-Tool in SWITCHcast können Studie- rende sich gegenseitig Feedback geben oder können Dozierende zeitgenau Rückmeldungen geben zu den auf dem Video festgehaltenen Handlungen.
Nachteile
Es ist nicht möglich zu überwachen, wie viele Versuche die Studierenden gemacht haben, bis sie das eingesendete Video erstellt haben.
Technische Anforderung
Smartphone oder Videokamera (evtl. inkl. Stativ/Halterung) für die Aufnahme.
Dinge, die zu beachten sind
- Die Studierenden benötigen einen präzisen Arbeitsauftrag, was sie tun sollen, was im Video zu sehen sein soll und wie lang das Video werden soll.
- Die Bewertungskriterien müssen klar und den Studierenden vorab kommuniziert sein.
Informationen / Links
Projektarbeit in Teams
- Das Ziel von Projektarbeiten ist es, dass Studierende neben fachlichen Kompetenzen auch Teamfähigkeit und Problemlösekompetenz erwerben sowie Erfahrungen in der Projektarbeit sammeln können. Sie arbe…
Das Ziel von Projektarbeiten ist es, dass Studierende neben fachlichen Kompetenzen auch Teamfähigkeit und Problemlösekompetenz erwerben sowie Erfahrungen in der Projektarbeit sammeln können. Sie arbeiten gemeinsam ein Semester (oder länger) lang an einem Thema selbst gewählten oder vorgegebenem Thema. Regelmäßige Besprechungen mit dem Betreuer unterstützen das Projektteam. Am Ende steht die Präsentation der Ergebnisse vor einem Publikum, einem Abschlussbericht oder in Form einer gemeinsamen Veröffentlichung.
Vier Schritte zur digitalisierten Lehre
In diesem Lehrformat arbeiten die Student*innen selbständig und/ oder in Teams und benötigen daher eine technische Infrastruktur, um sich miteinander auszutauschen. Daher müssen Sie im Vorfeld keine Inhalte aufbereiten bzw. aufzeichnen.
In der Vorbereitungsphase sollten Sie davon ausgehen, dass Sie sowohl mit synchronen (via Webex) und asynchronen (mit einem Kurs-Forum und Aufzeichnungen durch die Student*innen) Inhalten arbeiten werden. Asynchrone Anteile bieten nicht nur allen Beteiligten mehr zeitliche Flexibilität, sondern beugen auch möglichen Bandbreitenproblemen sowie Ungleichheiten bei der Hardwareausstattung der Teilnehmer*innen vor.
Student*innen können natürlich auf die gleiche Auswahl an Anwendungen zugreifen, um komplexe Inhalte und Erläuterungen aufzuzeichnen. Daher auch hier der Hinweis auf die detaillierten Anleitungen zu Aufzeichnungen in unserem Lernmodul
Falls Sie eine Aufzeichnung Ihrer handschriftlichen Notizen erstellen möchten wie beispielsweise die Herleitung einer Aufgabe dokumentieren, können Sie eine Dokumentenkamera verwenden.
Sie finden unter dem Stichwort "Elektronischer Tafelanschrieb" auch Good Practice Beispiele von Lehrenden der Universität Stuttgart.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert.
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Gestalten Sie beispielsweise einmal Ihre ILIAS-Startseite mit 3 Bereichen (Kommunikation/ Materialien/ Probeklausur) oder im Kacheldesign:
Um den Kurs zu strukturieren, bieten sich Ordner und Objektblöcke (die sich auch kombinieren lassen) oder Gruppen an, je nachdem, ob Sie einen eher themenorientierten oder terminbezogenen Aufbau bevorzugen oder ob Sie den Student*innen die Gruppenarbeit ermöglichen möchten.
Für dieses Lehrformat bietet sich u.U. eine thematische Unterteilung an bzw. eine Unterteilung nach Gruppen. Mithilfe der Gruppen können Sie und die Student*innen untereinander an Materialien arbeiten oder diese austauschen und miteinander kommunizieren.
Sie können den Student*innen eine Arbeitsplattform in ILIAS zur Verfügung stellen, indem Sie Foren, Wikis, Chats und Etherpads in den Gruppen bereistellen, damit sich die Student*innen mithilfe dieser ILIAS-Objekte austauschen und kollaborieren können.
Über die Option Verfügbarkeit im »Kontextmenü« neben Ordnern können Sie diese mit einer zeitlich begrenzten Verfügbarkeit versehen, wenn z.B. Übungsblätter erst zum Zeitpunkt eines virtuellen Treffen zur Verfügung stehen sollen.
Ordner werden häufig in ILIAS dazu verwendet, um eine Struktur (wochen- oder themenbasierend) im ILIAS Kurs zu erzeugen. Dadurch wird die Startseite des Kurses übersichtlicher, und Studierende haben einen schnelleren Zugriff auf die relevanten Materialien. Jegliches ILIAS Lernobjekt lässt sich einem Ordner zuordnen und darunter einsortieren. Eine Alternative zum Ordner ist die Sitzung, die aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes nicht mehr verwendet werden sollte.
Einsatzmöglichkeiten
- Dateien zu einem bestimmten Thema gesammelt und übersichtlich anbieten, z. B. Übungsklausuren oder Übungsblätter
Gruppen sind prinzipiell wie ILIAS-Ordner, jedoch mit fest zugewiesenen Mitgliedern. Kursmitglieder können verschiedenen Gruppen mit eigenen Inhalten erhalten, z.B. zur gemeinsamen Bearbeitung von Literatur. Gruppe A ließt Literatur A, Gruppe B ließt Literatur B, anschließend gegenseitige Literaturvorstellung.
Einsatzmöglichkeiten
- Bereich für Gruppenarbeiten innerhalb eines Kurses anbieten
- Studierende gemeinsam mit anderen Studierenden arbeiten und kommunizieren sowie Materialien teilen und austauschen lassen
- Kommunikation und Austausch nur innerhalb der eigenen Gruppe ermöglichen (Geschlossene Gruppen)
Der Objekteblock dient zur Gruppierung von ILIAS-Objekten. Mehrere ILIAS-Objekte können unter einem „Block“ zusammengefasst werden. Diese werden dann durch größeren Abstand von anderen Objekten getrennt und erhalten eine Überschrift. So können z.B. wenige Zusatzmaterialien unter dem Block „Zusatzmaterialien“ statt in einem eigenen Ordner aufgeführt werden oder Ordner ine einem Block zusammengefasst werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Bestehende Kursmaterialien in Objektgruppen zusammenfassen und nach Wunsch neu anordnen
- Kurs übersichtlicher gestalten
Der ILIAS Chat dient zur synchronen Kommunikation und unterscheidet sich nicht wesentlich zu allgemein bekannten Chatsystemen. Die Teilnehmer können sich über eine Texteingabe mit anderen austauschen und der Dozent kann im Nachgang den Chat exportieren. Der Chat bietet nicht so viele Funktionen (senden von Bildern, Videos. etc.) wie heutzutage bekannte Messenger wie WhatsApp.
Einsatzmöglichkeiten
- direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
Stellen Sie Ihre Inhalte in den Ordnern oder in den Gruppen bereit. Die wichtigsten Objekte hierfür sind:
- Datei (für PDF, PowerPoint etc.)
- Mediacast, alternativ Interatives Video (für eigene Video-Dateien)
- Lernmodul ILIAS (für die Darstellung strukturierter Inhalte direkt in ILIAS/im Browser)
- Weblink (für Verweise z.B. auf lizensierte UB-Angebote oder auch Webex-Meeting-Räume)
- Wikis zum gemeinsamen Arbeiten an verlinkzen und strukurierten Texten
- Etherpad zum gemeinsamen Arbeiten an einem Text
Vgl. auch unsere Toolbox zu den ILIAS-Werkzeugen.
Mit dem ILIAS-Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Einsatzmöglichkeiten
- Materialien aus der Lehrveranstaltung zur Verfügung stellen (z. B. Folien, Übungen, ...) und zum Download anbieten
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Mit dem interaktiven Video können Sie zu einem Video folgende Funktionen hinzufügen und dadurch die Interaktivität zwischen Studierenden und Dozenten erhöhen:
Einsatzmöglichkeiten
- Vertiefte Auseinandersetzung mit Videos mithilfe der Frage- und Kommentarfunktion ermöglichen
- Kommentare (nach Personen filterbar, einzelne Stellen oder komplette Passagen im Video)
- Fragen im Video
- Sprungmarken (durch Kommentare, nach Beantwortung einer Frage)
Das ILIAS Lernmodul ist wie ein Buch, mit der Möglichkeit nicht nur Text und Bild sondern auch Audio- und Videoinhalte einzufügen. Dadurch können Sie mit dem Lernmodul Ihre Inhalte multimedial aufbereiten und mit Links zu weiterführenden externen oder internen Materialien verlinken. Es lassen sich auch Fragen in ein Lernmodul einfügen, um das Wissen der Studierenden an einer bestimmten Stelle im Lernmodul zu überprüfen.
Einsatzmöglichkeiten
- Inhalte in "Buchform" mit Kapiteln und Seiten zu einem Thema übersichtlich darstellen
- Inhalte multimedial aufarbeiten
Eigene Erstellung und Veröffentlichung eines Webfeeds. Die Inhalte sind Mediendateien wie Videos oder Audiodateien und es kann zwischen einer Gallerie- oder Listenansicht gewählt werden. Sie können das Herunterladen der Dateien unterbinden und der Zugriff ist wahlweise für ausgewählte Benutzer oder öffentlich möglich.
- Direktes Streamen (Abspielen) von Audio- oder Video-Dateien ermöglichen
Die Weblinks oder mehrere Weblinks, die dann eine Websammlung ergeben, verweisen auf weiterführende Informationen und Materialien im Internet. Eine Websammlung kann thematisch sortiert und strukturiert werden. Neben externen Links zu anderen Webseiten, können auch ILIAS Objekte durch einen Link verknüpft werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Einzelne Links oder ganze Linksammlungen bereitstellen
- Interne Links auf bestimmte Objekte in ILIAS zur Verfügung stellen
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
In dem ersten Schritt der Zusammenarbeit der Student*innen innerhalb von ILIAS und beim Zusammentragen der Ergebnisse aus den Arbeitsphasen, können Sie im ILIAS-Kurs mehrere Gruppen für die Student*innen anlegen. In den Gruppen können Sie für die Student*innen Foren, Wikis oder beispielsweise ein Etherpad anlegen, damit diese zusammenarbeiten und diskutieren können.
Um dann in einem nächsten Schritt gezielt und gebündelt aus den Arbeitsgruppen wieder eine Rückmeldung zu erhalten empfiehlt sich die Übung in ILIAS (hier ist auch ein Peer-Review unter den Student*innen möglich). In der Basisfunktion stellt die Übung eine 1 zu 1 Kommunikationen zwischen Dozent*innen und Student*innen dar, durch Peer-Review und Veröffentlichung der Ergebnisse für alle Teilnehmer im Nachhinein, lassen sich die Ergebnisse aus der Übung auch für alle Teilnehmer öffnen.
Sie können auch bei kleineren Seminaren Online-Meetings organisieren und hierfür Webex Meetings verwenden, um Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen zu erhalten und um mit den Student*innen synchron zusammenzuarbeiten. So können Sie in Webex Meetings gemeinsam einen Film schauen, eine Datei ansehen (leider nicht gemeinsam bearbeiten – hierfür bietet sich dann wieder Etherpad oder ein Conceptboard an), den Computer teilen oder auf einem Whiteboard zeichnen und schreiben.
In Webex Training können Sie ebenfalls Online-Meetings durchführen. Mithilfe von Webex Training und Webex Meeting können Sie online größere Gruppen in kleinere Gruppen aufteilen und mit sogenannten Break-out Räumen (Teilgruppen-Sitzungen) den Student*innen eigene online Arbeitsräume zur Verfügung stellen und dadurch online Gruppenarbeiten mit den Student*innen durchführen.
Anleitungen zu Webex Trainings
Viel eher als bei anderen Lehrformaten mit größerer Teilnehmerzahl kann Cisco Webex Meetings ein wichtiges Werkzeug für die Durchführung virtueller Treffen sein.
Wichtig beim Einsatz von Webex sind klare Regeln für alle Teilnehmer*innen und eine ggf. aktive Moderation. Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon z.B. in der Regel besser stumm schalten. Und ohne ein Headset gibt es oft Probleme mit Hall und Echos; es reicht aber meist ein ganz einfaches Headset, wie bei Smartphone mitgeliefert wird.
Gerade für Studierende, die einen komplexen Zusanmenhang verdeutlichen möchten wie z.B. etwas vorrechnen, ist die Verwendung des Smartphone für die Webex-Sitzung ggf. eine einfache Möglichkeit dies zu tun: Statt an der Tafel schreibt man mit einem Stift auf Papier, auf das man die Kamera das Smartphone richtet. – Die Kameras von Smartphones sind den Webcams der meisten Computer weiter überlegen und ein Client für Webex Meetings ist sowohl für iOS als auch Android in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Virtual-Classroom-Sitzungen, egal ob mit Webex oder einem anderen, vergleichbaren Werkzeug, sind für alle Beteiligten sehr anstrengend. Sie sollten daher in Erwägung ziehen, die Zahl der Live-Sitzungen zu reduzieren und die Teilnehmer*innen ggf. einmal im Semester über eine Aufzeichnung vorrechnen zu lassen, die über eine Übung eingereicht werden können.
Student*innen können natürlich auf die gleiche Auswahl an Anwendungen zugreifen, um komplexe Inhalte und Erläuterungen aufzuzeichnen. Daher auch hier der Hinweis auf die detaillierten Anleitungen zu Aufzeichnungen in unserem Lernmodul
Falls Sie eine Aufzeichnung Ihrer handschriftlichen Notizen erstellen möchten wie beispielsweise die Herleitung einer Aufgabe dokumentieren, können Sie eine Dokumentenkamera verwenden.
Sie finden unter dem Stichwort "Elektronischer Tafelanschrieb" auch Good Practice Beispiele von Lehrenden der Universität Stuttgart.
Im Abschnitt Zusätzliche Funktionen in den Kurseinstellungen könne Sie die Neuigkeiten aktivieren. Danach lässt sich im gleichnamigen Unterreiter der Einstellungen die Timeline einschalten. Dort können Sie auch direkt aktuelle Ankündigungen für die Teilnehmer*innen hineinschreiben.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Feedback individuell geben, ohne dass andere Studierende im Kurs es sehen
- Reflexion, Recherche, zusammengefasste Wissenssammlung in Dokumenten oder Bildern ermöglichen
- Zentrale Sammelstelle aller Abgaben für eine Aufgabe verwenden
Lernstandskontrolle geschieht bei diesem Lehrformat zwar implizit und forwährend, Lehrende sollten bei reiner Online-Durchführung einige Faktoren bedenken:
- Häufige Webex-/Virtual-Classroom-Sitzungen (ggf. in zahlreichen Veranstaltungen) sind für alle Beteiligten anstrengend, der Lerneffekt bei Student*innen dürfte im Laufe des Semester rapide sinken.
- Sie können nicht bei allen Teilnehmer*innen von einem durchgehend hohen technischen Standard ausgehen; nicht jede(r) Student*in verfügt über daheim über einen schnellen Internetanschluss und/oder Endgeräte der neuesten Generation.
- Verschiedenste Aspekte fortgesetzter sozialer Isolation in Folge der aktuellen COVID-19-bedingten Gesamtsituation machen das Lernen für Student*innen ggf. erheblich schwieriger als zu ›normalen‹ Präsenzzeiten.
Passen Sie Anforderungen und auch Bearbeitungszeiten daher bedarfsgerecht an und experimentieren Sie ggf. mit asynchronen Formaten als Alternative zu einem reinen Live-Übungsbetrieb.
- E-Portfolios
- Datensammlungen
- Wikis
- Übungen
Didaktische Grundbausteine
Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
Da Projektarbeiten auf die Selbstorganisation der Studierenden setzen, ist es wichtig die Studierenden zu Beginn dabei zu unterstützen Arbeitsgruppen zu bilden, die im Laufe des Semesters mehr oder weniger autark arbeitsfähig sind. Gleichzeitig ist ein enger Kontakt zur Lehrperson unerlässlich. Achten Sie daher daher darauf ansprechbar zu sein und für Fragen zur Verfügung zu stehen. Arbeitsmaterialien können durch die Studierenden selbst recherchiert werden oder durch die Lehrperson verfügbar gemacht werden.
Neben der inhaltlichen Aufsicht über das, was in den Projektgruppen erarbeitet wird, haben Sie als Lehrperson vor allem eine organisatorische und moderierende Aufgabe. Jede Projektgruppe - auch in einem digitalen Szenario - durchläuft typische, gruppendynamische Prozesse, die zwar nicht abgekürzt oder übersprungen, dafür aber gestaltet werden können. Es hilft sich selbst und auch Studierenden deutlich zu machen, dass zuerst gewisse Voraussetzungen auf Inhalts- und Beziehungsebene erfüllt sein müssen, bevor man mit der eigentlichen Arbeit loslegen kann. Die Arbeitsfähigkeit herzustellen, ist dabei auch oft erklärtes Lehr-/Lernziel einer Projektarbeit (Sozial-/Medienkompetenz). Als Lehrperson sind Sie für die Bereitstellung der Möglichkeiten und des Rahmens verantwortlich.
Leitfaden zur Betreuung einer Projektarbeit
Gruppendynamische Phasen einer Projektgruppe
Lehrziele (Learning Outcomes) werden als zukünftige, beobachtbare Handlungen der Studierenden formuliert, z.B. "Die Studierenden sind in der Lage ein reales Problem der Technischen Thermodynamik in Projektgruppen gemeinsam zu beschreiben, Szenarien für Lösungen zu entwerfen sowie deren Realisierbarkeit zu beurteilen. Sie können ihren Arbeitsprozess über das Semester gemeinsam planen, steuern und dokumentieren. Auftretende Konflikte oder Probleme in den Projektgruppen können unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten gelöst werden." – Der wesentliche Nutzen von Lehr-/Lernzielen im digitalen Szenario ist die klare Verständigung über die Ziele der Lehrveranstaltung. Die Prüfung sollte die geforderte Kompetenz der Studierenden sichtbar machen und die Gestaltung der Lehrimpulse auf die Zielerreichung ausgerichtet sein. Lehrziele sind ein Kommunikationsmittel und eine Lernhilfe!
Auch wenn in einer Projektarbeit die Erarbeitung von Inhalten eher bei den Studierenden liegt, sind Sie als Lehrperson immer wieder, auch spontan, gefordert fachliche oder prozessbezogene Impulse zu geben, damit die Studierenden dann selbstständig weiter an Lösungen arbeiten können. Ein guter Impuls sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Er sollte aus einer Einleitung (ca. 2-5 min.), einem Hauptteil und einem Ende (ca. 2-5 min.) bestehen und jeweils auf die größeren Zusammenhänge des Seminars verweisen. Dieser Impuls kann ein Vortrag sein, aber auch andere Formen annehmen. Idealerweise fordert er die Studierenden im Anschluss zu einer konkreten Lerntätigkeit auf, die der eigenständigen Verarbeitung der gerade neu eingeführten Inhalte dient. Diese Lerntätigkeiten sollten tendenziell auf die Prüfung ausgerichtet sein, aber natürlich muss nicht alles geprüft werden, was auch behandelt wird.
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie die Studierenden dabei unterstützen, die Vorlesungsziele zu erreichen?
Projektarbeiten sind darauf ausgerichtet, dass Studierende selbstständig im Team ein Thema erarbeiten. Besonders wichtig ist deshalb die Aktivität innerhalb des studentischen Teams. Unterstützen Sie die Studierenden besonders in der Anfangsphase miteinander in Kontakt zu kommen und das Projekt in faire Arbeitspakete einzuteilen. Möglich ist dies, in dem sie sich z. B. Ergebnisprotokolle der Arbeitsmeetings von den Studierenden per E-Mail zuschicken lassen oder auf ILIAS Arbeitsgruppen einrichten innerhalb derer die Studierenden miteinander Materialien austauschen und arbeiten können.
- Wer ist durch die Aufgabe angesprochen?
- Was soll gemacht werden?
- Mit wem wird zusammengearbeitet?
- Welche Zeit steht zur Verfügung oder ist vorgesehen?
- Welches Ergebnis wird erwartet?
- Wie wird mit dem Ergebnis weitergearbeitet; wozu dient es?
Eine Projektarbeit lebt von direkter Kommunikation, die im rein digitalen Lehrformat so nicht möglich ist. Dennoch gibt es Möglichkeiten zur Kollaboration. Studierende können sich in kleinen Gruppen direkt über Inhalte austauschen (z.B. Webex), sie können gemeinsam an einem Produkt arbeiten (z.B. in ILIAS an einem Wiki, gemeinsame Hausarbeiten, Essays etc.) und Ergebnisse letztlich auch digital kommunizieren (z.B. ein aufgezeichnetes Referat oder eine animierte Präsentation). Ob externe Lösungen für kollaboratives Arbeiten (z.B. Overleaf für LateX oder Google Docs) ein Datenschutzproblem darstellen ist im Einzelfall zu beurteilen. Es ist jedenfalls sehr wünschenswert, dass die organisatorischen Hürden für gemeinsames Arbeiten möglichst gering und frei von Frustration sind. Zentral ist zudem die Klarheit über die erwarteten Ergebnisse und Arbeitsweisen, denn auf weiten Strecken liegt die Lerntätigkeit in Eigenverantwortung der Studierenden. Um einer lernhinderlichen Selbstüberlassung vorzubeugen, sollten Lehrende als Berater*innen leicht erreichbar sein und sich regelmäßig über den Projektstand informieren.
Die tatsächlich geleistete Arbeit der Studierenden ist bei einer Projektarbeit im digitalen Format nicht leicht zu erkennen. Durch den hohen Freiheitsgrad kann es sinnvoll sein, dass Studierende angehalten werden ihren gesamten Arbeitsprozess zu dokumentieren, etwa durch ein Lerntagebuch und Protokolle aller Treffen. Dazu gehört auch die Selbstreflexion auf Lernfortschritt und Probleme im Projektverlauf. Dieses Vorgehen ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Es hilft Ihnen als Lehrperson zu verfolgen, ob die Projekte in die richtige Richtung laufen; es hilft einzuschätzen, ob Überforderung vorliegt oder der reale Aufwand jenseits der ECTS-Vorgaben liegen; es erfüllt zudem ein eigenes, wichtiges Lernziel bei Projektarbeiten, nämlich die kriteriengesteuerte Dokumentation und Organisation des eigenen Arbeitsablaufs. In realen Projekten zählt Arbeitszeitkontrolle und Prozessüberwachung mit zu den Kernaufgaben aller Teammitglieder.
Beispiel eines Arbeitsjournals (Wocheneintrag)
Welche digitalen Tools unterstützen Sie dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) zwischen Ihnen und den Studierenden zu ermöglichen? Durch welche Tools ermöglichen Sie den Studierenden untereinander fachlich zu kommunizieren?
Als Betreuungsperson sollten Sie darauf achten regelmäßige Termine mit der Arbeitsgruppe zu vereinbaren. Webex-Meetings eignen sich für die direkte Kommunikation und zur Endpräsentation, aber selbstverständlich stehen Ihnen auch die üblichen Möglichkeiten wie E-Mails und Telefon zur Verfügung. Auch sollten die Projektgruppen in ILIAS abgebildet werden, etwa als Gruppen mit eigenem Forum, Chat und Dokumentenordner. Auch ein Wiki kann ein interessantes Werkzeug für (nahezu) synchrones Arbeiten an Texten sein. Die Einbindung externer Tools sollte am besten gemeinsam besprochen werden. Zwar kann für die private Kommunikation der Studierenden keine Vorschrift gemacht werden, allerdings sollte z.B. bei der Arbeit mit Messdaten, Arbeitsjournalen oder Publikationsentwürfen an den Datenschutz gedacht werden. Letztlich dient ILIAS auch dem anonymen Einreichen von Arbeitsjournalen, Protokollen oder Ergebnissen, mit der Möglichkeit Feedback bereitzustellen.
Projektteams entwickeln üblicherweise eine naturwüchsige Arbeitsteilung und Hierarchie aus. Die Selbstorganisation kann aber auch reflektiert erfolgen (Supervision) oder auch Gegenstand eines eigenen Lernziels sein. Als Lehrperson ist es bei Projektarbeiten jedenfalls sinnvolle, die Struktur der Kommunikation im Blick zu behalten und bei Bedarf zu thematisieren. Das lässt sich nicht nur auf problematische Kommunikation beziehen, sondern bietet auch viele Potentiale. Sie können Teams bitten (wechselnde) Rollen gezielt zu besetzen, etwa die Teamleiterin, den Schriftführer, die Beauftragten für wiss. Qualität oder den Lektor etc. Das hilft auch, bei vielen oder größeren Gruppen, den Überblick über alle Projekte zu behalten. Sie können beispielsweise Board Meetings in Webex ansetzen, an denen nur Teamleiter*innen und Sie selbst teilnehmen. Beauftragte können sich mit parallelen Gruppen regelmäßig treffen usw.
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch Ihre Studierenden ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Die Vereinbarung der Abgabe von Zwischenergebnissen über ILIAS oder per E-Mail ist wichtig, um den Studierenden das Gefühl zu geben, nicht alleine gelassen zu werden. Da Projekte Hoch und Tiefs beinhalten, können synchrone Treffen in Webex (mit den einzelnen Projektgruppen oder Vertreter*innen) helfen, die Projektgruppen auch über schwierige Zeiten zu tragen. Im Gegensatz zu Seminaren oder Vorlesungen wird das Lernziel eher als Gesamtleistung aufzufassen sein. Es geht also nicht so sehr darum zu prüfen, was die Studierenden bereits wissen, sondern was sie noch brauchen, um das Projektziel zu erreichen. Eine Lernstandskontrolle kann in diesem Sinne zwei Gesichter annehmen. Als Vergewisserung des individuellen Lernstandes macht sie Lernerträge und Lernprobleme sichtbar. Als Projekt-Controlling überwacht sie Richtung und Vorankommen der Projektarbeiten. Hierbei ist zu bedenken, dass gerade in Projektarbeiten auch die Organisations- und Beziehungsebenen eigene Lernziele sein können. Feedback gilt es also auch über das Teamklima, Konflikte und Abstimmungsprozesse einzuholen.
Tests und Übungen in ILIAS sind bei Projektarbeiten nur bedingt geeignet, Lernstände und Projektfortschritt zu beurteilen. Eher sind es Foren (LINK) oder regelmäßige Berichte (siehe Arbeitsjournal oben), die geeignet sind, die größten Schwierigkeiten der Studierenden oder deren größten Sorgen zu erfragen und somit sichtbar zu machen. Auch können Umfragen (LINK?) hervorragende Mittel sein, um mehr über den Projekt-/Lernstand zu erfahren. Das setzt natürlich voraus, dass es einen Projekt- und Zeitplan gibt. Er stellt dann die formale Referenz für den Projektstand dar. Das Sichtbarmachen von Lernständen ist eine ganz zentrale Methode:
- Lehrende können sich rückversichern, ob es Studierenden in den Gruppen- und Selbstlernphasen gelingt das Projekt mit Blick auf die Lehrziele zu bearbeiten oder ob es inhaltliche, soziale sowie organisatorische Schwierigkeiten gibt.
- Studierende können sich selbst an Maßstäben messen, die Lehrende anlegen und die auch das Prüfungsniveau fair abbilden (strukturelles Wissen über den eigenen Wissensstand).
- Die gesamte Studierendengruppe erhält einen sichtbaren Eindruck davon, welche Probleme häufig sind und wo der eigene Leistungsstand einzuordnen ist. Das gibt Handlungssicherheit für das eigene Lernhandeln und entlastet auch, denn meistens sind Studierende mit ihren Problemen nicht allein.
Classroom Assessment Techniques
Referate
- Gruppengröße
Gruppengröße
Ursprüngliche Prüfungsform
Steckbrief zum digitalen Lösungsvorschlag
Klein
Referat
Grundsätzliche Idee
Ein Referat wird als Video eingereicht (in Form eines Slide- oder Pencasts)
Analoges Pendant
Referat
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20) [auch in grösseren Veranstaltungen möglich, dann ist der Aufwand für das Feedback aber relativ hoch]
Vorteile
- Die Studierenden können ihre Referate wie gewohnt halten.
- Die Arbeitsaufträge müssen kaum angepasst werden.
Nachteile
Sie können kein Feedback zur Körpersprache geben.
Technische Anforderung
- Slidecast: Notebook mit integriertem Mikrofon (oder Headset) und evtl. Webcam, PowerPoint oder Camtasia
- Pencast: Smartphone und Halterung oder Notebook mit Touchscreen, elektronischem Stift und PowerPoint
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden.
- Die Studierenden sollten die Aufnahme von Slidecasts bzw. Pencasts mit PowerPoint vorher üben und eine/n Ansprechpartner/in für technische Probleme zur Verfügung haben können.
- Eine Einreichung über die SWITCHcast Serie auf ILIAS erleichtert die Organisation für Dozierende: Hier werden die hochgeladen Videodateien in gängige Formate konvertiert und bei eingeschalteter Option «Rechte pro Aufzeichnung setzen» sehen die Studierenden nur ihr eigenes Video.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson (über das Annotation-Tool).
Informationen / Links
- Anleitung zur Erstellung von VideoAufzeichungen: https://ilias3.uni-stuttgart.de/goto_Uni_Stuttgart_pg_398774_1897917.html
Klein
Referat mit Diskussion
Grundsätzliche Idee
Statt ein Referat zu halten und die anschliessende Diskussion zu bestreiten, schreiben die Studierenden einen wissenschaft- lichen Artikel zum Thema.
Analoges Pendant
Referat mit Diskussion
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Eignet sich grundsätzlich für Veranstaltungen jeglicher Grösse, aufgrund des Feedbackaufwands praktisch aber eher für solche mit relativ wenigen Teilnehmenden (<30)
Vorteile
Die Lernleistung ist sehr eng an der akademischen Welt und deren Anforderungen angeknüpft. Die Kompetenz, wissenschaftlich zu schreiben und einen wissenschaftlichen Artikel zu erstellen, ist von hoher Bedeutung für die meisten Disziplinen.
Nachteile
Die Lehrveranstaltung muss entsprechend ausgerichtet sein.
Technische Anforderung
Sehr gering
Dinge, die zu beachten sind
- Der wissenschaftliche Artikel als Alternative zum Referat eignet sich dann, wenn das zentrale Learning Outcome für die Referate nicht das Referieren, sondern das Aufarbeiten und fachgerechte Bewerten von wissenschaftlicher Literatur ist.
- Die Diskussion nach dem Referat wird durch die schriftliche Diskussion des dargestellten Forschungsstands ersetzt.
- Der Umfang und Aufbau sowie die Anforderungen an den wissenschaftlichen Artikel sollten den Studierenden frühzeitig und klar vermittelt werden.
- Die Studierenden können sich über das ILIAS-Objekt
- «Übung» gegenseitig Feedback geben. Im Anschluss können die Artikel noch einmal überarbeitet und erst dann ein Feedback seitens der Lehrperson gegeben werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung» unten.
Informationen / Links
- ILIAS-Tool «Übung» https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Klein
Referat, mündliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden schreiben in Gruppen eine schriftliche Arbeit, jede/r ist redaktionell verantwortlich für einen Abschnitt
Analoges Pendant
(Gruppen-) Referat mit Diskussion
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Wenn Gruppenarbeit gewünscht ist oder bei grösseren Seminarveranstaltungen (> 20 Teilnehmende), die Gruppenarbeiten erfordern.
Vorteile
Neben den fachlichen Inhalten wird auch die Teamfähigkeit gefördert und bewertet.
Nachteile
Die individuelle Leistungsbewertung ist nicht immer zweifelsfrei möglich.
Technische Anforderung
Es braucht eine Lösung, um gemeinsam und evtl. zeitgleich an einem Text arbeiten zu können, z.B. ILIAS-Objekt «Etherpad»,
Dinge, die zu beachten sind
- Ein klarer Arbeitsauftrag mit präzisen Zeitangaben und Aufgabenstellungen für die einzelnen Studierenden in der Gruppe kann hilfreich sein, sofern das Procedere bei der Erstellung nicht eines der Learning Outcomes ist.
- Die Anforderungen an den fertigen Text sollten klar und frühzeitig kommuniziert sein.
- Es sollte jeweils eine Person für einen Teil des Textes verantwortlich sein, damit auch eine individuelle Bewertung möglich ist (reine Gruppenbewertungen sind oft rechtlich angreifbar). Andernfalls kann auch mit «pass oder fail» bewertet werden.
Informationen / Links
Klein
Referat, mündliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden fassen ihre Argumente und Analysen in einem Essay zusammen
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20)
Vorteile
Der Prüfungsmodus ist ähnlich wie bei den beiden analogen Pendants. Das Produkt ist allerdings besser zu bewerten, denn es wird schriftlich eingereicht und beinhaltet explizit das Vertreten eines bestimmten Standpunktes.
Nachteile
Die Bewertung von Essays ist anspruchsvoll und bedingt, dass ein differenziertes Beurteilungsraster vorliegt.
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt «Übung» (siehe Anleitung unten)
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung für dieses Assessment sollte frühzeitig und klar mit den Studierenden besprochen werden: Die Argumentation in Bezug auf die hinzugezogene Literatur sollte im Vordergrund stehen.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Klein
Referat, mündliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden unterziehen ein literarisches, künstlerisches oder wissenschaftliches Werk einer schriftlichen kritischen Würdigung
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20)
Vorteile
Aus den Rezensionen wird üblicherweise recht deutlich, ob die Studierenden den entsprechenden Text bzw. den/die/das XXX verstanden und die wichtigsten fachlichen Inhalte, aber auch die wissenschaftlichen Grenzen adäquat diskutieren können.
Nachteile
- Hoher Betreuungs- und Bewertungsaufwand
- Es werden belastbare Beurteilungskriterien benötigt.
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- DidakTipp «Rezensionen schreiben lassen»:https://didaktipps.ch/didaktipps.php?fid=365
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Klein
Referat, mündliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden erstellen ein logisches Netzwerk zentraler Begriffe eines Textes oder mehrerer Texte.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat, offene Fragen in einer schriftlichen Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20) [ist auch für grössere Veranstaltungen möglich, dann ist der Feedbackaufwand für die Lehrperson aber hoch]
Vorteile
- Die Aufgabe für die Studierenden ist anspruchsvoll, das Ergebnis jedoch übersichtlich.
- Die Studierenden müssen bei dieser Prüfungsform unter Beweis stellen, dass sie einen Themenkomplex übersichtlich und inhaltlich stringent darstellen können.
- Sie müssen Zusammenhänge verstehen und sich eine eigene Strukturlogik erarbeiten – das ist anspruchsvoll, aber sehr lernwirksam.
Nachteile
Aufgrund der hohen Ergebnisoffenheit ist auch die Beurteilung anspruchsvoll.
Technische Anforderung
PowerPoint bzw. Freeware (siehe unten) und E-Mail oder ILIAS- Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Freeware für die Erstellung von Concept maps:https://www.yworks.com/products/yed
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»:https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Referat, mündliche Prüfung, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden geben mit einer Zusammenfassung von Arbeitsdokumenten (Textzusammenfassungen, Rezensionen,…) einen Überblick über ihr Selbstlernen
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen geeignet, bei denen die Studierenden (Zwischen-) Produkte erstellen müssen
Vorteile
Die Lehrperson kann den Arbeitsprozess der Studierenden sehen, auch wenn ein mündliches Nachfragen nicht möglich ist.
Nachteile
Aufgrund der hohen Ergebnisoffenheit ist auch die Beurteilung anspruchsvoll.
Technische Anforderung
Dokumentvorlage und E-Mail oder ILIAS-Objekt
«Portfoliovorlage» in Kombination mit der ILIAS-Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden. Eine Vorlage, die die erforderlichen Inhalte des Portfolios anzeigt, ist hilfreich. Statt eines Textes kann auch ein Wiki o.Ä. erstellt werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»:https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Schriftliche Prüfungen
- Gruppengröße
Gruppengröße
Ursprüngliche Prüfungsform
Steckbrief zum digitalen Lösungsvorschlag
Klein
MC-Fragen, Wissensfragen zu wissenschaftlichen Theorien oder Konzepten
Grundsätzliche Idee
Studierende werden gebeten, ein Beispiel aus ihrem Alltag einzureichen, bei welchem eine bestimmte wissenschaftliche Theorie oder ein Konzept eine Rolle spielt und diesen Bezug schriftlich zu begründen.
Analoges Pendant
MC-Fragen, Wissensfragen zu wissenschaftlichen Theorien oder Konzepten
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Auf allen Schwierigkeitsstufen anwendbar.
Vorteile
- Die »Open book« (inkl. Internet)-Situation wird aktiv genutzt.
- Nicht das reine Faktenwissen, sondern die Anwendung wissenschaftlicher Konzepte auf den individuellen Alltag werden getestet.
- Sehr individuelle Antworten und daher geringe Plagiatsmöglichkeit.
Nachteile
- Für eine abgestufte Bewertung mittels der vollen Notenskala werden klare Beurteilungskriterien benötigt. Alternativ kann dieses Format gut mit bestanden/nicht- bestanden Bewertungen genutzt werden.
- Die Theorien und Konzepte sollte während der Vorlesung auch bereits anhand von Alltagsbeispielen präsentiert worden sein.
Technische Anforderung
Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
Dinge, die zu beachten sind
Eignet sich besonders in Kombination mit Pass/Fail-Bewertungen.
Informationen / Links
Groß
Schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Als Alternative zu einer schriftlichen Prüfung oder MC-Prüfung (Abfrage eines bestimmten Wissens) können Sie die Studierenden eine Prüfungsfrage zu einem recht umfangreichen Wissensstoff (z.B. gesamtes Semester) erstellen lassen. So prüfen Sie den Umgang mit dem Gesamtstoff.
Analoges Pendant
Schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Mittelgroße bis sehr große Gruppen. Auf allen Schwierigkeitsstufen anwendbar. Besonders bei viel Stoffumfang.
Vorteile
- Die Verfügbarkeit der Semesterunterlagen wird aktiv eingebunden.
- Der Korrekturaufwand hält sich in Grenzen.
- Durch den Wechsel auf die Metaebene ist diese Methode grundsätzlich auch in wissensbasierten Lehrveranstaltungen anwendbar.
Nachteile
Nicht als vollständige Prüfung, aber als Element in einer Prüfung möglich.
Technische Anforderung
Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
Dinge, die zu beachten sind
- Es sollte eine Plagiatsprüfung durchgeführt werden.
- Zudem sollten Beurteilungskriterien entwickelt werden, die gute von schlechten Fragen abgrenzen.
- Das Format muss zwingend mit den Studierenden während des Semesters geübt werden.
Informationen / Links
Groß
Schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Prüfungen werden in Heimarbeit handschriftlich durchgeführt und anschliessend als Scan oder Foto eingereicht.
Analoges Pendant
Schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Eignet sich besonders für Prüfungen mit hohem Formel- und Grafikanteil.
Vorteile
Sehr geringe technische Hürde
Nachteile
Korrekturaufwand ggf. höher, da Fotos interpretiert werden müssen.
Technische Anforderung
Foto-App auf dem Handy
Dinge, die zu beachten sind
- Beachten Sie hier die Herausforderung von Open Book- Prüfungen: Die reine Abfrage von Wissen macht bei dieser Prüfungsart keinen Sinn.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die zum ILIAS-Objekt «Übung» weiter unten.
- Mehrere Fotos sollten am besten in einer Datei geliefert werden, da sonst ein Chaos (inkl. Verwechslungsgefahr) entsteht.
- Nachträgliches Einreichen der Original-Papiere per Post als Option möglich, um Rechtssicherheit zu erhöhen.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Schriftliche Prüfung, Seminararbeit
Grundsätzliche Idee
Statt eine zeitlich eng befristete Prüfung in den Uni-Räumlichkeiten zu schreiben, könnten auch zeitlich befristete Heimarbeiten zur Bearbeitung gegeben werden, sog. 24h- oder 168h- Prüfungen.
Analoges Pendant
Schriftliche Prüfung oder Seminararbeit
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für mittelgrosse Gruppen geeignet. Ab mittlerem Schwierigkeitsniveau.
Vorteile
Diese Form führt üblicherweise zu einer vertiefteren Ausein- andersetzung mit dem Thema, als dies in kurzen schriftlichen Prüfungen sonst der Fall ist. Die Qualität der Antworten steigt in der Regel, da Studierende weniger unter Zeitdruck stehen.
Nachteile
Der Korrekturaufwand ist höher, da die Ergebnisse grundsätzlich umfangreicher sind und die Beurteilung vertiefter stattfinden muss.
Technische Anforderung
Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
Dinge, die zu beachten sind
- Die Aufgaben orientieren sich an Forschungsfragen von Seminararbeiten (also open book). Die Aufgaben müssen jedoch in der dennoch knappen Zeit bearbeitbar sein.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
MC-Fragen, Wissensfragen zu wissenschaftlichen Theorien oder Konzepten
Grundsätzliche Idee
Das Abfragen von Definitionen (oder ähnlichem Grundlagenwissen) ist in der aktuellen digitalen, open book-Situation wenig hilfreich. Es gibt keine Möglichkeit dabei zu überprüfen, ob die Studierenden die Definition nur aus dem Internet kopiert haben. Als Prüfungsaufgabe kann daher eine Definition gegeben werden und die Studierenden müssen diese bewerten, z.B. auf die wesentlichen Bestandteile hinweisen oder umstrittene Elemente erläutern. Alternativ können auch mehrere Definitionen vorgegeben werden und die Studierenden geben eine begründete Entscheidung ab, warum die eine besser ist als die anderen.
Analoges Pendant
Wissensfragen, MC-Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Grundlagenprüfungen, insb. im Einführungsstudium
Vorteile
Bessere Kontrolle der Eigenständigkeit bei relativ kleiner Veränderung der Prüfungsinhalte
Nachteile
Deutlich höherer Korrekturaufwand
Technische Anforderung
Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung unten.
Dinge, die zu beachten sind
In den dazugehörigen Vorlesungen müssen die Definitionen nicht nur präsentiert, sondern auch begründet worden sein.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Klein
offene Fragen in einer schriftlichen Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden erstellen ein logisches Netzwerk zentraler Begriffe eines Textes oder mehrerer Texte.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat, offene Fragen in einer schriftlichen Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmenden (<20) [ist auch für grössere Veranstaltungen möglich, dann ist der Feedbackaufwand für die Lehrperson aber hoch]
Vorteile
- Die Studierenden müssen bei dieser Prüfungsform unter Beweis stellen, dass sie einen Themenkomplex übersichtlich und inhaltlich stringent darstellen können.
- Sie müssen Zusammenhänge verstehen und sich eine eigene Strukturlogik erarbeiten – das ist anspruchsvoll, aber sehr lernwirksam.
Nachteile
Aufgrund der hohen Ergebnisoffenheit ist auch die Beurteilung anspruchsvoll.
Technische Anforderung
PowerPoint bzw. Freeware (siehe unten) und E-Mail oder ILIAS- Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Freeware für die Erstellung von Concept maps:https://www.yworks.com/products/yed
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung, praktische Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden bearbeiten einen Praxisfall bzw. praxisnahen Fall auf systematische Weise.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung, schriftliche Prüfungen
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Ideal zur Überprüfung von anwendungsorientierten und praxistauglichen Vorlesungsinhalten.
Vorteile
Gute Open Book-Kompatibilität, Reduktion der Betrugsmöglichkeiten
Nachteile
Hoher Korrekturaufwand, Bedingung ist ein differenziertes Beurteilungsraster
Technische Anforderung
E-Mail oder ILIAS-Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Der Fall sollte anspruchsvoll, d.h. nicht mit blossen «Wis- sensrecherchen» lösbar sein:
- Es sollten mehrere Lösungen möglich sein, die die Studierenden abwägen können und sollen.
- Die Studierenden sollten fachspezifische Vorgehens- weisen bei der Erarbeitung der Lösung nutzen und ggf. sogar variieren müssen, um den Fall zu lösen.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung, praktische Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden bearbeiten einen Praxisfall.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, praktische Prüfung, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für Gruppen verschiedener Grösse, insb. auch Kleingruppenarbeit bei grossen Prüfungskohorten
Vorteile
Hoher Praxisbezug
Nachteile
Praktische Tätigkeiten wie Untersuchungen von Patienten/innen oder Experimente können nicht geübt werden.
Technische Anforderung
Zoom, Text- und Videomaterial zum Fall, E-Mail oder ILIAS- Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Auf der Basis einer möglichst detaillierten und realitätsnahen Dokumentation eines Praxisfalls analysieren die Studieren- den vorbereitend, was das Problem beim Praxisfall sein könnte.
- Sie treffen sich in Zoom und analysieren das Problem unter Moderation der Lehrperson.
- Dann sammeln sie ihr Vorwissen zum Thema und klären, welche Informationen ihnen fehlen, um das Problem zu klären bzw. zu lösen.
- Sie recherchieren diese Informationen in Einzelarbeit und treffen sich dann wieder in Zoom, um die Ergebnisse zusammenzustellen und das Problem zu klären oder zu lösen.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
- Empfehlungen und FAQs zur Arbeit mit Webex: https://ilias3.uni-stuttgart.de/goto_Uni_Stuttgart_pg_423475_1897917.html
Groß
Schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden analysieren die Ursachen eines Problems mithilfe einer grafischen Darstellung.
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen
Vorteile
Die Studierenden können ihre analytischen und argumentativen Fähigkeiten zeigen.
Nachteile
Die ad-hoc-Argumentationsfähigkeit kann nicht in gleichem Masse geprüft werden wie in einer mündlichen Prüfung (z.B. kann die Lehrperson nicht direkt nachfragen). Ausserdem kön- nen die Studierenden sich bei der Arbeit Informationen aus der Literatur und dem Internet beschaffen.
Technische Anforderung
Powerpointvorlage bzw. fill-in-Dokument, ILIAS-Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Die Studierenden erhalten die Beschreibung eines Problems und analysieren dieses. Sie tragen mögliche Ursachen (und bei Bedarf die Argumente, die für diese Ursachen sprechen) in ein von der Lehrperson vorbereitetes Dokument ein und laden dieses hoch.
- Die Problemstellung muss angesichts der open book- und open internet-Situation bei digitalisierten Prüfungen so anspruchsvoll sein, dass die Studierenden mögliche Ur- sachen nicht einfach «googeln» können. Darüber hinaus sollte die Zeit für die Bearbeitung beschränkt sein.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
Groß
Schriftliche Prüfung, MC-Fragen
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden erstellen eine Fachlandkarte zum digitalisierten Frontalunterricht, in der sie die Zusammenhänge zwischen den wichtigsten Inhalten darstellen und begründen.
Analoges Pendant
Schriftliche Prüfung, MC-Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen
Vorteile
Statt Wissensfragen zu beantworten, müssen die Studierenden zentrale Inhalte identifizieren und miteinander in Verbindung bringen.
Nachteile
- Es kann nicht verhindert werden, dass die Studierenden sich inhaltliche Unterstützung suchen (Internet bzw. helfende Personen).
- Ggf. grosser Korrekturaufwand
Technische Anforderung
PowerPoint bzw. Freeware (siehe unten) und E-Mail oder ILIAS- Objekt «Übung»
Dinge, die zu beachten sind
- Die Bewertungskriterien sollten vorab an die Studierenden kommuniziert werden.
- Eine Zeitbegrenzung kann hilfreich sein.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
- Freeware für Mindmaps:https://freemind.de.softonic.com/
Groß
Schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung, Referat
Grundsätzliche Idee
Die Studierenden geben mit einer Zusammenfassung von Arbeitsdokumenten (Textzusammenfassungen, Rezensionen,…) einen Überblick über ihr Selbstlernen
Analoges Pendant
Mündliche Prüfung, Referat, schriftliche Prüfung
Grundsätzliche Anwendungsszenarien
Für alle Veranstaltungen geeignet, bei denen die Studierenden (Zwischen-) Produkte erstellen müssen
Vorteile
Die Lehrperson kann den Arbeitsprozess der Studierenden sehen, auch wenn ein mündliches Nachfragen nicht möglich ist.
Nachteile
Der Aufwand für das Feedback ist vergleichsweise hoch.
Technische Anforderung
Dokumentvorlage und E-Mail oder ILIAS-Objekt
«Portfoliovorlage» in Kombination mit der ILIAS-Übung
Dinge, die zu beachten sind
- Der Aufgabenstellung sollte frühzeitig und präzise mit den Studierenden besprochen werden. Eine Vorlage, die die erforderlichen Inhalte des Portfolios anzeigt, ist hilfreich. Statt eines Textes kann auch ein Wiki o.Ä. erstellt werden.
- Die Durchführung der Prüfungen in diesem Format können Sie über ILIAS organisieren. Beachten Sie hierfür die Anleitung weiter unten.
- Ebenfalls möglich ist ein gegenseitiges Feedback der Studierenden vor dem Feedback durch die Lehrperson.
Informationen / Links
- Anleitung zum ILIAS-Objekt «Übung»: https://docu.ilias.de/goto_docu_pg_90967_6024.html
- Freeware für Mindmaps:https://freemind.de.softonic.com/
Selbstlernphase
- Studierende werden durch Lehrende zu bestimmtem Lernhandeln außerhalb der Präsenzphase angehalten (z. B. Lerngruppen, Literaturarbeit oder Übungsaufgaben). Viele Formen des Selbststudiums können im d…
Studierende werden durch Lehrende zu bestimmtem Lernhandeln außerhalb der Präsenzphase angehalten (z. B. Lerngruppen, Literaturarbeit oder Übungsaufgaben). Viele Formen des Selbststudiums können im digitalen Szenario unverändert bleiben. Andererseits können sich im digitalen Szenario Aufgabenformate und Sozialformen ändern. Denkbar sind virtuelle "Gruppenräume", Foren sowie die Bearbeitung rein digitaler Inhalte.
Die Aufgabe der Lehrperonen bleibt im Wesentlichen unberührt: durch das gezielte Bereitstellen von Lernmaterial, Literatur, Aufgaben, Prüfungsleistungen und das Geben von Hinweisen zum effektiven Lernen werden die Lernaktivitäten indirekt gesteuert. Insofern gibt es einen großen Bereich, in dem sich das Selbstlernen und das Lehrhandeln der Dozent*innen überschneidet. Aus didaktischer Perspektive ist es außerdem sinnvoll und lernförderlich, Lernen, Lernerfolge und Lernschwierigkeiten sichtbar zu machen und so Sicherheit über den fortschreitenden Lernerfolg zu erhalten. Nicht zuletzt muss "Selbstlernphase" nicht "Selbststudium" bedeuten. Lernrguppen und angeleitete Gruppenarbeiten bergen ein großes Potential für eine gelingende Selbstlernphase.
Vier Schritte zur digitalisierten Lehre
In diesem Lehrformat arbeiten die Student*innen selbständig und/ oder in Teams und benötigen daher eine technische Infrastruktur, um sich miteinander auszutauschen. Daher müssen Sie im Vorfeld keine Inhalte aufbereiten bzw. aufzeichnen.
In der Vorbereitungsphase sollten Sie davon ausgehen, dass Sie sowohl mit synchronen (via Webex) und asynchronen (mit einem Kurs-Forum und Aufzeichnungen durch die Student*innen) Inhalten arbeiten werden. Asynchrone Anteile bieten nicht nur allen Beteiligten mehr zeitliche Flexibilität, sondern beugen auch möglichen Bandbreitenproblemen sowie Ungleichheiten bei der Hardwareausstattung der Teilnehmer*innen vor.
Student*innen können natürlich auf die gleiche Auswahl an Anwendungen zugreifen, um komplexe Inhalte und Erläuterungen aufzuzeichnen. Daher auch hier der Hinweis auf die detaillierten Anleitungen zu Aufzeichnungen in unserem Lernmodul
Falls Sie eine Aufzeichnung Ihrer handschriftlichen Notizen erstellen möchten wie beispielsweise die Herleitung einer Aufgabe dokumentieren, können Sie eine Dokumentenkamera verwenden.
Sie finden unter dem Stichwort "Elektronischer Tafelanschrieb" auch Good Practice Beispiele von Lehrenden der Universität Stuttgart.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert.
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Gestalten Sie beispielsweise einmal Ihre ILIAS-Startseite mit 3 Bereichen (Kommunikation/ Materialien/ Probeklausur) oder im Kacheldesign:
Um den Kurs zu strukturieren, bieten sich Ordner und Objektblöcke (die sich auch kombinieren lassen) oder Gruppen an, je nachdem, ob Sie einen eher themenorientierten oder terminbezogenen Aufbau bevorzugen oder ob Sie den Student*innen die Gruppenarbeit ermöglichen möchten.
Für dieses Lehrformat bietet sich u.U. eine thematische Unterteilung an bzw. eine Unterteilung nach Gruppen. Mithilfe der Gruppen können Sie und die Student*innen untereinander an Materialien arbeiten oder diese austauschen und miteinander kommunizieren.
Sie können den Student*innen eine Arbeitsplattform in ILIAS zur Verfügung stellen, indem Sie Foren, Wikis, Chats und Etherpads in den Gruppen bereistellen, damit sich die Student*innen mithilfe dieser ILIAS-Objekte austauschen und kollaborieren können.
Über die Option Verfügbarkeit im »Kontextmenü« neben Ordnern können Sie diese mit einer zeitlich begrenzten Verfügbarkeit versehen, wenn z.B. Übungsblätter erst zum Zeitpunkt eines virtuellen Treffen zur Verfügung stehen sollen.
Ordner werden häufig in ILIAS dazu verwendet, um eine Struktur (wochen- oder themenbasierend) im ILIAS Kurs zu erzeugen. Dadurch wird die Startseite des Kurses übersichtlicher, und Studierende haben einen schnelleren Zugriff auf die relevanten Materialien. Jegliches ILIAS Lernobjekt lässt sich einem Ordner zuordnen und darunter einsortieren. Eine Alternative zum Ordner ist die Sitzung, die aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes nicht mehr verwendet werden sollte.
Einsatzmöglichkeiten
- Dateien zu einem bestimmten Thema gesammelt und übersichtlich anbieten, z. B. Übungsklausuren oder Übungsblätter
Gruppen sind prinzipiell wie ILIAS-Ordner, jedoch mit fest zugewiesenen Mitgliedern. Kursmitglieder können verschiedenen Gruppen mit eigenen Inhalten erhalten, z.B. zur gemeinsamen Bearbeitung von Literatur. Gruppe A ließt Literatur A, Gruppe B ließt Literatur B, anschließend gegenseitige Literaturvorstellung.
Einsatzmöglichkeiten
- Bereich für Gruppenarbeiten innerhalb eines Kurses anbieten
- Studierende gemeinsam mit anderen Studierenden arbeiten und kommunizieren sowie Materialien teilen und austauschen lassen
- Kommunikation und Austausch nur innerhalb der eigenen Gruppe ermöglichen (Geschlossene Gruppen)
Der Objekteblock dient zur Gruppierung von ILIAS-Objekten. Mehrere ILIAS-Objekte können unter einem „Block“ zusammengefasst werden. Diese werden dann durch größeren Abstand von anderen Objekten getrennt und erhalten eine Überschrift. So können z.B. wenige Zusatzmaterialien unter dem Block „Zusatzmaterialien“ statt in einem eigenen Ordner aufgeführt werden oder Ordner ine einem Block zusammengefasst werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Bestehende Kursmaterialien in Objektgruppen zusammenfassen und nach Wunsch neu anordnen
- Kurs übersichtlicher gestalten
Stellen Sie Ihre Inhalte in den Ordnern oder Sitzungen bereit. Die wichtigsten Objekte hierfür sind:
- Datei (für PDF, PowerPoint etc.)
- Mediacast, alternativ Interatives Video (für eigene Video-Dateien)
- Lernmodul ILIAS (für die Darstellung strukturierter Inhalte direkt in ILIAS/im Browser)
- Weblink (für Verweise z.B. auf lizensierte UB-Angebote oder auch Webex-Meeting-Räume)
Vgl. auch unsere Toolbox zu den Werkzeugen in ILIAS.
Mit dem ILIAS-Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Einsatzmöglichkeiten
- Materialien aus der Lehrveranstaltung zur Verfügung stellen (z. B. Folien, Übungen, ...) und zum Download anbieten
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Mit dem interaktiven Video können Sie zu einem Video folgende Funktionen hinzufügen und dadurch die Interaktivität zwischen Studierenden und Dozenten erhöhen:
Einsatzmöglichkeiten
- Vertiefte Auseinandersetzung mit Videos mithilfe der Frage- und Kommentarfunktion ermöglichen
- Kommentare (nach Personen filterbar, einzelne Stellen oder komplette Passagen im Video)
- Fragen im Video
- Sprungmarken (durch Kommentare, nach Beantwortung einer Frage)
Das ILIAS Lernmodul ist wie ein Buch, mit der Möglichkeit nicht nur Text und Bild sondern auch Audio- und Videoinhalte einzufügen. Dadurch können Sie mit dem Lernmodul Ihre Inhalte multimedial aufbereiten und mit Links zu weiterführenden externen oder internen Materialien verlinken. Es lassen sich auch Fragen in ein Lernmodul einfügen, um das Wissen der Studierenden an einer bestimmten Stelle im Lernmodul zu überprüfen.
Einsatzmöglichkeiten
- Inhalte in "Buchform" mit Kapiteln und Seiten zu einem Thema übersichtlich darstellen
- Inhalte multimedial aufarbeiten
Eigene Erstellung und Veröffentlichung eines Webfeeds. Die Inhalte sind Mediendateien wie Videos oder Audiodateien und es kann zwischen einer Gallerie- oder Listenansicht gewählt werden. Sie können das Herunterladen der Dateien unterbinden und der Zugriff ist wahlweise für ausgewählte Benutzer oder öffentlich möglich.
- Direktes Streamen (Abspielen) von Audio- oder Video-Dateien ermöglichen
Die Weblinks oder mehrere Weblinks, die dann eine Websammlung ergeben, verweisen auf weiterführende Informationen und Materialien im Internet. Eine Websammlung kann thematisch sortiert und strukturiert werden. Neben externen Links zu anderen Webseiten, können auch ILIAS Objekte durch einen Link verknüpft werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Einzelne Links oder ganze Linksammlungen bereitstellen
- Interne Links auf bestimmte Objekte in ILIAS zur Verfügung stellen
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
Viel eher als bei anderen Lehrformaten mit größerer Teilnehmerzahl kann Cisco Webex Meetings ein wichtiges Werkzeug für die Durchführung virtueller Treffen sein.
Wichtig beim Einsatz von Webex sind klare Regeln für alle Teilnehmer*innen und eine ggf. aktive Moderation. Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon z.B. in der Regel besser stumm schalten. Und ohne ein Headset gibt es oft Probleme mit Hall und Echos; es reicht aber meist ein ganz einfaches Headset, wie bei Smartphone mitgeliefert wird.
Gerade für Studierende, die einen komplexen Zusanmenhang verdeutlichen möchten wie z.B. etwas vorrechnen, ist die Verwendung des Smartphone für die Webex-Sitzung ggf. eine einfache Möglichkeit dies zu tun: Statt an der Tafel schreibt man mit einem Stift auf Papier, auf das man die Kamera das Smartphone richtet. – Die Kameras von Smartphones sind den Webcams der meisten Computer weiter überlegen und ein Client für Webex Meetings ist sowohl für iOS als auch Android in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Virtual-Classroom-Sitzungen, egal ob mit Webex oder einem anderen, vergleichbaren Werkzeug, sind für alle Beteiligten sehr anstrengend. Sie sollten daher in Erwägung ziehen, die Zahl der Live-Sitzungen zu reduzieren und die Teilnehmer*innen ggf. einmal im Semester über eine Aufzeichnung vorrechnen zu lassen, die über eine Übung eingereicht werden können.
Im Abschnitt Zusätzliche Funktionen in den Kurseinstellungen könne Sie die Neuigkeiten aktivieren. Danach lässt sich im gleichnamigen Unterreiter der Einstellungen die Timeline einschalten. Dort können Sie auch direkt aktuelle Ankündigungen für die Teilnehmer*innen hineinschreiben.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Feedback individuell geben, ohne dass andere Studierende im Kurs es sehen
- Reflexion, Recherche, zusammengefasste Wissenssammlung in Dokumenten oder Bildern ermöglichen
- Zentrale Sammelstelle aller Abgaben für eine Aufgabe verwenden
Lernstandskontrolle geschieht bei diesem Lehrformat zwar implizit und forwährend, Lehrende sollten bei reiner Online-Durchführung einige Faktoren bedenken:
- Häufige Webex-/Virtual-Classroom-Sitzungen (ggf. in zahlreichen Veranstaltungen) sind für alle Beteiligten anstrengend, der Lerneffekt bei Student*innen dürfte im Laufe des Semester rapide sinken.
- Sie können nicht bei allen Teilnehmer*innen von einem durchgehend hohen technischen Standard ausgehen; nicht jede(r) Student*in verfügt über daheim über einen schnellen Internetanschluss und/oder Endgeräte der neuesten Generation.
- Verschiedenste Aspekte fortgesetzter sozialer Isolation in Folge der aktuellen COVID-19-bedingten Gesamtsituation machen das Lernen für Student*innen ggf. erheblich schwieriger als zu ›normalen‹ Präsenzzeiten.
Passen Sie Anforderungen und auch Bearbeitungszeiten daher bedarfsgerecht an und experimentieren Sie ggf. mit asynchronen Formaten als Alternative zu einem reinen Live-Übungsbetrieb.
- E-Portfolios
- Datensammlungen
- Wikis
- Übungen
Didaktische Grundbausteine
Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
Die meisten Veranstaltungen bestehen aus einer Präsenz- und einer Selbstlernphase. Die Selbstlernphase wird durch die Studierenden zu enem großen Teil eigenverantwortlich und individuell gestalten. Sie als Lehrperson können vor allem auf zwei Wegen diese Selbstlernphase unterstützen. Zum einen nehmen Sie indirekten Einfluss, indem sie digitale Inhalte, Lernmaterialien, Aufgaben, Literaturlisten, Musterlösungen etc. bereitstellen. Studierende richten ihre Selbstlernphase an diesen Dingen aus. Zum anderen können Sie als Lehrperson gezielte Hinweise geben, wie effektives Lernen gestaltet werden kann. Denkbar ist hier die direkte Vermittlung von Lernstrategien oder auch der Einsatz von Tutorien, in denen bestimmte Lern- und Arbeitsweisen vermittelt werden.
Es kann sehr hilfreich sein, insbesondere für Studierende zu Beginn ihres Studiums, eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Lernstrategie zu suchen. Sie können als Lehrperson hierbei unterstützen und verschiedene Arten des Lernens bewusst thematisieren und auch Empfehlungen geben. Da im digitalen Szenario eine informelle Orientierung an Kommiliton*innen tendenziell schwieriger ist, kann eine Unterstützung durch die Lehrperson helfen, Orientierungslosigkeit im Lernprozess zu vermeiden. Neben direkten Hinweisen, wie gelernt werden kann und sollte, können Reflexionsaufgaben Studierende auch dazu anleiten, ihr eigenes Lernen zu erkunden und darüber in den Austausch zu gehen.
Die Tätigkeiten, zu denen Sie Ihre Studierenden über virtuelle, inhaltliche Impulse und Aufgaben anhalten wollen, sollten direkt auf die Lehr-/Lernziele bezogen werden. Wenn Sie möchten, dass Studierende nicht nur die Inhalte auswendig lernen, dann sollten Sie Aufgaben formulieren, die zu anderen Tätigkeiten anleiten (z.B. selbst rechnen, selbst recherchieren oder eine kritische Bewertung verfassen). Das hat auch einen Fairnessaspekt, denn nur solche Tätigkeiten, die von den Studierenden auch transparent verlangt werden, sollten in der Prüfung gefordert sein. Zwischen den virtuellen Impulsen, den Arbeitsaufgaben, den Lerntätigkeiten der Studierenden und der Prüfung sollte also ein Gleichgewicht bestehen. Im digitalen Szenario ist besondere Aufmerksamkeit darauf zu richten, dass die Selbstlernphase also zielführend genutzt wird. Lernstandskontrollen und gute Kommunikation sind hierfür wichtig.
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie die Studierenden dabei unterstützen, die Lernziele zu erreichen?
Die Selbstlernphase ist durch Selbstverantwortung, die Abwesenheit der Lehrpersonen und einen Lernkontext außerhalb der präsenzzeit geprägt. Im digitalen Szenario, in dem Inhalte möglicherweise rein asynchron (Videoaufzeichnungen) und digital (alle Arbeitsaufgaben auf ILIAS bereit) vergbar sind, stellt sich die Frage, ob das Lernen nicht ohnehin komplett in eine Selbstlernphase verlagert wird. Dadurch verändern sich jedoch nicht die prinzipiellen Bedingungen eines erfolgreichen Lernprozesses. Hilfreich sind klare und zielführende Arbeitsanweisungen für die Selbstlernphase sowie eine Möglichkeit kollaborativ – mit anderen Studierenden – zu lernen.
Im digitalen Lehrformat erfolgen die Anweisungen überwiegend asynchron, virtuell und vergleichsweise anonym. Im Gegensatz zur Präsenzlehre ist es daher umso wichtiger, dass Aufgaben und Lernaktivitäten klar und unmissverständlich kommuniziert werden. Verbinden Sie daher jede Arbeitsaufgabe oder jede Anregung mit einer klaren Anweisung:
- Wer ist durch die Aufgabe angesprochen?
- Was soll gemacht werden?
- Mit wem wird zusammengearbeitet?
- Welche Zeit steht zur Verfügung oder ist vorgesehen?
- Welches Ergebnis wird erwartet?
- Wie wird mit dem Ergebnis weitergearbeitet; wozu dient es?
Die Selbstlernphase muss nicht durch einsames Lernen geprägt sein. Studierende können sich in kleinen Gruppen direkt über Inhalte austauschen (z.B. Webex), sie können gemeinsam an einem Produkt arbeiten (z.B. ILIAS Wiki, Etherpad, gemeinsame Hausarbeiten, Essays etc.) und Ergebnisse letztlich auch digital kommunizieren (z.B. ein aufgezeichnetes Referat oder eine animierte Präsentation). Zentral ist die Klarheit über die erwarteten Ergebnisse und Arbeitsweisen, denn auf weiten Strecken liegt die Lerntätigkeit in Eigenverantwortung. Um einer lernhinderlichen Selbstüberlassung vorzubeugen, sollten Lehrende als BeraterInnen leicht erreichbar sein.
In vielen Fächern existiert ein informeller und beiläufig erlernter Fundus aus Selbstlernstrategien, der von Generation zu Generation an Studierende in den ersten Semestern weitergegeben werden. Dabei kommt es auch zu Analgieschlüssen, indem bekannte Lernstrategien anderer Fächer oder aus der Schule auf neue Lehrveranstaltungen übertragen werden. Diese tradierten Lernaktivitäten sind meist erprobt und durchaus praxistauglich, um eine Lehrveranstaltung zu bewältigen. In einem rein digitalen Szenario muss unter Umständen bedacht werden, dass der informelle Austausch über "richtiges" und "falsches" Lernen sehr erschwert wird. Lehrende können hier ansetzen und gemeinsam mit den Studierenden die Selbstlernphase bewusst thematisieren. Zur aktuellen Herausforderung gehört eben auch, dass traditionelle Selbstlernphasen möglicherweise nicht mehr adäquat in den digitalen Studienalltag und den individuellen Lernrhythmus passen. Studierende und Lehrende sollten daher offen und transparent über Chancen und Grenzen der Digitalisierung für die Selbstlernphase sprechen.
Welche digitalen Tools unterstützen Sie dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) zwischen Ihnen und den Studierenden zu ermöglichen?
Viele Studierende schließen sich in den Selbstlernphasen zu informellen oder auch formellen Lerngruppen zusammen. Besonders für Studierende, die ihr Studium im Sommersemester 2020 neu an der Universität Stuttgart beginnen und die möglicherweise noch keine etablierten Lerngruppen haben, wird deren Zusammenfinden erschwert. Stellen Sie deshalb in Ihren Veranstaltungen Möglichkeiten zur Verfügung, wie sich Studierende zu Lerngruppen zusammenschließen können.
Die Lernplattform ILIAS bietet viele Möglichkeiten zur Gruppenbildung und zum Austausch unter Studierenden. Dadurch, dass Lehrpersonen ebenfalls eingebunden werden können, lassen sich auch informelle Lerngruppen bei Bedarf direkt betreuen und unterstützen. Vielleicht möchten Studierende aber auch gerade einen Bereich haben, an dem man sich ohne direkten Zugriff durch Lehrende austauschen kann. Hierzu bietet ILIAS Studierenden die Möglichkeit exklusive Gruppen in Eigenregie zu gründen, die von Lehrenden nicht eingesehen werden können. Darüber hinaus sollten Lerngruppen angeregt werden, sich regelmäßig über den Lernstand zu vergewissern (siehe unten).
Mit- und untereinander zu lernen stellt ein großes Potential für den Lernerfolg dar. Neben der Möglichkeit, sich virtuell in Lerngruppen für den direkten Austausch zu versammeln oder Fragen im Forum asynchron zu diskutieren, können Peer-Verfahren auch konkreter und stärker formalisiert verwendet werden. Die Herausforderung besteht hierbei in der Organisation der Peers, beispielsweise von Paaren aus Feedbackgeber und Feedbacknehmer. ILIAS bietet grundsätzlich viele Möglichkeiten dies zu koordinieren.
- Peer-Feedback: Sie organisieren die Bearbeitung von Aufgaben und Lerneinheiten so, dass alle Studierenden z.B. zwei anderen KommilitonInnen schriftlich Feedback zu den Ergebnissen geben.
- Peer-Review: Sie regen Studierende dazu an, dass man sich wechselseitig Arbeitsaufgaben korrigiert und zum Beispiel vor einer Pflichtabgabe wechselseitige Reviews schreibt. Reviews an KommilitonInnen können auch selbst wiederum Pflichtabgaben sein.
- Peer-Grading: Sie koordinieren eine anonymisierte Notenvergabe unter Studierenden. Der Lerneffekt ist insbesondere dann gegeben, wenn die Studierenden die tatsächlichen Bewertungsschemata bekommen und sozusagen aus der Sicht von Lehrenden auf die Zwischenleistungen oder Übungsaufgaben ihrer KommilitonInnen blicken.
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch die Studierenden ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Da die Gestaltung der Selbstlernphase entscheidend für den Lernerfolg ist, empfiehlt es sich, Studierenden Methoden an die Hand zu geben, wie sie ihren eigenen Lernstand kontrollieren können.
Auch während der Selbstlernphase ist es für einige Studierende hilfreich Fragen an die Lehrperson stellen zu können. Es hilft, wenn Sie Sprechzeiten über Webex einrichten. Wenn Sie den Studierenden Ihren persönlichen Webex-Meetingraum zur Verfügung stellen, können sie Sie zu bestimmten Uhrzeiten ohne vorherige Terminabsprache kontaktieren. Kommunikationswege über E-Mail, Telefon und über das ILIAS-Forum bieten sich weiterhin an.
Zeitnahes Feedback zu Studienleistungen ist wichtig für den Lernerfolg. Digitale Medien bieten hierzu eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben Tests (LINK?) und Übungen (LINK?) in ILIAS können auch Foren (LINK) dazu genutzt werden, die größten Schwierigkeiten der Studierenden oder deren größten Sorgen bei der Prüfungsvorbereitung zu erfragen und somit sichtbar zu machen. Die Ausgabe von Musterlösungen ermöglichen die Selbstbeurteilung. Auch können Umfragen (LINK?) hervorragende Mittel sein, um mehr über den Lernstand zu erfahren. Das Sichtbarmachen von Lernständen ist eine ganz zentrale Methode:
- Lehrende können sich unter Bedingungen der großen Anonymität rückversichern, ob die Studierenden dem Lernstoff gut folgen können und das Lernen mit Blick auf die Prüfung in die richtige Richtung verläuft.
- Studierende können sich selbst an Maßstäben messen, die Lehrende anlegen und die auch das Prüfungsniveau fair abbilden (strukturelles Wissen über den eigenen Wissensstand).
- Die gesamte Studierendengruppe erhält einen sichtbaren Eindruck davon, welche Probleme häufig sind und wo der eigene Leistungsstand einzuordnen ist. Das gibt Handlungssicherheit für das eigene Lernhandeln und entlastet auch, denn meistens sind Studierende mit ihren Problemen nicht allein.
Die Methode fördert die Metakognition sowie die Festigung der Lernergebnisse bei den Studierenden. Oft bringt sie zutage, dass sich die Lernergebnisse von den Lernzielen unterscheiden. Solche Erkenntnisse können aber gute Anregungen geben, wie zukünftig bestimmte Lerninhalte durch eine entsprechend der Ergebnisse der Methode angepasste Vermittlung gut gefestigt werden können. – Anweisung: In fünf bis zehn Minuten sollen die Studierenden folgende fünf Aufgaben zum Thema bearbeiten; offene Fragen können im Anschluss mit dem Lehrenden z. B. im ILIAS-Forum oder in Lerngruppen besprochen werden.
- Recall: Nennen Sie drei bis fünf Stichpunkte, welche die wichtigsten Lerninhalte zusammenfassen.
- Summarize: Fassen Sie möglichst viele Punkte zum Thema in einem einzigen Satz zusammen.
- Question: Formulieren Sie ein bis zwei für Sie noch offene Fragen zum Thema.
- Connect: Stellen Sie eine Verbindung zwischen wesentlichen Inhalten und den Learning Outcomes der Veranstaltung her.
- Comment: Geben Sie ein bis zwei freie Kommentare zum Thema ab.
Seminar
- Innerhalb eines Seminars wird das Wissen aus der Vorlesung weiter vertieft und die Student*innen wenden die Lerninhalte selbst an. Ein Seminar besteht meisten aus einer geringeren Anzahl an Student*i…
Innerhalb eines Seminars wird das Wissen aus der Vorlesung weiter vertieft und die Student*innen wenden die Lerninhalte selbst an. Ein Seminar besteht meisten aus einer geringeren Anzahl an Student*innen wodurch der Ablauf interaktiver gestaltet werden kann. Die Student*innen arbeiten, forschen und diskutieren in Arbeitsgruppen über ein spezielles Thema und sind aktiv beteiligt. Am Ende eines Seminars werde häufig Referate, Seminararbeiten oder Portfolios als Leistungsnachweis erbracht.
Das Seminar ist ein flexibles Format, das von Lehrenden unterschiedlich gestaltet wird. Vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften findet die Erarbeitung von Themen häufig in Seminaren statt. Im Vorfeld Texte zu lesen, die gemeinsam im Seminar diskutiert werden, und das Halten von Referaten durch einzelne Studierende sind häufige Methoden zum Erwerb der Leistungspunkte. Ein hoher Gestaltungsspielraum und Interkation zwischen Studierenden und Lehrendem sind charakteristisch.
Vier Schritte zur digitalisierten Lehre
Im Vorfeld aufbereiten bzw. aufzeichnen müssen Sie als Lehrpersonen in der Regel nichts. Die Materialien und beispielsweise Übungsblätter dürften in den meisten Fällen ohnhin bereits in digitaler Form vorliegen.
Aber: Sie können überlegen, ob Sie im Laufe des Semesters ggf. Musterlösungen, durch Sie vorgerechnete Aufgaben oder ergänzende Erklärungen zu manchen Aufgaben als Aufzeichnungen zur Verfügung stellen möchten.
Außerdem sollten Sie in der Vorbereitungsphase davon ausgehen, dass Sie sowohl mit synchronen (via Webex Meetings und Training) als auch mit asynchronen Materialien die Veranstaltung (mit einem Kursforum und Aufzeichnungen durch die Student*innen) durchgeführen werden. Asynchrone Anteile bieten nicht nur allen Beteiligten mehr zeitliche Flexibilität, sondern beugen auch möglichen Bandbreitenproblemen sowie Ungleichheiten bei der Hardwareausstattung der Teilnehmer*innen vor.
Falls doch inhaltliche Beiträge durch den Dozenten benötigt werden, können diese, wie in der Vorlesung beschrieben, durch unterschiedliche Methoden der Aufzeichnungen realisiert werden. Die inhaltlichen Beiträge gestalten sich wesentlich kürzer als bei den Vorlesungen, aber dennoch auch hier der Hinweis auf die detaillierten Anleitungen zu Aufzeichnungenvor allem im Büro/zu Hause in unserem Lernmodul.
Wichtig bei diesem Format ist der interaktive Charakter und, dass den Studierenden die Möglichkeit eines Rückkanals geboten wird, um die Ergebnisse aus Übungen, Referaten, Seminararbeiten, etc. zu sichern und gegebenenfalls neu zu diskutieren.
Unterteilen Sie Ihren Stoff bei Aufnahmen in kurze Themenblöcke von jeweils 10 bis maximal 20 Minuten.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert.
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Gestalten Sie beispielsweise einmal Ihre ILIAS-Startseite mit 3 Bereichen (Kommunikation/ Materialien/ Probeklausur) oder im Kacheldesign:
Um den Kurs zu strukturieren, bieten sich Ordner und Objektblöcke (die sich auch kombinieren lassen) oder Gruppen an, je nachdem, ob Sie einen eher themenorientierten oder terminbezogenen Aufbau bevorzugen oder ob Sie den Student*innen die Gruppenarbeit ermöglichen möchten.
Für dieses Lehrformat bietet sich u.U. eine thematische Unterteilung an bzw. eine Unterteilung nach Gruppen. Mithilfe der Gruppen können Sie und die Student*innen untereinander an Materialien arbeiten oder diese austauschen und miteinander kommunizieren.
Sie können den Student*innen eine Arbeitsplattform in ILIAS zur Verfügung stellen, indem Sie Foren, Wikis, Chats und Etherpads in den Gruppen bereistellen, damit sich die Student*innen mithilfe dieser ILIAS-Objekte austauschen und kollaborieren können.
Über die Option Verfügbarkeit im »Kontextmenü« neben Ordnern können Sie diese mit einer zeitlich begrenzten Verfügbarkeit versehen, wenn z.B. Übungsblätter erst zum Zeitpunkt eines virtuellen Treffen zur Verfügung stehen sollen.
Das ILIAS-Objekt Übung dient für aufgabenbasierte Abgaben, vor allem von Dateien. Innerhalb einer Übung können mehrere, ggf. mit jeweils eigenem Start- und Abgabedatum versehene Aufgaben gestellt werden. Alle Abgaben lassen sich von den Lehrenden am Ende gesammelt herunterladen. Außerdem erlaubt die Übung Feedback sowohl durch die Lehrenden als auch in Form von Peer-Feedback und verfügt über einen Team-Modus. Und sie kann so konfiguriert werden, dass die Abgaben wahlweise nach Ablauf der Abgabefrist für alle Kursteilnehmer*innen einsehbar werden.
Die Übung eignet sich auch, aufgezeichnete Vorrechnungen von Studierenden einzusammeln und so u.U. die Zahl von Live-Sitzungen in Webex zu reduzieren.
Student*innen können dabei, außer auf Hörsaal-Aufzeichnungen, u.a. auf alle an der Uni Stuttgart angebotenen Aufzeichnungswerzeuge zurückgreifen.
Ordner werden häufig in ILIAS dazu verwendet, um eine Struktur (wochen- oder themenbasierend) im ILIAS Kurs zu erzeugen. Dadurch wird die Startseite des Kurses übersichtlicher, und Studierende haben einen schnelleren Zugriff auf die relevanten Materialien. Jegliches ILIAS Lernobjekt lässt sich einem Ordner zuordnen und darunter einsortieren. Eine Alternative zum Ordner ist die Sitzung, die aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes nicht mehr verwendet werden sollte.
Einsatzmöglichkeiten
- Dateien zu einem bestimmten Thema gesammelt und übersichtlich anbieten, z. B. Übungsklausuren oder Übungsblätter
Gruppen sind prinzipiell wie ILIAS-Ordner, jedoch mit fest zugewiesenen Mitgliedern. Kursmitglieder können verschiedenen Gruppen mit eigenen Inhalten erhalten, z.B. zur gemeinsamen Bearbeitung von Literatur. Gruppe A ließt Literatur A, Gruppe B ließt Literatur B, anschließend gegenseitige Literaturvorstellung.
Einsatzmöglichkeiten
- Bereich für Gruppenarbeiten innerhalb eines Kurses anbieten
- Studierende gemeinsam mit anderen Studierenden arbeiten und kommunizieren sowie Materialien teilen und austauschen lassen
- Kommunikation und Austausch nur innerhalb der eigenen Gruppe ermöglichen (Geschlossene Gruppen)
Der Objekteblock dient zur Gruppierung von ILIAS-Objekten. Mehrere ILIAS-Objekte können unter einem „Block“ zusammengefasst werden. Diese werden dann durch größeren Abstand von anderen Objekten getrennt und erhalten eine Überschrift. So können z.B. wenige Zusatzmaterialien unter dem Block „Zusatzmaterialien“ statt in einem eigenen Ordner aufgeführt werden oder Ordner ine einem Block zusammengefasst werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Bestehende Kursmaterialien in Objektgruppen zusammenfassen und nach Wunsch neu anordnen
- Kurs übersichtlicher gestalten
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Feedback individuell geben, ohne dass andere Studierende im Kurs es sehen
- Reflexion, Recherche, zusammengefasste Wissenssammlung in Dokumenten oder Bildern ermöglichen
- Zentrale Sammelstelle aller Abgaben für eine Aufgabe verwenden
Der ILIAS Chat dient zur synchronen Kommunikation und unterscheidet sich nicht wesentlich zu allgemein bekannten Chatsystemen. Die Teilnehmer können sich über eine Texteingabe mit anderen austauschen und der Dozent kann im Nachgang den Chat exportieren. Der Chat bietet nicht so viele Funktionen (senden von Bildern, Videos. etc.) wie heutzutage bekannte Messenger wie WhatsApp.
Einsatzmöglichkeiten
- direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.
Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln.
Stellen Sie Ihre Inhalte in den Ordnern oder in den Gruppen bereit. Die wichtigsten Objekte hierfür sind:
- Datei (für PDF, PowerPoint etc.)
- Mediacast, alternativ Interatives Video (für eigene Video-Dateien)
- Lernmodul ILIAS (für die Darstellung strukturierter Inhalte direkt in ILIAS/im Browser)
- Weblink (für Verweise z.B. auf lizensierte UB-Angebote oder auch Webex-Meeting-Räume)
- Wikis zum gemeinsamen Arbeiten an verlinkzen und strukurierten Texten
- Etherpad zum gemeinsamen Arbeiten an einem Text
Vgl. auch unsere Toolbox zu den ILIAS-Werkzeugen.
Mit dem ILIAS-Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Einsatzmöglichkeiten
- Materialien aus der Lehrveranstaltung zur Verfügung stellen (z. B. Folien, Übungen, ...) und zum Download anbieten
Textfeld, in dem mehrere Nutzer zeitgleich schreiben bzw. arbeiten können. Ggf. zur Erstellung einer abstrakten, kollaborativen Mind-Map. Wird auch häufig verwendet um Protokolle zu schreiben oder ein Brainstorming zumachen.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsames und zeitgleiches schreiben an einem Text
- Synchrone oder asynchrone Brainstorming durchführen
- Ergebnisse von Gruppenarbeiten festhalten, sodass sie auch für andere Gruppen verfügbar sind
- Gemeinsam synchron ein Sitzungs- oder Veranstaltungs- protokoll verfassen
Mit dem interaktiven Video können Sie zu einem Video folgende Funktionen hinzufügen und dadurch die Interaktivität zwischen Studierenden und Dozenten erhöhen:
Einsatzmöglichkeiten
- Vertiefte Auseinandersetzung mit Videos mithilfe der Frage- und Kommentarfunktion ermöglichen
- Kommentare (nach Personen filterbar, einzelne Stellen oder komplette Passagen im Video)
- Fragen im Video
- Sprungmarken (durch Kommentare, nach Beantwortung einer Frage)
Das ILIAS Lernmodul ist wie ein Buch, mit der Möglichkeit nicht nur Text und Bild sondern auch Audio- und Videoinhalte einzufügen. Dadurch können Sie mit dem Lernmodul Ihre Inhalte multimedial aufbereiten und mit Links zu weiterführenden externen oder internen Materialien verlinken. Es lassen sich auch Fragen in ein Lernmodul einfügen, um das Wissen der Studierenden an einer bestimmten Stelle im Lernmodul zu überprüfen.
Einsatzmöglichkeiten
- Inhalte in "Buchform" mit Kapiteln und Seiten zu einem Thema übersichtlich darstellen
- Inhalte multimedial aufarbeiten
Eigene Erstellung und Veröffentlichung eines Webfeeds. Die Inhalte sind Mediendateien wie Videos oder Audiodateien und es kann zwischen einer Gallerie- oder Listenansicht gewählt werden. Sie können das Herunterladen der Dateien unterbinden und der Zugriff ist wahlweise für ausgewählte Benutzer oder öffentlich möglich.
- Direktes Streamen (Abspielen) von Audio- oder Video-Dateien ermöglichen
Die Weblinks oder mehrere Weblinks, die dann eine Websammlung ergeben, verweisen auf weiterführende Informationen und Materialien im Internet. Eine Websammlung kann thematisch sortiert und strukturiert werden. Neben externen Links zu anderen Webseiten, können auch ILIAS Objekte durch einen Link verknüpft werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Einzelne Links oder ganze Linksammlungen bereitstellen
- Interne Links auf bestimmte Objekte in ILIAS zur Verfügung stellen
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
In dem ersten Schritt der Zusammenarbeit der Student*innen innerhalb von ILIAS und beim Zusammentragen der Ergebnisse aus den Arbeitsphasen, können Sie im ILIAS-Kurs mehrere Gruppen für die Student*innen anlegen. In den Gruppen können Sie für die Student*innen Foren, Wikis oder beispielsweise ein Etherpad anlegen, damit diese zusammenarbeiten und diskutieren können.
Um dann in einem nächsten Schritt gezielt und gebündelt aus den Arbeitsgruppen wieder eine Rückmeldung zu erhalten empfiehlt sich die Übung in ILIAS (hier ist auch ein Peer-Review unter den Student*innen möglich). In der Basisfunktion stellt die Übung eine 1 zu 1 Kommunikationen zwischen Dozent*innen und Student*innen dar, durch Peer-Review und Veröffentlichung der Ergebnisse für alle Teilnehmer im Nachhinein, lassen sich die Ergebnisse aus der Übung auch für alle Teilnehmer öffnen.
Sie können auch bei kleineren Seminaren Online-Meetings organisieren und hierfür Webex Meetings verwenden, um Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen zu erhalten und um mit den Student*innen synchron zusammenzuarbeiten. So können Sie in Webex Meetings gemeinsam einen Film schauen, eine Datei ansehen (leider nicht gemeinsam bearbeiten – hierfür bietet sich dann wieder Etherpad oder ein Conceptboard an), den Computer teilen oder auf einem Whiteboard zeichnen und schreiben.
In Webex Training können Sie ebenfalls Online-Meetings durchführen. Mithilfe von Webex Training und Webex Meeting können Sie online größere Gruppen in kleinere Gruppen aufteilen und mit sogenannten Break-out Räumen (Teilgruppen-Sitzungen) den Student*innen eigene online Arbeitsräume zur Verfügung stellen und dadurch online Gruppenarbeiten mit den Student*innen durchführen.
Anleitungen zu Webex Trainings
Sie haben schon Erfahrungen mit Webex Training und Break-out Räumen? Dann schreiben Sie einen kurzen Erfahrungsbericht in unserem Foren Digitale Lehre im Sommersemester 2020, damit wir und Ihre Kolleg*innen davon profitieren können.
Viel eher als bei anderen Lehrformaten mit größerer Teilnehmerzahl kann Cisco Webex Meetings ein wichtiges Werkzeug für die Durchführung virtueller Treffen sein.
Wichtig beim Einsatz von Webex sind klare Regeln für alle Teilnehmer*innen und eine ggf. aktive Moderation. Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon z.B. in der Regel besser stumm schalten. Und ohne ein Headset gibt es oft Probleme mit Hall und Echos; es reicht aber meist ein ganz einfaches Headset, wie bei Smartphone mitgeliefert wird.
Gerade für Studierende, die einen komplexen Zusanmenhang verdeutlichen möchten wie z.B. etwas vorrechnen, ist die Verwendung des Smartphone für die Webex-Sitzung ggf. eine einfache Möglichkeit dies zu tun: Statt an der Tafel schreibt man mit einem Stift auf Papier, auf das man die Kamera das Smartphone richtet. – Die Kameras von Smartphones sind den Webcams der meisten Computer weiter überlegen und ein Client für Webex Meetings ist sowohl für iOS als auch Android in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Virtual-Classroom-Sitzungen, egal ob mit Webex oder einem anderen, vergleichbaren Werkzeug, sind für alle Beteiligten sehr anstrengend. Sie sollten daher in Erwägung ziehen, die Zahl der Live-Sitzungen zu reduzieren und die Teilnehmer*innen ggf. einmal im Semester über eine Aufzeichnung vorrechnen zu lassen, die über eine Übung eingereicht werden können.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.
Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln.
Liebe Studierende,
in diesem Forum haben Sie – als optionales Angebot – die Möglichkeit, untereinander eigenständig Lerngruppen zu dieser Lehrveranstaltung zu gründen, zu suchen und zu finden.
Wenn Sie sich gefunden haben, können Sie für Ihre Lerngruppe als Austauschplattform auch eine Arbeitsgruppe im studentischen Bereich im Magazin von ILIAS einrichten. Auf diese Kategorie haben wir Lehrenden übrigens grundsätzlich keinen Zugriff – es sei denn, Sie laden uns explizit in Ihre ILIAS-Gruppe ein.
So richten Sie eine Gruppe ein:
- Öffnen Sie (z.B. in einem neuen Browsertab) den »Studentischen Bereich« (<https://ilias3.uni-stuttgart.de/goto_Uni_Stuttgart_cat_1250.html>).
- Klicken Sie dort auf die Schaltfläche »Neues Objekt hinzufügen« und auf die einzige Option, »Gruppe«.
- Geben Ihrer der Gruppe einen sinnvollen Namen.
- Als Typ ist die »Standardgruppe« in der Regel die richtige Wahl.
- Nach dem Anlegen finden Sie sich im Einstellungen-Reiter der Gruppe wieder. Hier können Sie ggf. den Gruppenbeitritt anders einstellen. »Direkter Beitritt« ist standardmäßig ausgewählt.
- Andere Mitglieder Ihrer Lerngruppe können Sie über den gleichnamigen Reiter der Gruppe direkt hinzufügen.
- Wenn Sie hier im Forum auf eine bestehende Gruppe verweisen möchten, nutzen Sie dazu bitte den »Link zu dieser Seite« vom Seitenfuß des Inhalts-Reiters oder vom Info-Reiter der Gruppe (und nicht den Link aus der Adressliste Ihres Browsers).
Bitte gehen Sie in diesem Forum respektvoll miteinander um – und mißbrauchen es nicht für Zwecke jenseits dieser Lehrveranstaltung.
Darüber hinaus werde ich mich / werden sich meine Kolleginnen und Kollegen und ich hier weitgehend heraushalten.
Sollten Sie eine Lerngruppen suchen, aber keine finden, sprechen Sie mich / uns direkt an (z.B. per Mail) – wir unterstützen Sie!
Viel Erfolg und frohen Wissenszuwachs!
Das ILIAS-Objekt Übung dient für aufgabenbasierte Abgaben, vor allem von Dateien. Innerhalb einer Übung können mehrere, ggf. mit jeweils eigenem Start- und Abgabedatum versehene Aufgaben gestellt werden. Alle Abgaben lassen sich von den Lehrenden am Ende gesammelt herunterladen. Außerdem erlaubt die Übung Feedback sowohl durch die Lehrenden als auch in Form von Peer-Feedback und verfügt über einen Team-Modus. Und sie kann so konfiguriert werden, dass die Abgaben wahlweise nach Ablauf der Abgabefrist für alle Kursteilnehmer*innen einsehbar werden.
Die Übung eignet sich auch, aufgezeichnete Vorrechnungen von Studierenden einzusammeln und so u.U. die Zahl von Live-Sitzungen in Webex zu reduzieren.
Student*innen können dabei, außer auf Hörsaal-Aufzeichnungen, u.a. auf alle an der Uni Stuttgart angebotenen Aufzeichnungswerzeuge zurückgreifen.
Für die synchrone Kommunikation Ihnen in ILIAS auch das Objekt Chatraum zur Verfügung.
Wichtig: Vor allem Textchats funktionieren am besten mit einer kleineren Zahl von Teilnehmern. Ansonsten wird es für alle Beteiligten sehr anstrengend, Fragen gehen unter und Sie kommen bei der Beantwortung nicht hinterher.
Im Abschnitt Zusätzliche Funktionen in den Kurseinstellungen könne Sie die Neuigkeiten aktivieren. Danach lässt sich im gleichnamigen Unterreiter der Einstellungen die Timeline einschalten. Dort können Sie auch direkt aktuelle Ankündigungen für die Teilnehmer*innen hineinschreiben.
Lernstandskontrolle geschieht bei diesem Lehrformat zwar implizit und forwährend, Lehrende sollten bei reiner Online-Durchführung einige Faktoren bedenken:
- Häufige Webex-/Virtual-Classroom-Sitzungen (ggf. in zahlreichen Veranstaltungen) sind für alle Beteiligten anstrengend, der Lerneffekt bei Student*innen dürfte im Laufe des Semester rapide sinken.
- Sie können nicht bei allen Teilnehmer*innen von einem durchgehend hohen technischen Standard ausgehen; nicht jede(r) Student*in verfügt über daheim über einen schnellen Internetanschluss und/oder Endgeräte der neuesten Generation.
- Verschiedenste Aspekte fortgesetzter sozialer Isolation in Folge der aktuellen COVID-19-bedingten Gesamtsituation machen das Lernen für Student*innen ggf. erheblich schwieriger als zu ›normalen‹ Präsenzzeiten.
Passen Sie Anforderungen und auch Bearbeitungszeiten daher bedarfsgerecht an und experimentieren Sie ggf. mit asynchronen Formaten als Alternative zu einem reinen Live-Übungsbetrieb.
- E-Portfolios
- Datensammlungen
- Wikis
- Übungen
Die Übung ist ein mächtiges Lernobjekt in ILIAS, um Ergebnisse von Student*innen organisiert zu erhalten. Die Ergebnisse können in Form von Dateien, als Text in einem online zur Verfügung gestellten Textformular, als Portfolio oder Team-Wiki eingeholt werden. Die Kommunikation ist zu Beginn eine 1 zu 1 Kommunikation zwischen Dozent*innen und Student*innen. Die Ergebnisse aller Student*innen können Dozent*innen bei Bedarf allen Student*innen zur Verfügung stellen und somit die Kommunikation geöffnet werden. Die Ergebnisse der Übung können von Dozent*innen oder als Peer Review von anderen Student*innen bewertet werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Feedback individuell geben, ohne dass andere Studierende im Kurs es sehen
- Reflexion, Recherche, zusammengefasste Wissenssammlung in Dokumenten oder Bildern ermöglichen
- Zentrale Sammelstelle aller Abgaben für eine Aufgabe verwenden
Darstellung von Daten in einer tabellarischen Form. Beispielsweise als Vorgabe einer Eingabemaske zur Protokollierung von Tätigkeiten der Kursmitglieder. Rechteverwaltung nach Kategorie Tutor, Administrator und Kursmitglied mit Attributen „Eintragen“, „Anzeigen“, „Inhalt bearbeiten“.
Einsatzmöglichkeiten
- Sammeln, filtern und durchsuchen von Daten in einer Datenbank
Möglichkeit zur Sammlung und Strukturierung von Seiteninhalten, ähnlich der Wikipedia. Geeignetes Tool für wechselseitiges Online-Lehren und Lernen: Kursmitglieder erstellen selbst Wiki-Seiten und können durch die Wiki-Seiten anderer lernen. Eignet sich ggf. besser als gemeinsam erstelltes Nachschlagewerk als das Forum.
Einsatzmöglichkeiten
- Gemeinsam an einem Text schreiben (z. B. Dokumentation von Projekten)
- Eine Ideensammlung kollaborativ erstellen
- Eine Informations- und Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen anbieten
Didaktische Grundbausteine
Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
In Seminaren ändert sich die Rolle des Lehrenden vom Inputgeber in Richtung Moderator. Dieses Format lebt von der Interaktion und dem inhaltlichen Austausch zwischen allen Beteiligten. Dies auf ein digitales Szenario zu übertragen ist eine Herausforderung. Die Aufgabe der Lehrperson ist es, die Grundlage für den inhaltlichen Austausch zu schaffen, indem sie Materialien auf ILIAS zur Verfügung stellt. Eine klare Anleitung, wie mit den Materialien gearbeitet werden soll, wie das Endergebnis aussehen soll und was von den Studierenden erwartet wird, ist wichtig.
Lehrziele (Learning Outcomes) werden als zukünftige, beobachtbare Handlungen der Studierenden formuliert, z.B. "Die Studierenden können die Merkmale demokratischer und diktatorischer Staaten benennen und auf ausgewählte westliche Staaten anwenden. Sie vergleichen einzelne Staaten hinsichtlich ihrer Regierungsformen." Der wesentliche Nutzen von Lehr-/Lernzielen im digitalen Szenario ist die klare Verständigung über die Ziele der Lehrveranstaltung. Die Prüfung sollte die geforderte Kompetenz der Studierenden sichtbar machen und die Gestaltung der Lehrimpulse auf die Zielerreichung ausgerichtet sein. Lehrziele sind ein Kommunikationsmittel und eine Lernhilfe!
Handreichung Lernziele formulieren
Didaktische Grundüberlegungen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Ein guter Impuls für anschließendes, studentisches Lernen, sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Er sollte aus einer Einleitung (ca. 2–5 Min.), einem Hauptteil und einem Ende (ca. 2–5 Min.) bestehen und jeweils auf die größeren Zusammenhänge des Seminars verweisen. Dieser Impuls kann ein Vortrag sein, aber auch andere Formen annehmen. Idealerweise fordert er die Studierenden im Anschluss zu einer konkreten Lerntätigkeit auf, die der eigenständigen Verarbeitung der gerade neu eingeführten Inhalte dient. Diese Lerntätigkeiten sollten tendenziell auf die Prüfung ausgerichtet sein, aber natürlich muss nicht alles geprüft werden, was auch behandelt wird.
Handreichung Didaktischer Dreischritt
Der Aufbau von Online Lehreinheiten aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Informationsdarbietung aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Fremdes Material nutzen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Eigenes Material erstellen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Lehrvideos erstellen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Sofern Sie eine Präsentation anfertigen oder einen Vortrag aufzeichnen, können einige einfache Prinzipien dabei helfen, die Auffassung der Inhalte durch die Studierenden zu erleichtern.
Sechs Prinzipien der Visualisierung
Gestaltung von PowerPoint-Folien
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie die Studierenden unterstützen, die Ziele des Seminars zu erreichen?
Um Lernen zu ermöglichen, ist es hilfreich, wenn Sie für inhaltliche und formale Fragen einzelner Studierender zur Verfügung stehen. Da Studierende von den Fragen anderer profitieren, bietet es sich an, über das Forum Fragen zu stellen und zu beantworten. Aber auch die Chat-Funktion für eine synchrone Kommunikation unterstützt die Studierenden. Damit die Studierenden Arbeitsgruppen bilden können, steht auf ILIAS die Funktion Gruppe mit verschiedenen Werkzeugen (Mailverteiler, Foren, Chats etc.) zur Verfügung. Unerlässlich ist es, um Interkation auch zwischen den Studierenden zu ermöglichen, dass die Studierenden nicht in der Anonymität verschwinden, sondern miteinander in Kontakt gebracht werden.
Im digitalen Lehrformat erfolgen die Anweisungen überwiegend asynchron, virtuell und vergleichsweise anonym. Im Gegensatz zur Präsenzlehre ist es daher umso wichtiger, dass Aufgaben und Lernaktivitäten klar und unmissverständlich kommuniziert werden. Verbinden Sie daher jede Arbeitsaufgabe oder jede Anregung mit einer klaren Anweisung:
- Wer ist durch die Aufgabe angesprochen?
- Was soll gemacht werden?
- Mit wem wird zusammengearbeitet?
- Welche Zeit steht zur Verfügung oder ist vorgesehen?
- Welches Ergebnis wird erwartet?
- Wie wird mit dem Ergebnis weitergearbeitet; wozu dient es?
Anleiten von Arbeitsaufträgen
Ein Seminar lebt von direkter Kommunikation, die im rein digitalen Lehrformat nicht möglich ist. Dennoch gibt es Möglichkeiten zur Kollaboration. Studierende können sich in kleinen Gruppen direkt über Inhalte austauschen (z.B. Webex), sie können gemeinsam an einem Produkt arbeiten (z.B. ILIAS Wiki, gemeinsame Hausarbeiten, Essays etc.) und Ergebnisse letztlich auch digital kommunizieren (z.B. ein aufgezeichnetes Referat oder eine animierte Präsentation). Zentral ist die Klarheit über die erwarteten Ergebnisse und Arbeitsweisen, denn auf weiten Strecken liegt die Lerntätigkeit in Eigenverantwortung. Um einer lernhinderlichen Selbstüberlassung vorzubeugen, sollten Lehrende als BeraterInnen leicht erreichbar sein.
Die Tätigkeiten, zu denen Sie Ihre Studierenden über virtuelle, inhaltliche Impulse und Aufgaben anhalten wollen, sollten direkt auf die Lehr-/Lernziele bezogen werden. Wenn Sie möchten, dass Studierende die Inhalte nicht nur oberflächlich bearbeiten, dann sollten Sie Aufgaben formulieren, die zu anderen Tätigkeiten anleiten (z.B. selbst recherchieren oder ein Essay verfassen). Das hat auch einen Fairnessaspekt, denn nur solche Tätigkeiten, die von den Studierenden auch transparent verlangt werden, sollten in der Prüfung gefordert sein. Zwischen den virtuellen Impulsen, den Arbeitsaufgaben, den Lerntätigkeiten der Studierenden und der Prüfung sollte also ein Gleichgewicht bestehen.
Welche digitalen Tools unterstützen Sie dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) zwischen Ihnen und den Studierenden zu ermöglichen? Durch welche Tools ermöglichen Sie den Studierenden untereinander fachlich zu kommunizieren?
Die Kommunikation sowohl über die Inhalte als auch über das Lernen an sich hilft den Studierenden sich trotz des im Vergleich zur Präsenzlehre eher anonymen Szenarios motiviert zu bleiben. Bieten Sie verschiedene Möglichkeiten an, wie Studierende Sie erreichen können (Webex, E-Mail, ILIAS-Forum und -Chat). Tragen Sie außerdem Sorge dafür, dass die Studierenden untereinander im Gespräch bleiben und Lerngruppen bilden.
Mit- und untereinander zu lernen stellt ein großes Potential für den Lernerfolg dar. Neben der Möglichkeit, sich virtuell in Lerngruppen für den direkten Austausch zu versammeln oder Fragen im Forum asynchron zu diskutieren, können Peer-Verfahren auch konkreter und stärker formalisiert verwendet werden. Die Herausforderung besteht hierbei in der Organisation der Peers, beispielsweise von Paaren aus Feedbackgeber und Feedbacknehmer. ILIAS bietet grundsätzlich viele Möglichkeiten dies zu koordinieren.
- Peer-Feedback: Sie organisieren die Bearbeitung von Aufgaben und Lerneinheiten so, dass alle Studierenden z.B. zwei anderen KommilitonInnen schriftlich Feedback zu den Ergebnissen geben.
- Peer-Review: Sie regen Studierende dazu an, dass man sich wechselseitig Arbeitsaufgaben korrigiert und zum Beispiel vor einer Pflichtabgabe wechselseitige Reviews schreibt. Reviews an KommilitonInnen können auch selbst wiederum Pflichtabgaben sein.
- Peer-Grading: Sie koordinieren eine anonymisierte Notenvergabe unter Studierenden. Der Lerneffekt ist insbesondere dann gegeben, wenn die Studierenden die tatsächlichen Bewertungsschemata bekommen und sozusagen aus der Sicht von Lehrenden auf die Zwischenleistungen oder Übungsaufgaben ihrer KommilitonInnen blicken.
Peer-Feedback-Broschüre
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch Ihre Studierenden ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Da die wöchentlichen Seminartreffen wegfallen und der Kontakt zu den Studierenden schwerer herzustellen ist, wird eine Lernstandskontrolle umso wichtiger. So signalisieren Sie den Studierenden, dass Sie sie nicht alleine lassen und als Ansprechpartner und Experte zur Verfügung stehen. Die Lernstandskontrolle kann neben fachlichen Fragen im Seminar vor allem auch den Arbeitsprozess betreffen. Was brauchen die Studierenden, um gut alleine oder in virtuellen Gruppen zusammenarbeiten zu können? Wie können Sie als Lehrperson dabei unterstützen? Wie schätzen sie den eigenen Arbeitsfortschritt und die Zusammenarbeit ein? Dies sind hilfreiche Fragen, anhand derer Sie bei Bedarf nachsteuern können.
Feedbackmöglichkeiten in der Online-Lehre aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Zeitnahes Feedback zu Studienleistungen ist wichtig für den Lernerfolg. Digitale Medien bieten hierzu eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben Tests und Übungen in ILIAS können auch Foren dazu genutzt werden, die größten Schwierigkeiten der Studierenden oder deren größten Sorgen bei der Prüfungsvorbereitung zu erfragen und somit sichtbar zu machen. Die Ausgabe von Lösungsblättern zu prüfungsnahen Aufgaben ermöglichen die Selbstbeurteilung. Auch können Umfragen hervorragende Mittel sein, um mehr über den Lernstand zu erfahren.
- Lehrende können sich rückversichern, ob es Studierenden in den Gruppen- und Selbstlernphasen gelingt die Aufgaben mit Blick auf die Lehrziele zu bearbeiten oder ob es inhaltliche sowie formale Verständnisschwierigkeiten gibt.
- Studierende können sich selbst an Maßstäben messen, die Lehrende anlegen und die auch das Prüfungsniveau fair abbilden (strukturelles Wissen über den eigenen Wissensstand).
- Die gesamte Studierendengruppe erhält einen sichtbaren Eindruck davon, welche Probleme häufig sind und wo der eigene Leistungsstand einzuordnen ist. Das gibt Handlungssicherheit für das eigene Lernhandeln und entlastet auch, denn meistens sind Studierende mit ihren Problemen nicht allein.
Wenn Sie im Verlauf oder am Ende des Semesters von Studierenden schriftliche Leistungen einfordern (z.B. Protokolle, Essays, Konspekte oder Hausarbeiten), können Sie Studierenden anbieten, eine Vorab-Version oder die Gliederung zu kommentieren. Das verschafft beiden Seiten Sicherheit, ob die Arbeit in die richtige Richtung geht.
Als Classroom Assessment Techniques lässt sich das Prinzip der Sichtbarmachung auch verallgemeinern und auf andere Lernprozesse ausweiten.
Classroom Assessment Techniques
Sprechstunde
- Während einer persönlichen Sprechstunde wenden sich einzelne Studierende oder kleinere Gruppen direkt (oder telefonisch) an Lehrende. Dies kann zu einem individuellen Termin, während einer festen Spr…
Während einer persönlichen Sprechstunde wenden sich einzelne Studierende oder kleinere Gruppen direkt (oder telefonisch) an Lehrende. Dies kann zu einem individuellen Termin, während einer festen Sprechzeit mit Voranmeldung oder in einer offenen Sprechstunde erfolgen.
Sprechstundenerstellung in ILIAS
Umsetzung mit Webex
Sprechstunden mit Ameldung
Anmeldung per Mail/Telefon/Brieftaube/persönlich:
- Sie vereinbaren eine Uhrzeit und stellen eine Anleitung (s.u.) zur Verfügung
- Sie vereinbaren eine Uhrzeit, legen in Webex ein Meeting an und verschicken darüber eine Einladungsmail mit oder ohne Passwort für das Meeting (als Passwort würde sich beispielsweise der Nachname des/der Studierenden anbieten)
- Sie weisen dem/der Studierenden einen ILIAS-Sprechstundentermin zu und stellen eine Anleitung (s.u.) zur Verfügung
Anmeldung über ILIAS:
- Sie legen in ILIAS Sprechstundentermine an (Anleitung) , die Studierenden können sich dann einen für sie passenden Termin buchen. Da erfahrungsgemäß nicht alle Studierenden ihre ILIAS-Benachrichtigungen weitergeleitet haben, empfiehlt es sich, die Studierenden bei der Anmeldung um die Angabe einer Mail-Adresse zu bitten, falls Sie Rückfragen etc. haben.
- Um den Sprechstundenkalender nicht an eine bestimmte Veranstaltung, sonder direkt an Ihre Person zu binden, bietet sich folgender Workaround an:
- Über Kalender » Sprechstundenverwaltung die Sprechzeiten zur Buchung anlegen.
- Portfolio angelegen mit nur einer Seite bzw. neue Seite in Ihrem Portfolio anlegen.
- Auf dieser Seite als Inhaltselement „Persönliche Daten“ und „Sprechstunden“ (und nach Bedarf weitere Informationen) einfügen.
- Das Portfolio freigegeben (für „Alle angemeldeten Benutzer“ sollte ausreichen, da alle Studierenden einen ILIAS-Konto besitzen).
- Den Link zum Portfolio (auf der Seite ganz unten) können Sie dann überall dort posten, wo Sie ihn brauchen (bespielsweise in Mail-Signaturen, auf Profil-Seiten, in der Sprechstundenbeschreibung etc)
- Wer den Link aufruft, sieht nun Ihr Portfolio mit Kontaktangaben und dem Kalender mit den Buchungsmöglichkeiten und kann sich direkt anmelden.
Offene Sprechstunde ohne Anmeldung

Sie geben Sprechstundenzeiten und den Link zu Ihrem Webex-Raum bekannt. Jede/r kann in dieser Zeit beitreten. Studierende haben die Möglichkeit, Sie durch den Knopf „Gastgeber benachrichtigen“ über ihre Anwesenheit zu benachrichtigen. Sie erhalten daraufhin eine E-Mail. Lesen Sie den Abschnitt „Privatsphäre“, um zu erfahren, wie Sie die Teilnehmer*innen managen und Privatsphäre herstellen können. (Vgl. das Bildschirmfoto rechts.)
Privatsphäre
Ein Meeting, das Studierende über den Link zu Ihrem Raum erreichen, ist in der Standardeinstellung für weitere Teilnehmer offen. Um sicherzustellen, dass Sie im Gespräch nicht gestört werden („die Türe schließen“), gibt es folgende Möglichkeiten:

- „Automatische Sperre“: in den Einstellungen unter „Mein persönlicher Raum“ können Sie eine automatische Sperre aktivieren. Diese Einstellung ist dann für jedes Meeting aktiv. Ist diese Einstellung aktiv, können Teilnehmer*innen nur mit Ihrer Erlaubnis beitreten.
- „Meeting sperren“: klicken Sie während eines Meetings auf den Menüknopf mit den drei Punkten („Weitere Optionen“) und dann auf „Meeting sperren“. Es können keine weiteren Teilnehmer*innen beitreten.
- Meeting mit Passwort: klicken Sie in Ihrem Raum auf „Termin ansetzen“ und planen Sie ein passwortgeschütztes Meeting. Geben Sie die E-Mail-Adresse des/der Studierenden an, der/die Studierende erhält dann automatisch eine Mail mit dem Passwort
Anleitung für Studierende zur Teilnahme an Webex-Meetings (Kopiervorlagen)
Bitte denken Sie daran, die Anleitung zu personalisieren:
- Der Link: Name_des_Raums durch den Namen des Raumes ersetzen. Standardmäßig ist das Ihr Name in der Form „Vorname.Nachname“. Um danach sicherzustellen, dass der Link komplett ist, am besten nochmal kopieren und daneben neu einfügen, dann den alten Link löschen. Alternativ aus Webex den Link kopieren und statt des Links der Vorlage einfügen.
- In der Smartphone-Anleitung die Meeting-Nummer eintragen. Die Nummer finden Sie, wenn Sie sich bei Webex einloggen. Direkt auf der ersten Seite unter dem Link zu Ihrem Raum steht „weitere Methoden zum Beitreten“, dort steht auch die Nummer.
- In der Telefon-Anleitung ebenfalls die Meeting-Nummer ändern.
So können Sie meinen persönlichen Meetingraum betreten:
Über einen Webbrowser
- Rufen Sie https://unistuttgart.webex.com/meet/Name_des_Raums auf
- Klicken Sie unten auf „Treten Sie über Ihren Browser bei“ und geben Sie Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse an
Mit einem Smartphone
- Installieren Sie die Cisco WebEx Meetings App aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store
- Klicken Sie auf „MEETING BEITRETEN“ und geben Sie die Meeting-Nummer XXX XXX XXX sowie Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse an
Per Telefon (nur Audio)
- Rufen Sie +49 6196 7819736 an (hierbei fallen gegebenenfalls zusätzliche Kosten an!)
- Geben Sie 1 ein und bestätigen Sie mit #
- Geben Sie die Meeting-Nummer XXX XXX XXX ein und bestätigen Sie mit #
- Bestätigen Sie mit # um den Meetingraum zu betreten
Praxisbeispiele
Aufruf an Dozent*innen
Wir suchen gelungene Beispiele für die Digitalisierung von Lehre – aus dem Sommersemester 2020, aber selbstverständlich auch davor und darüber hinaus. Haben sie ein erfolgreiches Beispiel? Dann erzählen Sie uns bitte kurz davon. Am besten in unserem Lehrformate-Forum. Dort finden Sie auch bereits ein Beispiel.
Unterstützung und Beratung
Haben Sie Fragen? Benötigen Sie Unterstützung und Beratung? Schreiben Sie uns eine E-Mail:
- Allgemeine Fragen rund um E-Learning und Digitalisierung von Lehre an der Universität Stuttgart: elearning@tik.uni-stuttgart.de
- Fragen zu ILIAS im Besonderen: ilias-support@tik.uni-stuttgart.de
Weitere Anlaufstellen:
- Hörsaalaufzeichnungen/Opencast, Opencast Studio, OBS Studio etc.: aufzeichnungen-support@tik.uni-stuttgart.de
- Webex: webex-support@tik.uni-stuttgart.de
- Conceptboard: dw-support@tik.uni-stuttgart.de
- Allgemeine didaktischen Beratung sowie Einbettung von ILIAS in das Lehrkonzept: hd@zlw.uni-stuttgart.de
Vorlesung
- Klassischer Weise findet eine Vorlesung in einem Hörsaal mit fester Bestuhlung oder einem Seminarraum statt. Die Gruppengröße variiert von zehn bis zu mehreren hundert Studierenden.
Klassischer Weise findet eine Vorlesung in einem Hörsaal mit fester Bestuhlung oder einem Seminarraum statt. Die Gruppengröße variiert von zehn bis zu mehreren hundert Studierenden.
In den meisten Fällen ist eine Präsentation des Lehrenden mit/ohne Folien und/oder ein Tafelanschrieb das Medium der Wahl. Je nach Fach werden weitere Inhalte z. B. in Form von Versuchen präsentiert. Zwischen Lehrendem und Studierenden findet Interaktion in Form von Fragen statt, die der Lehrende den Studierenden stellt oder umgekehrt, teilweise mittels Audience Response System.
Vier Schritte zur digital unterstützten Lehre
Idealerweise können Sie, ggf. in Themen- oder Wochenblöcke unterteilt, Ihr Vorlesungsskript bereitstellen. Sollte kein Skript vorliegen bzw. nicht mehr rechtzeitig herstellbar sein, können Sie auch auf ein Lehrbuch ausweichen. Bitte machen Sie in diesem Fall möglichst genaue Kapitel- bzw. Seitenangaben für den Bezug zu den Themen-/Wochenblöcken.
Je nach Rahmenbedingungen können Sie im Hörsaal oder zu Hause aufzeichnen. Die beste Möglichkeit aufzuzeichnen besteht in einem der 100 Hörsäle, die dafür ausgestattet sind. Ton und Bild haben gute Qualität und die Aufzeichnungen kommen automatisiert ins System des TIK.
Also: Zeichnen Sie nur dann zu Hause auf, wenn es Ihnen nicht möglich ist in die Uni zu kommen oder Ihre Vorlesung in einem Hörsaal stattfindet, der nicht für Aufzeichnungen geeignet ist.
Wichtig: Unterteilen Sie Ihren Stoff in kürzere Themenblöcke von jeweils 10 bis maximal 20 Minuten.
Für Aufzeichnungen im Hörsaal (alle mit Ton!) müssen Ihre Anforderungen mit der Medienausstattung Ihres Hörsaals korrespondieren. Prüfen Sie dies in der Hörsaalliste des TIK.
- Wollen Sie nur das Beamerbild mit Ton aufzeichnen (Folien oder Handaufschrieb auf eigenem Tablet), eignen sich alle Hörsäle der Liste.
- Planen Sie einen Tafelaufschrieb (ohne oder zusätzlich zu Folien), benötigen Sie einen Hörsaal mit Kamera.
- Planen Sie einen Handaufschrieb (ohne oder zusätzlich zu Folien), haben aber kein eigenes Tablet, benötigen Sie einen Hörsaal mit Visualizer (Dokumentenkamera).
Stimmen Ihre Anforderungen und die Ausstattung überein, beantragen Sie eine Aufzeichnung wie beschrieben und geben Sie der Hörsaalverwaltung Bescheid: hoersaalbelegung@verwaltung.uni-stuttgart.de
Stimmen Anforderung und Ausstattung nicht überein oder befindet sich Ihr Hörsaal nicht auf der Liste, fragen Sie bei der Hörsaalverwaltung nach, ob Sie den Raum wechseln können. Ist dies nicht möglich, müssen Sie im Büro oder zu Hause aufzeichnen.
Für die Zeit bis zum 3. Mai gelten die Hörsaalvergabemöglichkeiten, die in der Rundmail vom 26.3. beschrieben sind.
Detaillierte Anleitungen zu Aufzeichnungen im Hörsaal und im Büro/zu Hause finden Sie in unserem Lernmodul zum Thema.
Hinweis: Haben Sie Vorlesungen aus dem letzten Sommersemester, die Sie (ganz oder teilweise) wiederverwenden können? Dann nutzen Sie diese Aufzeichnungen, um Platz für andere zu schaffen! Binden Sie die Aufzeichnungen in Ihren ILIAS-Kurs des Sommersemesters 2020 ein; bei Schwierigkeiten wenden Sie sich an aufzeichnungen-support@tik.uni-stuttgart.de.
Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Lehre ist in der Regel Ihr Kurs in ILIAS, der zentralen Lernplattform der Universität Stuttgart und somit dem zentralen Werkzeugkasten für digitale Lehr-/Lernunterstützung.
Kurse zu Lehrveranstaltungen werden bei uns grundsätzlich über die C@MPUS-ILIAS-Schnittstelle erzeugt. Die Übertragung wird normalerweise durch die Lehrpersonen oder durch andere Beauftrage im Studiengang/am Institut/Lehrstuhl explizit aktiviert. Für das Sommersemester 2020 wurde aber aufgrund der besonderen Situation für (nahezu) alle Lehrveranstaltungen bereits ILIAS-Kurse erzeugt.
Tipp: Die Startseite Ihres Kurses können Sie über Seite bearbeiten gestalten und z.B. mit einer Begrüßung und einer kleinen »Kursanleitung« versehen. Vgl. Oberfläche von Container-Objekten gestalten.
Um den Kurs zu strukturieren, bieten sich Ordner, Objektblöcke (die sich auch gut kombinieren lassen) und Sitzungen an.
Sowohl Ordner als auch Sitzungen lassen sich für eine wochen-/terminbasierte Struktur nutzen. Möchten Sie den Kurs hingegen thematisch strukturieren, sollten Sie auf Ordner (ggf. in Kombination mit Objektblöcken) setzen.
Die Kurs- und Ordner-Seiten selbst lassen sich in die Gestaltung mit einbeziehen.
Ordner werden häufig in ILIAS dazu verwendet, um eine Struktur (wochen- oder themenbasierend) im ILIAS Kurs zu erzeugen. Dadurch wird die Startseite des Kurses übersichtlicher, und Studierende haben einen schnelleren Zugriff auf die relevanten Materialien. Jegliches ILIAS Lernobjekt lässt sich einem Ordner zuordnen und darunter einsortieren. Eine Alternative zum Ordner ist die Sitzung, die aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes nicht mehr verwendet werden sollte.
Einsatzmöglichkeiten
- Dateien zu einem bestimmten Thema gesammelt und übersichtlich anbieten, z. B. Übungsklausuren oder Übungsblätter
Durch die Erstellung von mehreren Sitzungsterminen lässt sich der ILIAS Kurs wie durch den Ordner strukturieren. Die Termine können wöchentlich wie reguläre Vorlesungstermine angelegt und Materialien dem Termin zugeordnet werden. Eine Alternative zur Sitzung ist der Ordner, der aber aufgrund des veralteten Entwicklungsstandes der Sitzung prinzipiell eher verwendet werden sollte.
Einsatzmöglichkeiten
- Veranstaltungstermine anlegen und entsprechende Materialien diesen Terminen zuordnen
- Anmeldungen zu einer bestimmten Veranstaltungstermin ermöglichen
Stellen Sie Ihre Inhalte in den Themenblöcken oder Sitzungen bereit. Die wichtigsten Objekte hierfür sind:
- Datei (für PDF, PowerPoint etc.)
- Mediacast, alternativ Interatives Video (für eigene Video-Dateien)
- Opencast-Objekt (vor allem für Hörsaal- oder auch Opencast-Studio-Aufzeichnungen)
- Lernmodul ILIAS (für die Darstellung strukturierter Inhalte direkt in ILIAS/im Browser)
- Weblink (für Verweise z.B. auf lizensierte UB-Angebote oder auch Webex-Meeting-Räume)
Vgl. auch unsere Kurzübersicht der Lern- und Inhaltsobjekte.
Mit dem ILIAS-Lernobjekt Datei können Sie verschiedene Dateien in den ILIAS-Kurs hochladen und den Studierenden bereitstellen. Sie können die Dateien über Drag’n’Drop entweder auf die ILIAS-Kursseite oder auf das Upload Menü ziehen.
Einsatzmöglichkeiten
- Materialien aus der Lehrveranstaltung zur Verfügung stellen (z. B. Folien, Übungen, ...) und zum Download anbieten
Mithilfe von Opencast lassen sich Videoaufzeichnungen einer Vorlesung erstellen. Der Vortrag kann im Hörsaal oder mit Opencast Studio auch am eigenen Computer aufgezeichnet werden. Wir empfehlen kurze, thematische Lehrsequenzen, die den Studierenden strukturiert zum Selbststudium zur Verfügung gestellt werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Einbinden von Vorlesungsaufzeichnungen
- Videos annotieren und analysieren
Das ILIAS Lernmodul ist wie ein Buch, mit der Möglichkeit nicht nur Text und Bild sondern auch Audio- und Videoinhalte einzufügen. Dadurch können Sie mit dem Lernmodul Ihre Inhalte multimedial aufbereiten und mit Links zu weiterführenden externen oder internen Materialien verlinken. Es lassen sich auch Fragen in ein Lernmodul einfügen, um das Wissen der Studierenden an einer bestimmten Stelle im Lernmodul zu überprüfen.
Einsatzmöglichkeiten
- Inhalte in "Buchform" mit Kapiteln und Seiten zu einem Thema übersichtlich darstellen
- Inhalte multimedial aufarbeiten
Die Weblinks oder mehrere Weblinks, die dann eine Websammlung ergeben, verweisen auf weiterführende Informationen und Materialien im Internet. Eine Websammlung kann thematisch sortiert und strukturiert werden. Neben externen Links zu anderen Webseiten, können auch ILIAS Objekte durch einen Link verknüpft werden.
Einsatzmöglichkeiten
- Einzelne Links oder ganze Linksammlungen bereitstellen
- Interne Links auf bestimmte Objekte in ILIAS zur Verfügung stellen
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.
Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln.
Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Für die synchrone Kommunikation, z.B. für Online-Sprechstunden oder kurze Präsenzphasen, stehen Ihnen mehrer Möglichkeiten zur Verfügung:
- Der Chatraum im ILIAS-Kurs
- Cisco Webex Meetings
Wichtig: Sowohl Textchats als auch Webex-Meetings funktionieren am besten mit einer kleineren Zahl von Teilnehmern. Ansonsten wird es für alle Beteiligten sehr anstrengend, Fragen gehen unter und Sie kommen bei der Beantwortung nicht hinterher.
Tipp: Weblinks eignen sich sehr gut, um aus dem ILIAS-Kurs auf Ihren persönlichen Webex-Raum zu verweisen.
Im Abschnitt Zusätzliche Funktionen in den Kurseinstellungen könne Sie die Neuigkeiten aktivieren. Danach lässt sich im gleichnamigen Unterreiter der Einstellungen die Timeline einschalten. Dort können Sie auch direkt aktuelle Ankündigungen für die Teilnehmer*innen hineinschreiben.
Für die bei einem Online-Kurs überaus wichtige Kommunikation mit den Studierenden und deren Einbindung bietet sich zu allererst das Forum an, welches viel besser als ein Chat asynchron funktioniert.Dabei sind Sie keineswegs auf ein Forum pro Kurs festgelegt. Gerade wenn Sie mit Themenblöcken arbeiten, bietet sich u.U. ein Forum pro Thema an. Wenn Sie die Foren nicht über den Kurs bzw. die Themen-Ordner o.ä, verteilen möchten, können Sie sie auch in einem Ordner (oder Objektblock) »Kurskommunikation« bündeln. Tipp: Statt sich von E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Beiträgen den Posteingang füllen zu lassen, schauen Sie möglichst regelmäßig in das Forum. Zeigen Sie Präsenz dort, aber lassen Sie die Studierenden auch untereinander diskutieren.
Einsatzmöglichkeiten
- Ankündigungen und News auf schnellem Wege allen Kursmitgliedern mitteilen
- Austausch zwischen Studierenden und zwischen Lehrperson-Studierende ermöglichen
- Fragen zur Lehrveranstaltung gesammelt an einer Stelle stellen und beantworten
- Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich des Kurses schnell klären
Der ILIAS Chat dient zur synchronen Kommunikation und unterscheidet sich nicht wesentlich zu allgemein bekannten Chatsystemen. Die Teilnehmer können sich über eine Texteingabe mit anderen austauschen und der Dozent kann im Nachgang den Chat exportieren. Der Chat bietet nicht so viele Funktionen (senden von Bildern, Videos. etc.) wie heutzutage bekannte Messenger wie WhatsApp.
Einsatzmöglichkeiten
- direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern
Im reinen Online-Betrieb sind Übungsgruppen, die eine Vorlesung begleiten, in vielen Fällen als einzige Lernstandskontrolle nicht ausreichend.
Für die Abfrage von Lernständen und zur Selbstbertung von Studierenden stehen in ILIAS mehrer Werkzeuge bereit:
- Der Test, ein sehr mächtiges Werkzeug, in dem Sie auf eine große Zahl von Fragentypen zurückgreifen können – vgl. z.B. untere Kurzübersicht Fragentypen in ILIAS-Tests
- Die Übung für die aufgabenbasierte Abbildung von (vor allem Datei-)Abgaben, inkl. Team- und Peer-Feedback-Funktionalität
- Umfragen
- Foren (vgl. den Abschnitt Lernstandskontrolle auf der rechten Seite)
Selbstverständlich können die verschiedenen Werkzeuge im Kurs auch miteinander kombiniert werden.
Wichtig: Der ILIAS-Test ist sehr komplex und verfügt über eine enome Zahl von Einstellungskombinationen – Sie sollten sich daher Zeit nehmen und selbst in Ruhe und ausführlich ausprobieren, ob alles so funktioniert, wie gewünscht.
Didaktische Grundbausteine
Welche digitalen Tools bilden Ihr Lehrhandeln bestmöglich ab? Wodurch erreichen Sie bestmöglich Ihre Lehrziele?
Im Rahmen einer Vorlesung ist eine asynchrone Aufzeichnung oder Präsentation kurzer, thematischer Lehrsequenzen, empfehlenswert, die den Studierenden strukturiert zum Selbststudium zur Verfügung gestellt werden. Ganz wichtig sind klare Kommunikation der Lehr-/Lernziele und was auf welche Weise am besten gelernt werden kann.
Lehrziele (Learning Outcomes) werden als zukünftige, beobachtbare Handlungen der Studierenden formuliert, z.B. "Die Studierenden können die Prinzipien des 1. Thermodynamischen Hauptsatzes wiedergeben und sind in der Lage, einfache Mischungen idealer Gase und Flüssigkeiten zu berechnen sowie die physikalischen Konsequenzen korrekt zu interpretieren." Der wesentliche Nutzen von Lehr-/Lernzielen im digitalen Szenario ist die klare Verständigung über die Ziele der Lehrveranstaltung. Die Prüfung sollte die geforderte Kompetenz der Studierenden sichtbar machen und die Gestaltung der Lehrimpulse auf die Zielerreichung ausgerichtet sein. Lehrziele sind ein Kommunikationsmittel und eine Lernhilfe!
Handreichung Lernziele formulieren
Didaktische Grundüberlegungen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Ein guter Impuls für anschließendes, studentisches Lernen, sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Er sollte aus einer Einleitung (ca. 2–5 Min.), einem Hauptteil und einem Ende (ca. 2–5 Min.) bestehen und jeweils auf die größeren Zusammenhänge der Vorlesung verweisen. In einigen Fächern kann der Impuls auch deutlich kürzer ausfallen. Dieser Impuls kann ein Vortrag sein, aber auch andere Formen annehmen. Idealerweise fordert er die Studierenden im Anschluss zu einer konkreten Lerntätigkeit auf, die der eigenständigen Verarbeitung der gerade neu eingeführten Inhalte dient. Diese Lerntätigkeiten sollten tendenziell auf die Prüfung ausgerichtet sein, aber natürlich muss nicht alles geprüft werden, was auch behandelt wird.
Handreichung Didaktischer Dreischritt
Der Aufbau von Online Lehreinheiten aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Informationsdarbietung aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Fremdes Material nutzen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Eigenes Material erstellen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Lehrvideos erstellen aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
Sofern Sie eine Präsentation anfertigen oder einen Vortrag aufzeichnen, können einige einfache Prinzipien dabei helfen, die Auffassung der Inhalte durch die Studierenden zu erleichtern.
Sechs Prinzipien der Visualisierung
Gestaltung von PowerPoint-Folien
Welche digitalen Tools unterstützen bestmöglich die Lernaktivitäten der Studierenden? Durch welche Tools können Sie die Studierenden dabei unterstützen, die Vorlesungsziele zu erreichen?
Die Lernaktivitäten, die Studierende in Eigenregie ausüben, sind der zentrale Erfolgsfaktor. Sie können und sollten durch Anregungen und gezielte Aufgabenstellungen in das Selbststudium hineinsteuern und den Studierenden regelmäßig die Chance geben, ihren eigenen Lernstand zu prüfen.
Im digitalen Lehrformat erfolgen die Anweisungen überwiegend asynchron, virtuell und vergleichsweise anonym. Im Gegensatz zur Präsenzlehre ist es daher umso wichtiger, dass Aufgaben und Lernaktivitäten klar und unmissverständlich kommuniziert werden. Verbinden Sie daher jede Arbeitsaufgabe oder jede Anregung mit einer klaren Anweisung:
- Wer ist durch die Aufgabe angesprochen?
- Was soll gemacht werden?
- Mit wem wird zusammengearbeitet?
- Welche Zeit steht zur Verfügung oder ist vorgesehen?
- Welches Ergebnis wird erwartet?
- Wie wird mit dem Ergebnis weitergearbeitet; wozu dient es?
Anleiten von Arbeitsaufträgen
Die Tätigkeiten, zu denen Sie Ihre Studierenden über virtuelle, inhaltliche Impulse und Aufgaben anhalten wollen, sollten direkt auf die Lehr-/Lernziele bezogen werden. Wenn Sie möchten, dass Studierende nicht nur die Vorlesungsinhalte auswendig lernen, dann sollten Sie Aufgaben formulieren, die zu anderen Tätigkeiten anleiten (z.B. selbst rechnen, selbst recherchieren oder eine kritische Bewertung verfassen).
Das hat auch einen Fairnessaspekt, denn nur solche Tätigkeiten, die von den Studierenden auch transparent verlangt werden, sollten in der Prüfung gefordert sein. Zwischen den virtuellen Impulsen, den Arbeitsaufgaben, den Lerntätigkeiten der Studierenden und der Prüfung sollte also ein Gleichgewicht bestehen.
Welche digitalen Tools unterstützen Sie dabei die Kommunikation (synchron und asynchron) zwischen Ihnen und den Studierenden zu ermöglichen? Durch welche Tools ermöglichen Sie den Studierenden untereinander fachlich zu kommunizieren?
Insbesondere bei großen, anonymen Lerngruppen im digitalen Szenario können Sie durch Forenarbeit und das Anregen zu kleineren Lernteams, die sich virtuell treffen, die Kommunikation anregen.
Mit- und untereinander zu lernen stellt ein großes Potential für den Lernerfolg dar. Neben der Möglichkeit, sich virtuell in Lerngruppen für den direkten Austausch zu versammeln oder Fragen im Forum asynchron zu diskutieren, können Peer-Verfahren auch konkreter und stärker formalisiert verwendet werden. Die Herausforderung besteht hierbei in der Organisation der Peers, beispielsweise von Paaren aus Feedbackgeber und Feedbacknehmer. ILIAS bietet grundsätzlich viele Möglichkeiten dies zu koordinieren.
- Peer-Feedback: Sie organisieren die Bearbeitung von Aufgaben und Lerneinheiten so, dass alle Studierenden z.B. zwei anderen KommilitonInnen schriftlich Feedback zu den Ergebnissen geben.
- Peer-Review: Sie regen Studierende dazu an, dass man sich wechselseitig Arbeitsaufgaben korrigiert und zum Beispiel vor einer Pflichtabgabe wechselseitige Reviews schreibt. Reviews an KommilitonInnen können auch selbst wiederum Pflichtabgaben sein.
- Peer-Grading: Sie koordinieren eine anonymisierte Notenvergabe unter Studierenden. Der Lerneffekt ist insbesondere dann gegeben, wenn die Studierenden die tatsächlichen Bewertungsschemata bekommen und sozusagen aus der Sicht von Lehrenden auf die Zwischenleistungen oder Übungsaufgaben ihrer KommilitonInnen blicken.
- Gruppenabgaben: Eine einfache Möglichkeit, Lerngruppen zu initiieren, besteht in der Erlaubnis, parallel zur Vorlesung stattfindende Übungsaufgaben als Gruppenabgaben einzureichen. ILIAS bietet hierfür Möglichkeiten der Einreichung von Teamabgaben.
Peer-Feedback-Broschüre
Mit welchen digitalen Tools bekommen sowohl Sie als auch Ihre Studierenden ein Feedback zum aktuellen Lernstand?
Mit Umfragen oder Kurztests lässt sich die Kommunikation über Probleme und Lernstände aufrechterhalten. Bei sehr großen Teilnehmerzahlen können Sie Ergebnisse von solchen Tools auch verdichten und als Statistiken zurück spiegeln. Das erlaubt Ihnen beispielsweise Kernprobleme der Studierenden abzufragen und dann ggf. im Forum oder mit einer zusätzlichen Aufzeichnung gezielt zu reagieren.
Zeitnahes Feedback zu Studienleistungen ist wichtig für den Lernerfolg. Digitale Medien bieten hierzu eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben Tests und Übungen in ILIAS können auch Foren dazu genutzt werden, die größten Schwierigkeiten der Studierenden oder deren größten Sorgen bei der Prüfungsvorbereitung zu erfragen und somit sichtbar zu machen. Die Ausgabe von Musterlösungen ermöglichen die Selbstbeurteilung. Auch können Umfragen hervorragende Mittel sein, um mehr über den Lernstand zu erfahren. Es empfiehlt sich, die Fragen aus Tests oder Umfragen separat zugänglich zu machen, damit Studierende auch außerhalb der Test-Umgebung später daran lernen können.
Feedbackmöglichkeiten in der Online-Lehre aus dem Kurs Selbstlernkurs Online lehren – Wie geht das?
- Lehrende können sich unter Bedingungen der großen Anonymität rückversichern, ob die Studierenden dem Lernstoff gut folgen können und das Lernen mit Blick auf die Prüfung in die richtige Richtung verläuft.
- Studierende können sich selbst an Maßstäben messen, die Lehrende anlegen und die auch das Prüfungsniveau fair abbilden (strukturelles Wissen über den eigenen Wissensstand).
- Die gesamte Studierendengruppe erhält einen sichtbaren Eindruck davon, welche Probleme häufig sind und wo der eigene Leistungsstand einzuordnen ist. Das gibt Handlungssicherheit für das eigene Lernhandeln und entlastet auch, denn meistens sind Studierende mit ihren Problemen nicht allein.
Classroom Assessment Techniques
HDZ-Lernmodul KOMET – Kompetenzorientierte E-Klausuren und E-Assessments


