Demo - Schutz gegen Lärm
Physische Lärmwirkung
Lärmschwerhörigkeit, Schlafstörungen, Herzkreislaufstörungen und verschiedene andere gesundheitliche Beeinträchtigungen sind die Folgen von hohen Lärmbelastungen im physischen Bereich. Die Lärmschwerhörigkeit zählt zu den bedeutendsten Berufskrankheiten und macht etwa 30 bis 40% der Gesamtzahl der anerkannten Krankheitsfälle aus. Die Gefahr der Entstehung einer Lärmschwerhörigkeit ist gegeben, wenn der auf das Ohr einwirkende Geräuschpegel 85 dB überschreitet. Mit zunehmender Lautstärke und Dauer von Geräuschen werden die Gehörschäden größer. Das Ausmaß der Schädigung nimmt insbesondere zu, wenn der Anteil an hohen Frequenzen überwiegt. 30% der heutigen Jugend leidet aufgrund des hohen Lärmkonsums unter irreversiblen Hörschäden. Die Anzeichen der Lärmschwerhörigkeit machen sich zunächst mit der Abnahme der Gehörempfindlichkeit bei der Frequenz um 4 kHz bemerkbar, da die Menschen für diesen Frequenzbereich besonders empfindlich sind. Die Bandbreite der in Mitleidenschaft gezogenen benachbarten Frequenzbereiche um die 4 kHz ist umso größer, je stärker der Hörverlust um diesen Frequenzbereich ist.
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Dieses interaktive Modul auralisiert ein vorgegebenes Hörereignis bei unterschiedlich starkem Hörverlust. Durch die Aktivierung der Option "Telefon" wird das Ausgangssignal zusätzlich entsprechend einer Telefonübertragung gefiltert. Dies "addiert" sich mit einer vorhandenen Schwerhörigkeit und führt dazu, dass die Betroffenen schwer ein normales Telefonat führen können.
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Der Verlust des Hörvermögens hat für die betroffenen Menschen enorme Nachteile. Sie können ihr akustisches Umfeld nur dann wahrnehmen, wenn es entsprechende Lautstärke besitzt und die Trennung von Nutz- und Störanteilen von ausgesandten Signalen deutlich erkennbar ist. Häufig führt die Schwerhörigkeit auch zur sozialen Isolation der Betroffenen, weil sie an der allgemeinen akustischen Kommunikation nicht teilnehmen können. Nicht zuletzt sind sie großen Gefahren ausgesetzt, da sie die Schallquellen entweder überhaupt nicht wahrnehmen können, oder sie können sie nicht orten. Dadurch sind sie z.B. im Straßenverkehr stärker gefährdet als normalhörende Menschen. Schlafstörungen können die Folge einer Vielzahl von Faktoren wie Umwelteinflüsse, seelische und körperliche Verfassung der Betroffenen usw. sein. Am häufigsten wird die Schlafstörung jedoch als Folge der Lärmbelastung beklagt. Der Schwellenwert der erfragten nächtlichen Störung durch den Straßenverkehrslärm liegt in der Bundesrepublik bei 45 dB. Als weitere Reaktion des Körpers können die Einflüsse des Lärms auf Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz, Gehirnaktivität, Muskelverspannungen, Pupillenvergrößerung, Hautwiderstandsänderung usw. genannt werden.