Demo - Schutz gegen Lärm

3 Lärmwirkung

(Auszug aus dem Kapitel Lärmwirkung. In diesem Demo-Lernmodul wird nur die physische Lärmwirkung näher behandelt - das eigentliche Lernmodul enthält weitere Aspekte.)

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Eine sehr lange Zeit wurde Lärm lediglich als Quelle der Belästigung und Ruhestörung gesehen, wodurch seine gesundheitsschädliche Auswirkung verkannt blieb. Im Allgemeinen stellen die belästigenden Schallereignisse eine Minderung des menschlichen Wohlbefindens dar, d.h., die Auswirkungen des Lärms auf den Menschen sind viel gravierender als nur Belastung und Ruhestörung; sie können sogar gesundheitliche Schäden hervorrufen. Die häufigsten Lärmwirkungsmerkmale sind:

  1. Belästigung,

  2. Behinderung oder Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens,

  3. Behinderung oder Störung der Konzentration,

  4. Behinderung oder Beeinträchtigung bestimmter Leistung (z.B. Lernfähigkeit),

  5. Schlafstörung,

  6. Behinderung der akustischen Kommunikation,

  7. Nervosität und Aggressivität,

  8. Verdauungsstörung,

  9. Hörschädigung,

  10. Fehl- und Frühgeburten,

  11. Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Beschwerden,

  12. Atemfrequenzänderung,

  13. Beeinflussung der Gehirnaktivität,

  14. Muskelverspannung,

  15. Pupillenvergrößerung,

  16. Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin und Noradrenalin) usw.

Bild 4.1: Darstellung verschiedener Lärmwirkungen

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Das Ausmaß der Beeinträchtigung durch den Lärm hängt nicht nur von der Größe und Stärke der messbaren physikalischen (objektiven) Eigenschaften des Schallereignisses wie dem Pegel, dem Spektrum, der zeitlichen Struktur, Dauer, Häufigkeit des Schallvorgangs, sondern auch von der subjektiven Bewertung durch den Hörer ab.

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Prinzipiell kann die Lärmwirkung unterteilt werden in:

  • physische Auswirkung

  • psychische Auswirkung

  • soziale Auswirkung.

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Bild 4.2 zeigt den Zusammenhang zwischen Lärmpegel, seine Wirkdauer und der daraus resultierenden Auswirkung auf den Menschen. Im Bild 4.3 ist schematisch dargestellt, mit welchen Einflussgrößen die Wirkung des Lärms auf den Menschen überhaupt zusammenhängt.
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Bild 4.2: Zusammenhang zwischen Lärmpegel, Wirkdauer des Lärms und Lärmauswirkung. Die Wirkdauer bezieht sich auf tägliche Wiederholung.

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Bild 4.3: Schematische Darstellung der Einflussparameter, welche die Auswirkung des Lärms auf den Menschen beeinflussen.