Demo - Schutz gegen Lärm
1 Einleitung (2/3)
Der Fortschritt der Technik und die zunehmende Motorisierung sowie die ausgebaute Verkehrsinfrastruktur haben einerseits zur wesentlichen Bequemlichkeit, zugleich aber auch zur erheblichen Lärmbelästigung der betroffenen Menschen geführt. Der Lärm ist insbesondere in den hochindustrialisierten Ländern wie der Bundesrepublik Deutschland zu einem der größten Umweltprobleme geworden. Er zählt zu den Begleitereignissen des Alltags. Man ist nicht nur auf der Straße, im Bahnhof, auf dem Flughafen und am Arbeitsplatz dem Lärm ausgesetzt, sondern man ist zwangsläufig sogar auch in seiner eigenen Behausung - wo man eigentlich den vollen Anspruch auf Ruhe und Erholung hat - dadurch gestört. Wie Bild 1.1 es verdeutlicht, fühlen sich über 70 % der Bundesbürger durch den Lärm unterschiedlicher Herkunft belästigt. In den vom Lärm stark belasteten Gebieten sind sogar bis zu 90 % der betroffenen Menschen lärmgeschädigt.
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Bild 1.1: Anzahl der vom Lärm verschiedener Quellen betroffenen Einwohner in der Bundesrepublik Deutschland. (Quelle: Umweltbundesamt - Umfrage: Lärmbelästigung 2000-2004 mit den Werten von 2004) |
Der Lärm am Arbeitsplatz ist die Ursache der meisten Berufskrankheiten. Schwerhörigkeit ist in der Bundesrepublik Deutschland die häufigste davon. Bild 1.2 zeigt die zeitliche Entwicklung der Schwerhörigkeit in den letzten Jahren. Die Bedeutung des Lärms für die Gesundheit des einzelnen Menschen wie auch für die Gesamtbevölkerung und damit für die Volkswirtschaft wurde sehr lange Zeit verkannt. Die Darstellung im Bild 1.3 stellt zusammen, welche volkswirtschaftlichen Kosten von Krankheiten durch die Umweltverschmutzung und damit auch durch die Lärmauswirkung auf den Menschen verursacht werden. Dank wissenschaftlicher Untersuchungen und der Verbreitung der Erkenntnisse, die bezüglich der Wirkung des Lärms auf den Menschen gewonnen wurden, nimmt die Lärmbekämpfung zunehmend im Bewusstsein einzelner Betroffener, aber auch in der Umweltpolitik eine bessere Position ein als bislang.
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Bild 1.2: Anzahl der Menschen, bei denen in den Jahren 1960 bis 1990 in der Bundesrepublik Deutschland infolge der Lärmbelastung das Hörvermögen beeinträchtigt wurde. |
Bild 1.3: Volkswirtschaftliche Kosten der Krankheiten, die durch Umweltverschmutzung verursacht werden. |
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