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Einleitung

Feuchte Luft enthält eine gewisse Wasserdampfmenge. Das Verhältnis der vorhandenen Wasserdampfmenge W zur maximal möglichen Sättigungsmenge WS bei einer bestimmten Temperatur wird als relative Luftfeuchte bezeichnet. Mit Wasserdampf gesättigte Luft besitzt demnach eine relative Feuchte von 1,0 oder 100 % r.F. Zur Kennzeichnung des Wasserdampfgehaltes der Luft benutzt man ferner die absolute Feuchte c (auch Konzentration genannt, in g/m3).

Beim Erwärmen der Luft ohne Zu- oder Abfuhr von Feuchte sinkt die relative Feuchte, da mit dem Anstieg der Temperatur auch der Sättigungsdampfdruck ansteigt. So nimmt das Verhältnis zwischen real enthaltener Wasserdampfmenge und Wasserdampfsättigungsmenge ab. Umgekehrt erhöht sich unter denselben Bedingungen die relative Feuchte der Luft beim Abkühlen bis zum Maximum von 100 % r.F. Wird die Luft noch stärker abgekühlt, ist sie nicht mehr in der Lage, die Wassermenge in Dampfform zu halten, so dass der Wasserdampf als Nebel oder Tauwasser an Oberflächen ausgeschieden wird; diese Temperatur, bei der es zum Ausscheiden von Wasserdampf kommt, wird als Taupunkttemperatur S bezeichnet.

Für die Berechnung der Taupunkttemperatur, der Tauwassermenge bei einer bestimmten Temperatur und der absoluten Feuchte braucht man also als Eingangsdaten die Lufttemperatur und die relative Feuchte, damit kann unter Verwendung der mathematischen Beschreibung der Dampfdruckkurve die Berechnung durchgeführt werden.

Auf den folgenden Seiten werden die jeweils identischen Berechnungen durchgeführt, allerdings einmal mit Angabe der resultierenden Sättigungskonzentration, einmal mit Angabe des resultierenden Sättigungsdampfdrucks.