5. Dächer

Bestand - geneigtes Dach mit Metalleindeckung

Grundsätzlich unterschieden werden über eine Gebäuderichtung (einachsige) gespannte Dachformen (Sattel-, Pult-, Graben- und Mansarddächer) und über zwei Achsen entwickelte (zweiachsige) Dächer (Walm- oder Zeltdächer), wobei auch Varianten, Misch- und Sonderformen dieser Grundformen möglich sind.
Dachflächen werden durch zwei Belastungsarten beansprucht: Eigengewicht und Schnee- und Eislast wirken senkrecht auf das Tragwerk ein, Windlasten erzeugen dagegen von der Dachneigung abhängige horizontale Lasteinwirkungen, zum einen als Drucklast (Staudruck) auf der windzugewandten und als Sog auf der windabgewandten Seite. Die Sogwirkung kann größer sein als der Staudruck und tritt an angeströmten Gebäudekanten und -ecken durch Wirbelbildungen besonders stark auf. Dachflächen können je nach Dachneigung auf verschiedene Arten hergestellt werden, wobei geneigte Dächer in der Regel mit Dachdeckungen ausgeführt werden.
Dächer oder Dachteile mit sehr geringer Neigung oder sehr komplizierten Formen sind in den meisten Fällen mit Metalldeckungen am dauerhaftesten, wobei die Lebensdauer von Blei- und Kupferdeckungen, mit die ältesten und beständigsten Dachdeckungsmaterialien, meistens nur durch die Lebensdauer der Unterkonstruktion begrenzt wird. Metalldeckungen sind leicht, dicht und nicht brennbar.
Die Verlegetechnik aller Metalldeckungen muss eine ungehinderte Bewegungsmöglichkeit für die Bleche bei Temperaturänderungen gewährleisten, zudem müssen die Bleche gegen Berührung mit korrosionsfördernden Chemikalien in anderen Baustoffen und -teilen gesichert werden. Für Metalldeckungen verwendet man Zink-, Kupfer-, Stahl-, Blei- und Aluminiumbleche in unterschiedlichsten Formen.

<u>Bild 5.1-6:</u>

Geneigtes Bestandsdach mit Metalleindeckung


In Bild 5.1-6 ist ein typisches geneigtes Dach mit Metalleindeckung abgebildet. Über dem Sparren befindet sich eine Schalung aus Profilbrettern, auf der eine Trennschicht angebracht ist, um die darüber befindliche Metalleindeckung vor Korrosion von unten zu schützen.

Metalldeckungen erfordern vollflächige, nagelhaftende Unterkonstruktionen, in der Regel Holzschalungen, die glatt, eben und trocken sein müssen. Dächer mit Metalldeckungen werden in der Regel als hinterlüftete Konstruktionen ausgeführt, allerdings sind bedingt auch nicht hinterlüftete Eindeckungen möglich.
Metalldeckungen stellen konstruktiv und auch unter bauphysikalischer Betrachtung sehr dichte Flächen dar, mit allen einhergehenden feuchteschutztechnischen Problemfeldern.


Wärme:
Ungedämmte und ungenutzte geneigte Dächer dienen nur dem Regenschutz von bewohnten alten Gebäuden und erfüllen praktisch keine Wärmeschutzfunktion. Bei der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten (DIN EN ISO 6946) der obersten Geschossdecke werden belüftete Dachräume − je nach Bauart des Dachs − mit einem pauschalen Wärmedurchlasswiderstand R<sub>u</sub> berücksichtigt.

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Dach mit Schalung und Pappe: R<sub>u</sub> = 0,3 m<sup>²</sup>K/W

Dieser Wert enthält nicht den äußeren Wärmeübergangswiderstand R<sub>se</sub>!

Berechnung des mittleren U-Wertes

Feuchte:
Vollflächige Metalleindeckungen entsprechend Bild 5.1-6 stellen nicht nur einen Regenschutz dar, sondern gelten auch aus diffusionstechnischer Sich als dicht.

Berechnung des Sättigungsdampfdrucks

Durchführung des Glaser-Verfahrens

Schall:
Bei unausgebauten Dachräumen bestehen keine Anforderungen an die Schalldämmung der Dachhaut. Aus schalltechnischer Sicht stellt die Dachhaut eines geneigten Dachs aus einer Metalldeckung auf Verbretterung eine einschalige Konstruktion dar, da die Bitumenpappe oder ähnliche Trennschicht nicht als Feder betrachtet werden kann. Die zu erwartende Schalldämmung entspricht der Summe der flächenbezogenen Masse der Metallschicht und der Holzverschalung, vorausgesetzt, die Konstruktion ist dicht.


<u>Maßnahmen:</u>

5.2.2

Maßnahmen für geneigte Dächer

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Aufsparrendämmung

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Untersparrendämmung

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Zwischensparrendämmung

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Kombinierte Maßnahmen

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