2. Innenwände

Bestand - Gipsplattenwand

Gipsplattenwände sind in Altbauten oft anzutreffen. Es handelt sich hierbei um Platten, die mit durchlaufenden waagerechten Fugen im Verband aufgesetzt sind, wobei Lager- und Stoßfugen mit Gipsmörtel verbunden sind. Gipsplattenwände benötigen keinen Putz. Die Fugen - oder bei höheren Anforderungen auch die komplette Wand - werden lediglich mit Fugengips verspachtelt, danach ist die Wand "flächenfertig". Gipsplattenwände benötigen keine Unterkonstruktion und können einfach, beginnend auf einer Ausgleichs-Mörtelschicht, auf den schwimmenden Estrich aufgesetzt werden.

<u>Bild 2.1-4:</u>

Bestands-Innenwand aus Gipsplatten


In Bild 2.1-4 ist eine typische Bestands-Gipsplattenwand dargestellt. Der Anschluss ist als gleitender Anschluss ausgeführt. Hierbei wird die Wand seitlich und oben durch U-Profile, L-Profile oder auch Holzleisten gehalten. Der verbleibende Hohlraum ist mit Dämmstoffen gefüllt und verhindert die Kraftübertragung der angrenzenden Bauteile. Im Altbau ist jedoch meistens ein starrer Anschluss ausgeführt, bei dem die Gipsplatten einfach mit Gipsmörtel am angrenzenden Bauteil befestigt werden.

Grundsätzlich müssen Trennwände aus Gips mit elastischen Anschlüssen an benachbarte Bauteile angeschlossen sein. Durch lückenlos verlegte, wandbreite, elastische Bitumenfilz-, Presskork- oder Mineralwollestreifen wird die Übertragung von Körperschall verhindert. Bei erwarteten größeren Deckendurchbiegungen müssen aber gleitende Anschlüsse mit Anschlussprofilen vorhanden sein. Nur bei vernachlässigbar geringen zu erwartenden Zwängungskräften kann der Anschluss starr an benachbarte Bauteile ausgebildet werden.
Für Sanitärräume werden Gipsbauplatten mit Imprägnierungen gegen Feuchtigkeit verwendet. Aussparungen für Installationen dürfen nur durch Fräsen hergestellt werden.


<u>Wärme:</u>
Die Wärmespeicherfähigkeit von dicken Gipswänden ist verhältnismäßig hoch. Im Sommer kann so Wärme tagsüber gespeichert werden, was zu einer angenehmeren Raumlufttemperatur führt. Die gespeicherte Wärme wird abends dann wieder in den Raum abgegeben.

<u>Feuchte:</u>
Bei Innenwänden, die Räume gleicher Nutzung voneinander trennen und keinen äußeren Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, bestehen in der Regel keine feuchtetechnischen Anforderungen. Im Bestand sind deshalb üblicherweise keine Maßnahmen zum Feuchteschutz zu finden. Bei der Altbaumodernisierung ist diese Tatsache, falls Funktionsänderungen geplant sind, zu berücksichtigen. In Bädern, wenn mit einer erhöhten Luftfeuchte und mit Spritzwasser zu rechnen ist, sind ungeschützte Gipskartonplatten nicht geeignet.

<u>Schall:</u>
Die Schalldämmung von einschaligen Gipsplattenwänden kann aufgrund ihrer flächenbezogenen Masse abgeschätzt werden. Oft werden jedoch Innenwände aus ca. 8 cm dicken Gipsplatten zweischalig ausgeführt. Solche Wandkonstruktionen sind schalltechnisch ungünstig, weil die Koinzidenzgrenzfrequenz der Gipsplatten dann gerade in einen bauakustisch besonders kritischen Frequenzbereich zwischen 250 und 500 Hz fällt.

Aus → Tabelle AS-6 können bewertete Schalldämm-Maße einschaliger Massivwände entnommen werden.

Berechnung der Resonanzfrequenz

Berechnung der Koinzidenzgrenzfrequenz

Berechnung des Bewerteten Schalldämm-Maßes

Berechnung des resultierenden Schalldämm-Maßes zusammengesetzter Bauteile


<u>Maßnahmen:</u>

2.2.1

Vorsatzschalen

2.2.2

Leichtbaukonstruktionen

-

Holzständer

-

Metallständer

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Baukonstruktionen.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Objektbeispiele.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Grundlagen.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Glossar.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Rechentools.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Fotogalerie.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Planunterlagen.html" target="_top"></a><td><td colspan="3"><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top"></a></td></tr><tr><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top"></a></td></tr></table>