2. Innenwände

Bestand - Leichtbauwand mit Holzständer

Überall dort, wo einschalige nichttragende Trennwände aus Gewichtsgründen nicht in Frage kommen, leichte Demontage möglich sein soll oder bei nachträglichen Einbauten werden mehrschalige Trennwandkonstruktionen bevorzugt. Durch ihren einfachen und leichten Aufbau können sie relativ problemlos und schnell auf- und abgebaut, bei entsprechender konstruktiver Ausbildung auch umgesetzt werden. Leichtbauwände sind immer nichttragende Innenwände.
Wichtig bei leichten Trennwänden ist der Anschluss an seitlich angrenzende Bauteile. Diese Anschlüsse sollten elastisch ausgeführt werden, da sich sonst bei Durchbiegungen, Kriechen oder Schwinden, besonders von weit gespannten Decken, Risse in den Trennwänden bilden können. Je schwerer die Trennwand ist, desto eher kann und sollte der Anschluss starr erfolgen, sowohl seitlich als auch oben und unten. Leichtbauwände sind meist auf dem Estrich aufgesetzt, schwere Trennwände nicht auf dem schwimmenden Estrich, sondern direkt auf der Rohdecke.
Leichte Trennwände dienen nur der Raumtrennung und dürfen nicht zur Gebäudeaussteifung herangezogen werden. Fest eingebaute, nichttragende Trennwände werden vorwiegend auf der Baustelle hergestellt und sind nicht dazu bestimmt, umgesetzt zu werden. Die Demontage der Wände ist zwar möglich, eine Wiederverwendung des Materials jedoch nur bei entsprechender Konstruktion, die schon beim Aufbau gewählt werden muss, machbar, ansonsten weitgehend ausgeschlossen. Umsetzbare, nichttragende Trennwände sind dagegen industriell gefertigt und so konstruiert, dass sich die oberflächenfertigen Einzelteile am Einsatzort ohne wesentliche Nacharbeiten montieren lassen. Derartige Trennwände können bei Bedarf - unter Verwendung aller Einzelteile - auch wieder umgesetzt, verändert oder ergänzt werden. Umsetzbare Wände lassen sich unterscheiden in

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Schalenwände
Werkseitig vorgefertigte Einzelteile werden erst an der Verwendungsstelle zur fertigen Wand montiert.

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Monoblockwände
Bereits im Herstellerwerk werden sie zu raumhohen Innenwandelementen zusammengefügt, fertig zur Baustelle geliefert und dort eingebaut.

<u>Bild 2.1-5:</u>

Bestands-Innenwand in Leichtbauweise mittels Holzständer


Bild 2.1-5 zeigt eine Leichtbauwand aus Holz. Für die Tragfunktion der Wand sorgt das Holzständerwerk aus Stielen bzw. Ständern. Diese werden einfach mit Gipskartonplatten beplankt. Die zwischenliegende Dämmmatte sorgt für einen besseren Schallschutz der Konstruktion. Der Anschluss an die seitliche Wand ist in Bild 2.1-5 starr ausgeführt.

Die tragenden Gerüste einer Leichtbauwand aus Holz bestehen aus Stielen bzw. Ständern oder aus fachwerkartigen Rahmenkonstruktionen. Unterkonstruktionen aus Holz sollten aus verleimten Hölzern oder Flachpressplatten statt Vollholz sein. Einfachständerwände bestehen aus einer in nur einer Ebene angeordneten Unterkonstruktion, Doppelständerwände aus zwei parallel oder zueinander versetzt angeordneten Ständerreihen; beide Ausführungsarten sind je nach Anforderungen ein- oder mehrlagig beplankt. Der Hohlraum zwischen den Beplankungen ist mit einem passenden Dämmstoff ausgefüllt. Die Beplankungen bestehen aus Spanplatten, Profilbrettern, Paneelen, Gipskarton- oder -faserplatten, Faserzementplatten, Blechen usw. Derartige Wände können nur bedingt als umsetzbar gelten, da nur bei besonderen Vorkehrungen die Bekleidungen nach einem Abbau ohne Beschädigungen bleiben und wieder verwendet werden können. Leichtbauwände aus Holz werden vorwiegend auf der Baustelle hergestellt, meist mit verputzter oder gespachtelter und tapezierter Oberfläche.


Wärme:
Die Wärmespeicherfähigkeit von leichten Holzständerwänden ist gering und kann daher nicht zur Regulierung der Raumtemperatur im Sommer herangezogen werden.

<u>Feuchte:</u>
Bei Innenwänden, die Räume gleicher Nutzung voneinander trennen und keinen äußeren Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, bestehen in der Regel keine feuchtetechnischen Anforderungen. Im Bestand sind deshalb üblicherweise keine Maßnahmen zum Feuchteschutz zu finden. Bei der Altbaumodernisierung ist diese Tatsache, falls Funktionsänderungen geplant sind, zu berücksichtigen. In Bädern, wenn mit einer erhöhten Luftfeuchte und mit Spritzwasser zu rechnen ist, sind ungeschützte Gipskartonplatten nicht geeignet.

<u>Schall:</u>
Bei den leichten Trennwänden ist der Schallschutz ein gravierendes Problem. Auf verallgemeinernde Schallschutzwerte, die in manchen Fachbüchern angegeben werden, sollte man sich nicht verlassen. Bei nachträglichen Messungen nach dem Einbau kommen zusätzlich noch gebäudespezifische Fehlerquellen wie beispielsweise Längsübertragung oder Rohrübertragung zum Tragen. Aus diesem Grund ist besonderes Augenmerk auf den Anschluss der Trennwände zu legen.

Aus → Tabelle AS-9 können bewertete Schalldämm-Maße zweischaliger, leichter Wände entnommen werden.

Berechnung der Resonanzfrequenz

Berechnung der Koinzidenzgrenzfrequenz

Berechnung des Bewerteten Schalldämm-Maßes

Berechnung des resultierenden Schalldämm-Maßes zusammengesetzter Bauteile


<u>Maßnahmen:</u>

2.2.1

Vorsatzschalen

2.2.2

Leichtbaukonstruktionen

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Holzständer

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Metallständer

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Baukonstruktionen.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Objektbeispiele.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Grundlagen.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Glossar.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Rechentools.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Fotogalerie.html" target="_top"></a></td><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Planunterlagen.html" target="_top"></a><td><td colspan="3"><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top"></a></td></tr><tr><td><a href="http://www.bauphysikalische-altbaumodernisierung.de/Index.html" target="_top"></a></td></tr></table>