1. Außenwände
Bestand - Wände in Plattenbauweise
Der Bau mit Fertigteilelementen begann in den 50er Jahren. Vor allem im östlichen Teil Deutschlands war der Plattenbau verbreitet, aber auch in Westdeutschland wurde anfangs die sogenannte Großtafelbauweise verwendet, um möglichst schnell dem Wohnraumbedarf, der durch die Kriegszerstörung entstanden war, gerecht zu werden. Mitte der 70er Jahre war der Raumbedarf im Westen gedeckt und so verschwand diese Bauweise hier wieder. Aus bauphysikalischer Sicht lassen sich die verschiedenen Aufbauten der Plattenbau-Außenwänden wie folgt unterscheiden:
- | Einschichtiger Aufbau |
- | Zweischichtiger Aubau |
- | Zweischaliger Aufbau |
| In Bild 1.1-7 ist der schematische Aufbau einer zweischaligen Außenwand in Plattenbauweise dargestellt. Die innere Schale übernimmt die Tragfunktion, die äußere Schale dient als Wetterhaut. Dazwischen befindet sich die Wärmedämmschicht. Die äußere Schicht ist über Ankerelemente und Nadeln direkt an der Tragschale befestigt. ![]()
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<u>Wärme:</u>
Die wärmetechnischen Eigenschaften von Plattenbauten hängen im Wesentlichen von den folgenden Konstruktionsmerkmalen ab:
- | Schalenabstand bzw. Dicke der Wärmedämmschicht |
- | Wärmeleitfähigkeit der Wärmedämmschicht und |
- | Art der Verbindung der Schalen. |
Die bauphysikalischen Mängel dieser Konstruktionen entstehen dadurch, dass die Wärmedämmschicht unterdimensioniert ist, die Wärmeleitfähigkeit der Dämmschicht zu hoch ist und durch die direkte Verbindung der Betonteile an den Rändern der Elemente Wärmebrücken entstehen.
<u>Feuchte:</u>
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| Außenwände sind starken Feuchteeinwirkungen ausgesetzt: einerseits durch Regen oder Außenluftfeuchte, andererseits aber auch durch Luftfeuchte oder Wohnfeuchte im Inneren des Gebäudes. Bei Plattenbauten mit einer Sichtbeton-Außenoberfläche sind insbesondere die durch die Witterung verursachten Schäden deutlich sichtbar (siehe Bild nebenan). Außerdem besteht auch das Risiko, dass sich Tauwasser an der Bauteilinnenoberfläche (→ Oberflächentauwasser) oder → im Bauteil bildet, was bei mehrschichtigen Konstruktionen unter Umständen kritisch sein kann. Tauwasser kann − wenn es in der Verdunstungsperiode nicht austrocknet − zu erheblichen Schäden des Bauwerks führen. Bei einer Modernisierung müssen deshalb Maßnahmen zur Verhinderung der Tauwasserbildung ergriffen werden. |
<u>Schall:</u>
Die schalltechnischen Eigenschaften von Plattenbauten hängen entscheidend von den folgenden Konstruktionsmerkmalen ab:
- | flächenbezogene Masse und Biegesteifigkeit der einzelnen Schalen |
- | Schalenabstand bzw. Dicke der Wärmedämmschicht als Hohlraumbedämpfung |
- | dynamische Steifigkeit der Wärmedämmschicht und |
- | Schallbrücken an den Rändern jedes einzelnen Wandelementes. |
Bedingt durch die relativ dünnen Schalen liegen die Koinzidenzgrenzfrequenzen der einzelnen Schalen oft in einem ungünstigen Frequenzbereich. Häufig fällt auch die Resonanzfrequenz der zweischaligen Konstruktion in den selben Frequenzbereich. Die steife Randverbindung der Einzelschalen stellt nicht nur unerwünschte Körperschallbrücken dar, sondern begünstigt die Schalllängsleitung zwischen benachbarten Wohnungen.
Aus → Tabelle AS-8 können bewertete Schalldämm-Maße zweischaliger Massivwände entnommen werden.
<u>Maßnahmen:</u>
Die Maßnahmen zur Verbesserung aus wärme-, schall- und feuchtetechnischer Hinsicht unterscheiden sich nicht von denen bei einer Mauerwerkswand.
1.2.1 |
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1.2.2 | |||||||||
1.2.3 | |||||||||
1.2.4 |
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