2. Innenwände
Holzständerwand
Allgemeine Erläuterungen zu Leichtbauwänden sind unter → 2.2.2 Leichtbaukonstruktionen zu finden.
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Die tragenden Gerüste einer Leichtbauwand aus Holz bestehen aus Stielen bzw. Ständern oder aus fachwerkartigen Rahmenkonstruktionen. Unterkonstruktionen aus Holz sollten aus verleimten Hölzern oder Flachpressplatten statt Vollholz sein. Einfachständerwände bestehen aus einer in nur einer Ebene angeordneten Unterkonstruktion, Doppelständerwände aus zwei parallel oder zueinander versetzt angeordneten Ständerreihen; beide Ausführungsarten sind je nach Anforderungen ein- oder mehrlagig beplankt. Der Hohlraum zwischen den Beplankungen ist mit einem passenden Dämmstoff ausgefüllt. Die Beplankungen bestehen aus Spanplatten, Profilbrettern, Paneelen, Gipskarton- oder -faserplatten, Faserzementplatten, Blechen usw. Derartige Wände können nur bedingt als umsetzbar gelten, da nur bei besonderen Vorkehrungen die Bekleidungen nach einem Abbau ohne Beschädigungen bleiben und wieder verwendet werden können. Leichtbauwände aus Holz werden vorwiegend auf der Baustelle hergestellt, meist mit verputzter oder gespachtelter und tapezierter Oberfläche. Die Spachtelung der Beplankung ist von den Plattenkanten abhängig.
Erforderliche Mindestquerschnitte der Stiele sind in Abhängigkeit von Einbaubereich und Wandhöhe festzulegen.
Wärme:
Die Wärmespeicherfähigkeit von leichten Holzständerwänden ist gering und kann daher nicht zur Regulierung der Raumtemperatur im Sommer herangezogen werden.
Feuchte:
Da Innenwände keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, sind in der Regel auch keine besonderen Maßnahmen zum Feuchteschutz nötig. Ausnahmen stellen beispielsweise Bäder, Küchen und WC’s dar, da sich in diesen Räumen Flächen befinden, die gelegentlich Spritzwasser ausgesetzt sind. Hier ist darauf zu achten dass solche Flächen aus wasserbeständigen Materialien (z.B. mit imprägnierten Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten) ausgeführt werden.
In diesen Räumlichkeiten tritt außerdem im Rahmen der üblichen Nutzung auch oftmals eine erhöhte Belastung durch Luftfeuchte auf. Hierbei bieten sich Wandoberflächen mit hohem Sorptionsvermögen an. Sie nehmen Feuchtespitzen, wie sie beispielsweise beim Duschen entstehen, auf und geben die sorbierte Feuchtemenge bei der Lüftung des Raumes wieder ab. Sie können also die Lüftung eines Raumes nicht ersetzen.
Bei Räumen mit dauerhafter Feuchtebeanspruchung, bei so genannten Nasszellen, ist eine vollflächige Abdichtung – auch der Innenwände − notwendig.
<u>Schall:</u>
Zu beachten sind die Anschlüsse und die Problematik der möglichen Flanken- bzw. Nebenwegübertragung, wie im → Bestand.
Aus → Tabelle AS-9 können bewertete Schalldämm-Maße zweischaliger, leichter Wände entnommen werden.
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<u>Achtung:</u>
- | Die Einbaurandbedingungen wie Luftfeuchte etc. müssen auch im Trockenbau beachtet werden. |
- | Bewegungsfugen des Rohbaus müssen in die Konstruktion der Ständerwände übernommen werden. |
- | Trockenbausysteme dürfen nur als vollständige Systeme verwendet und nicht verändert werden. |
- | Plattenstöße müssen versetzt und und Fugen gefüllt werden. |
- | Öffnungen müssen aus ganzen Platten ausgeschnitten werden. |
<u>Normen und Richtlinien:</u>[1]
- DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen
- DIN 4103 Nichttragende innere Trennwände
- DIN 18202 Toleranzen im Hochbau - Bauwerke
- DIN 18340 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) - Trockenbauarbeiten
- DIN 18350 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) - Putz- und Stuckarbeiten
- DIN 18181 Gipsplatten im Hochbau - Verarbeitung
- DIN EN 312 Spanplatten - Anforderungen
- DIN EN 13162 Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Mineralwolle (MW) - Spezifikation
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