3. Fenster und Türen
Bestand - Innenanschlag mit Einfachverglasung
Der Innenanschlag ist ein typischer Mauerwerksanschlag, die Anschlagsbreite beträgt üblicherweise 62,5 mm. Der Blendrahmen sitzt auf der Innenseite des Anschlags, dieser wird meistens nur oben und seitlich ausgebildet. Der Innenanschlag weist gegenüber anderen Anschlagsarten bestimmte Vorteile auf:
- | verminderte Gefahr von Wärmebrücken |
- | gute Abdichtungsmöglichkeiten |
- | Blendrahmen und Fuge zwischen diesem und dem Wandbauteil liegen geschützt |
- | Ausgleich von Toleranzen der angrenzenden Gewerke leicht möglich |
- | Montage von innen ohne große Schwierigkeiten möglich |
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Allerdings bestehen auch Nachteile:
- | bei zu weit innen liegendem Anschlag "Burgeneffekt" |
- | tiefe Außenfensterbank (Sohlbank) |
- | Gefahr der Bildung von Ablagerungen an der Fassade durch ablaufendes Wasser |
- | erhöhter Staub- und Schmutzfang durch die Lage in der Fassade |
Wärme:
Alte Fenster mit Einfachverglasungen stellen deutliche Schwachstellen in der Außenhülle eines Gebäudes dar. Ihr U-Wert liegt nahe bei 5 W/(m²K). Der Wärmedurchgangskoeffizient eines modernen Passivhausfensters kann im Vergleich dazu einen Wert von unter 0,8 W/(m²K) erreichen.
Neben der Verglasung weisen aber auch der Rahmen und dessen Anschluss an das Mauerwerk Schwachpunkte auf. So sind alte Holzrahmen oftmals nur sehr dünn ausführt und direkt an die Wand, ohne jegliche Wärmedämmung dazwischen, angeschlossen. Aufgrund dieser wärmetechnisch mangelhaften Eigenschaften werden alte Fenster auch als → Wärmebrücke bezeichnet, was besonders im Winter negative Folgen mit sich bringen kann.
Feuchte:
Aufgrund der unzureichenden Wärmedämmung alter Fenster besteht im Winter die Gefahr, dass sich → Oberflächentauwasser bildet. Dies tritt ein, wenn die Oberflächentemperatur der Fensterinnenseite unter die Taupunkttemperatur der angrenzenden Raumluft sinkt ( → Feuchtetechnische Grundbegriffe).
Schall:
Die Schalldämmung einer einfachen Verglasung hängt, abgesehen vom Schalleinfallswinkel, in erster Linie von der Scheibendicke, d.h. von der flächenbezogenen Masse ab. Einen geringeren Einfluss haben Scheibengröße, Proportionen der Scheibe sowie ihre Einspannung in den Rahmen und die Sprossen. Die flächenbezogene Masse m’ von Glasscheiben liegt je nach Scheibendicke d − die üblicherweise 2 bis 12 mm beträgt − zwischen 5 und 30 kg/m<sup><small>2</small></sup>.
Verbundsicherheitsgläser, die aus zwei oder mehreren, mittels dünner Kunststoffschichten (Folien oder Gießharzschichten) verbundenen Scheiben bestehen, sind aus schalltechnischer Hinsicht bei Gesamtdicken bis zu etwa 6 mm den Einfachverglasungen gleichzusetzen. Erst bei größeren Scheibendicken, bei denen sich die Koinzidenz im oberen interessierenden Frequenzbereich negativ auswirkt, führen die Zwischenschichten der Verbundsicherheitsgläser zu Vorteilen gegenüber gleichdicken Normalgläsern. Trotz zunehmender Dicke erhöht sich die Biegesteifigkeit der geschichteten Scheiben nur wenig und ihr Verlustfaktor ist aufgrund der Kunststoffzwischenschichten größer als der von Einfachscheiben.
Aus → Tabelle AS-10 können bewertete Schalldämm-Maße verschiedener Fenster entnommen werden.
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<u>Maßnahmen:</u>
3.2.1 |
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3.2.2 | Dämmung der Zusatzeinrichtungen am Fenster
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3.2.3 |
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3.2.4 | Zusatzfenster (Kastenfenster) und Prallscheiben
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3.2.5 |
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