3. Fenster und Türen
Bestand - Außenanschlag mit Doppelverglasung
Seit den 60er Jahren gab es 2 große Veränderungen im Fensterbau. Zum einen wurde die Werkstoffpalette der Rahmenkonstruktionen erweitert. Neben dem ursprünglich verwendeten Holzfenster konnten sich nun auch Rahmen aus Metall und vor allem Kunststoff etablieren. Sie weisen zwar eine schlechtere Wärmedämmung auf als Rahmen aus Vollholz, sind jedoch deutlich pflegeleichter.
Zum anderen wurde die Einscheibenverglasung durch Zweischeiben-, später dann durch Isolierverglasung ersetzt. Wurden bei der Zweischeibenverglasung lediglich zwei Fensterscheiben hintereinander eingebaut, bestand Isolierverglasung aus zwei Scheiben, deren Zwischenraum luftdicht verschlossen und mit trockener Luft oder einem Edelgas gefüllt war.
Zudem wurde nun auch der Raum zwischen Rahmen und Außenwand mit Glaswolle ausgefüllt.
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Wärme:
Alte Zweischeiben- oder Isolierglasfenster stellen wärmetechnische Schwachstellen in der Außenhülle eines Gebäudes dar. Ihr U-Wert liegt bei ca. 2,5 - 4,5 W/(m²K), der Wert eines modernen Passivhaus-Fensters kann im Vergleich dazu einen U-Wert von unter 0,8 W/(m²K) erreichen. Neben der Verglasung weisen aber auch der Rahmen und dessen Anschlüsse an das Mauerwerk ebenfalls Problemstellen auf. So sind alte Holzrahmen oftmals sparsam dimensioniert, Metall- und Kunststoffrahmen ungedämmt und auch der Wandanschluss wurde nur sehr dünn mit Glaswolle gedämmt. Aufgrund der insgesamt erhöhten Transmissions- und Lüftungswärmeverluste werden alte Fenster auch als → Wärmebrücke in der Außenwand bezeichnet.
Feuchte:
Aufgrund der unzureichenden wärmetechnischen Eigenschaften alter Fenster besteht im Winter die Gefahr, dass sich → Oberflächentauwasser bildet. Dies tritt ein, wenn die Oberflächentemperatur der Fensterinnenseite unter die Taupunkttemperatur der angrenzenden Raumluft sinkt ( → Feuchtetechnische Grundbegriffe). Wenn die Taupunkttemperatur dauerhaft unterschritten wird, besteht die Gefahr von Schimmelpilzbildung im Wandbereich um das Fenster, wie etwa Leibung oder Sturz. Bei Holzrahmen besteht zusätzlich die Gefahr von Schädlingsbefall oder Holzfäule im Rahmen.
Schall:
Zweischeiben- und Isolierverglasungen wurden vorrangig mit dem Ziel entwickelt, den Wärmeschutz von Fenstern zu verbessern. Eine Erhöhung der Schalldämmung ist damit aber nur unter bestimmten Voraussetzungen verbunden. Bis zu Abständen von 8 mm ist die Kopplung der Scheiben bei Doppelverglasungen über das Luftpolster so stark (hohe Resonanzfrequenz), dass die Schalldämmung nicht größer, sondern evtl. sogar geringer ist als die einer Einfachverglasung gleicher Gesamtglasdicke. Auch bei Abständen von 12 mm ist noch kein nennenswerter Unterschied zwischen der Schalldämmung einer Doppelverglasung und der einer gleich dicken Einfachscheibe zu verzeichnen. Erst bei Scheibenabständen von mehr als etwa 16 mm ergeben sich Verbesserungen durch die Zweischeiben-Isolierverglasung.
Aus → Tabelle AS-10 können bewertete Schalldämm-Maße verschiedener Fenster entnommen werden.
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<u>Maßnahmen:</u>
3.2.1 |
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3.2.2 | Dämmung der Zusatzeinrichtungen am Fenster
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3.2.3 |
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3.2.4 | Zusatzfenster (Kastenfenster) und Prallscheiben
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3.2.5 |
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