Begriff: Klinker

Klinker

Klinker sind Ziegel, die unter so hohen Temperaturen (bei 1100 bis 1300 °C) gebrannt sind, dass durch den beginnenden Sinterprozess die Poren des Brenngutes geschlossen werden. Klinker nehmen kaum Wasser auf und sind sehr widerstandsfähig. Klinker bestehen aus Schamotte, Feldspäten und weiß- oder rotbrennenden Tonen. Durch verschiedene Zuschläge zur Rohmasse lassen sich vielfältige Farbnuancen erreichen. Für spezielle Anwendungen zum Beispiel bei der Restaurierung denkmalgeschützter Bauwerke werden handgeformte Klinker eingesetzt. Unterschieden werden Vollklinker (KMz) mit einer Rohdichte von 2000 kg/m<sup>3</sup> bis 2200 kg/m<sup>3</sup> und Hochlochklinker (KHLz) mit einer Rohdichte von 1600 kg/m<sup>3</sup> bis 1800 kg/dm<sup>3</sup>. Wegen des geringen Luftporenanteils weisen alle Klinker ein relativ hohe Wärmeleitfähigkeit auf. Klinker sind frostbeständig und eignen sich daher besonders als Vormauerschale für Fassaden.

DIN 105
DIN 1053