Begriff: phon-Kurven
phon-Kurven
Innerhalb des Hörbereiches von 16 Hz bis 20 kHz ist die Empfindlichkeit des Gehörs frequenzabhängig. Die phon-Kurven (auch Kurven gleicher Lautstärke genannt) zeigen, dass diese Frequenzabhängigkeit bei tiefen Frequenzen und niedrigen Schalldruckpegeln besonders ausgeprägt ist. Als Kurven gleicher Lautstärke sind in Abhängigkeit von der Frequenz diejenigen Schalldruckpegel von Sinustönen aufgetragen, die bei normalhörenden Testpersonen im Mittel den gleichen Lautstärkeeindruck hervorrufen, wie ein Sinuston von 1000 Hz einer frontal einfallenden Schallwelle. Diese subjektiv wahrgenommene Vergleichsgröße für die Lautstärke, die starken individuellen Schwankungen unterliegt, bezeichnet man als Lautstärkepegel L<sub>N</sub> (Einheit: phon). → Bild S-3 lässt beispielsweise erkennen, dass für einen Lautstärkepegel von 20 phon bei 40 Hz ein um fast 40 dB höherer Schalldruckpegel erforderlich ist, als bei 1000 Hz. Bei größeren Lautstärkepegeln ist das Frequenzverhalten des Gehörs wesentlich ausgeglichener. Bei einem Lautstärkepegel von 120 dB z.B. ist bei 40 Hz nur ein ungefähr 10 dB höherer Schalldruckpegel nötig, um den gleichen Lautstärkeeindruck wie bei 1000 Hz zu erzielen.
DIN ISO 226: Normalkurven gleicher Lautstärkepegel
Bauphysikalische Grundlagen: S-1 Akustische Grundbegriffe (3/4)
Bauphysikalische Grundlagen: S-1 Akustische Grundbegriffe (4/4)