Begriff: diffusionsoffen

diffusionsoffen

Diffusionsoffen wird eine Konstruktion genannt, bei der ein möglichst geringer Widerstand gegen Dampf (Wasserdampfdiffusionsdurchlasswiderstand) realisiert wurde. In diffusionsoffenen Konstruktionen bleibt weniger Tauwasser zurück als bei geschlossenen, diffusionsdichten Konstruktionen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Konstruktion auch nach innen austrocknen kann. Selbst kleine Ausführungsfehler führen daher nicht zwingend zu Tauwasserschäden, die Konstruktion ist fehlertoleranter als geschlossene Konstruktionen. Bei zu niedriger Luftfeuchte im Innenraum führt die Austrocknung der Konstruktion zu einer leichten Befeuchtung der Luft; eine zu hohe Luftfeuchte kann theoretisch durch die Konstruktion nach außen abgeführt werden. Diese Prozesse laufen jedoch sehr langsam ab und werden daher häufig überbewertet (siehe Diffusion).

Starker Wasserdampfanfall, z.B. beim Kochen oder beim Duschen, kann nur durch Lüften beseitigt werden! Ein Teil des Wasserdampfes wird in den umschließenden Bauteilen (Wänden) oberflächennah gespeichert (Sorption) und kann später wieder an die erwärmte Luft abgegeben werden. Nur etwa 2 % des Dampfes diffundiert durch die Wände. Deshalb muss der Rest abgelüftet werden.


Folgende Ressourcen verweisen auf diesen Begriff:

3. Fenster und Türen: 3.2.1 Anschläge und Dichtungen (6/9)