Begriff: Vakuumgedämmte Isolationspaneele (VIP)
Vakuumgedämmte Isolationspaneele (VIP)
Vakuumdämmplatten werden in der Regel aus einem Kern aus mikroporösen Materialien und einer gasdichten Umhüllung, die je nach Anwendungsfall eine Metallverbundfolie, ein Kunststoff oder ein Edelstahlblech sein kann, hergestellt. In einer Vakuumkammer wird aus den Platten die Luft abgepumt und diese dann gasdicht versiegelt. Der Dämmkern besteht meist aus mikroporöser Kieselsäure oder Polystyrol- bzw. PUR-Hartschaum. Um die Langzeitstabilität des Vakuums zu verbessern werden Getter (gasabsorbierende Stoffe) zugesetzt.
Aufgrund der Evakuierung von Dämmstoffen wird der Beitrag von Gasen (Luft, Treibmittel) an der Wärmeleitung ausgeschlossen. Extrem Feinporige Dämmstoffe, wie pyrogene Kieselsäure eignen sich hierfür besonders, da diese geringe Anforderungen an den Evakuierungsdruck stellen und auch bei einem Druckanstieg noch ausgezeichnete Dämmeigenschaften besitzen. Dämmkerne aus Hartschaumstoffen eignen sich nur für den Niedertemperaturbereich, da Schaumstoffe nicht temperaturbeständig sind. Im Baubereich werden meist Dämmkerne aus Kieselsäurematerial verwendet, da diese nicht brennbar, langlebig und hitzebeständig sind.
Die Wärmeleitfähigkeit λ von VIP-Paneelen als Dämmschicht beträgt 0,002 bis 0,008 W/mK.
Bauphysikalische Grundlagen: Wärme (1/3)