Begriff: äquivalente Schallabsorptionsfläche

äquivalente Schallabsorptionsfläche


Multipliziert man den Schallabsorptionsgrad α eines Bauteiles mit dessen Fläche S, so erhält man die Modellfläche, die vollständig absorbiert, d. h. deren Schallabsorptionsgrad gleich 1 ist.

\(A=S \cdot \alpha\)

Diese frequenzabhängige Modellfläche heißt äquivalente Schallabsorptionsfläche A. Sie ist nicht nur für die Kennzeichnung der Absorptionswirkung schallabsorbierender Flächen, sondern auch der von Gegenständen, Personen und Räumen geeignet und daher für die Darstellung raumakustischer Eigenschaften von grundsätzlicher Bedeutung.

Die äquivalente Schallabsorptionsfläche eines Raumes wird durch Addition der äquivalenten Schallabsorptionsflächen sämtlicher Flächen, Personen A<sub>P</sub> und Gegenstände A<sub>G</sub>, die sich im Raum befinden, gebildet:

\(A_{ges}=\sum S_i \cdot \alpha_i + \sum A_P + \sum A_G\)

Da die Schallabsorption der Luft erst bei hohen Frequenzen wirksam wird, kann sie in der Praxis der Altbaumodernisierung vernachlässigt werden.


Folgende Ressourcen verweisen auf diesen Begriff:

Bauphysikalische Grundlagen: S-2 Raumakustik (3/4)

Bauphysikalische Grundlagen: S-2 Raumakustik (4/4)

Bauphysikalische Grundlagen: Formelzeichen-Verzeichnis (4/4)

Bauphysikalische Grundlagen: S-3 Luft- und Trittschalldämmung (3/7)

Bauphysikalische Grundlagen: S-3 Luft- und Trittschalldämmung (5/7)