Vertiefungswissen anzeigenVertiefungswissen verbergenPutze, die durch ihre spezielle Porenstruktur (mit offenen Poren) eine erhöhte Schallabsorption bewirken, werden als Akustikputz bezeichnet. Sie werden vornehmlich in Innenräumen als Innenputz zur Lärmminderung verwendet, sie können aber auch als Außenputz zum Einsatz kommen.
Akustikputze werden aus Werktrockenmörteln hergestellt. Die Poren werden durch Leichtzuschläge erzeugt. Als Bindemittel können Gips, Kalk oder Zement eingesetzt werden. . Sie werden meist mehrlagig aufgetragen, wobei auch unterschiedlich zusammengesetzte Putze in Kombination zum Einsatz kommen können. Auch Kombinationen mit speziellen Akustikplatten (Plattenabsorbern) sind möglich. Akustikputze dürfen nicht mit Farben überarbeitet werden, welche die Poren verschließen und die Wirkung somit zunichte machen. Daher sind die Herstellerangaben unbedingt zu beachten.
Da Akustikputze wegen ihrer porösen Struktur empfindlich gegen mechanische Beanspruchung sind, sollten sie nur dort aufgetragen werden, wo sie davor geschützt sind. Dies ist normalerweise an den Deckenflächen der Fall [Dettmering (2001)].