Begriff: Dehnfuge

Dehnfuge

Eine Dehnfuge oder Dilatationsfuge ist eine Bewegungsfuge, die Temperaturschwankungen, Quellen und Schwinden aufnimmt, um Spannungsrissen vorzubeugen. Diese Risse entstehen durch verschiedene Ausdehnungseigenschaften der verwendeten Werkstoffe (Wärmedehnung, Dehnung durch Feuchteaufnahme) oder lastbedingte Längenänderungen (sog. Kriechen). Große Flächen werden in kleinere Einzelflächen aufgeteilt. Die Fugen sind mit einem dauerelastischen oder dauerplastischen Material gefüllt.

In der Altbaumodernisierung werde sie vielfach eingesetzt, wie z.B.:
* bei Parkett- oder Laminatböden: Vermeidung von Spannungen, vor allem in Folge von Feuchteausdehnung (zumeist Luftfeuchte, aber auch Tauwasser). So wird verhindert, dass das Holz oder das Laminat bricht oder sich stellenweise zu heben beginnt.
* bei Bodenbelägen, wie zum Beispiel Bodenfliesen: der Rand des Bodens eines Raumes an der Wand wird generell als Dehnfuge ausgebildet.
* bei Verblendmauerwerken.